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Arbeitslosenzahlen stabilisieren sich
Aus Tagesschau vom 10.08.2020.
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Stabile Zahlen Arbeitslosigkeit verharrt im Juli auf 3.2 Prozent

  • Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist im Juli im Vergleich zum Vormonat stabil geblieben.
  • Sie verharrt bei 3.2 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilt.
  • Gegenüber Juli 2019 erhöhte sich die Quote aber massiv, damals hatte sie bei 2.1 Prozent gelegen.

Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft waren Ende Juli 148’870 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben. Das sind 1419 weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit aber um 51’292 Personen (+52.6%).

Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) erhöhte sich um 578 Personen (+3.3%) auf 17’895. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Anstieg um mehr als 7000 Personen (+65.3%).

Weniger Kurzarbeit im Mai

Im Mai 2020 waren knapp 891'000 Personen von Kurzarbeit betroffen, das sind 186’000 Personen weniger (-17.3%) als im Vormonat. Damals waren knapp über eine Million Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Kurzarbeit betroffen.

Die Anzahl der betroffenen Betriebe verringerte sich um rund 21’000 Einheiten (-16.1%) auf knapp 110’000. Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen auf knapp 58 Millionen Stunden ab (-35.8%). In der entsprechenden Vorjahresperiode (Mai 2019) waren etwas mehr als 71’000 Ausfallstunden registriert worden, welche sich auf knapp 1400 Personen in 82 Betrieben verteilt hatten.

Kurzeinschätzung von Wirtschaftsredaktorin Lucia Theiler

148'870 Arbeitslose waren im Juli bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben. Die gute Nachricht: Das sind knapp 1500 weniger als im Vormonat. Selbst bei der Alterskategorie der 50- bis 64-Jährigen zeigt sich ein leichter Rückgang.

Die Arbeitslosenquote verharrte mit 3.2 Prozent auf der Stelle. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt präsentiert sich somit besser, als viele Ökonomen erwartet hatten. Auch um saisonale Einflüsse bereinigt, blieb die Quote unverändert.

Die schlechte Nachricht: Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt die Zahl der Arbeitslosen um 52 Prozent höher. Und Experten gehen davon aus, dass sich die Situation verschlechtern wird. Es ist deshalb in den kommenden Monaten mit einer steigenden Arbeitslosenquote zu rechnen.

Radio SRF 4, 10.08.2020, 8 Uhr;

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16 Kommentare

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  • Kommentar von mahmut alane  (holundder)
    Schon krass wie die Schweiz es schafft, praktisch ungeschadet eine solche Krise zu überstehen, zumindest wirtschaftlich. Immer noch praktisch vollbeschäftigung, während in den USA irgendwie 20-30% arbeitslos sein werden. Zugegeben die Schweiz ist um einiges kleiner und überschaubarer als die USA und die Pandemie ist noch nicht vorbei aber ich glaube die Amis sollten sich mal eine Scheibe unserer sozialen marktwirtschaft abschneiden und von ihrem raubtierkapitalismus wegkommen.
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    1. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      In den USA gibt es keine Kündigungsfrist von 2-3 Monaten. Dort wurden die Entlassungen sofort sichtbar, bisweilen in der Schweiz die Massenentlassungen noch bevorstehen. Aber natürlich werden sich die Proportionen milder gestalten als in den USA.
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    2. Antwort von Theo Schneider  (TeeS)
      Das ist leider eine sehr kurzsichtige Betrachtung. Denken sie allen Ernstes, dass das so bleibt, wenn wir die aktuelle Eindämmungsstrategie über weitere 12-24 Monate aufrecht erhalten? Wie lange können Gastronomie, Verkauf, Reisebranche wohl noch mit den aktuellen Einbussen überleben? Der Tsunami ist noch lange nicht angekommen, wohl auch nicht in den Köpfen vieler Schweizer. Die USA leidet kurzfristig extrem, weil es dort keinen Kündigungsschutz gibt sondern ein "Hire+Fire-Prinzip"...
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    3. Antwort von Lukas Gubser  (Mastplast)
      In der Schweiz sind noch 20% in Kurzarbeit das heisst defacto Arbeitslos und der Lohn kommt vom Staat. In der Schweiz sind die Leute Arbeits aber nicht Einkommenslos. Hält der Zustand sn kann sich das aber schnell ändern.
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  • Kommentar von Pierre Bayerdörfer  (pb59)
    Der angebliche Rückgang der 50+ ist wohl auf Aussteuerungen zurückzuführen oder?
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    1. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      Natürlich. Das hat unser BR bei der Ansprache über die Einführung der Überbrückungsrente deutlich deklariert: diese Menschen haben keine Chance mehr am Arbeitsmarkt. Dabei hat sich der BR nur um einen Ziffer vertan. Er denkt nämlich allen Ernstes, es betrifft 60+. Dabei ist die Grenze längestens bei 50-45+. Je nach Beruf.
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    2. Antwort von Aurel Specker  (Auspec)
      Dazu gibt es die Statistik nach ILO, diese rechnet alle Arbeitssuchenden mit ein. Aber diese Statistik ist komplexer und aufwendiger, während die AL nach BAG automatisch erhoben werden.

      Die ILO Statistik wird deshalb nur pro Quartal herausgegeben. Dann hat man aber Fakten und muss nicht mutmassen.
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  • Kommentar von Richard Limahcer  (Limi)
    Ohne Angabe der neu Ausgesteuerten sind die Zahlen mangelhaft.
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    1. Antwort von Thomas Tanneler  (ipool)
      Dijenigen die jetzt ausgestuert werden, waren wahrscheinlich vor dem Lockdown arbeitslos, oder hatten schon vorher Probleme.
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    2. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      @Tanneler: Und? Das kann es ja geben, aber unser Arbeitsmarkt sollte doch mit 3,2% Arbeitslosigkeit dieses Phänomen in Griff haben, denken Sie nicht auch?
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    3. Antwort von Rolf Forster  (RForster)
      Die Zahlen sind nicht mangelhaft. Es gibt klare Kriterien, wie sich die Zahlen des Seco zusammensetzen (nachzulesen auf deren Webseite). Zusätzlich führt das BfS die Arbeitslosigkeit nach ILO-Standard (was der echten Arbeitslosigkeit entspricht). Ausgesteuerte gehen, falls sie sich anmelden, auf die Statistik der Sozialämter bzw. Gemeinden.
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