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Statistik zum Preisniveau Leben in der Schweiz ist um die Hälfte teurer als in Deutschland

  • Obwohl die Verbraucherpreise zuletzt so stark gestiegen sind wie seit 28 Jahren nicht mehr, lebt es sich in Deutschland vergleichsweise günstig.
  • Zu diesem Schluss kommt das Statistische Bundesamt in Deutschland.
  • Es hat die deutschen Lebenshaltungskosten mit jenen anderer europäischen Länder verglichen.
  • Am teuersten ist das Leben laut Statistik in der Schweiz. Hier ist es um die Hälfte teurer als in Deutschland.
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Archiv: In Appenzell Innerrhoden lebt es sich in am billigsten
03:40 min, aus Rendez-vous vom 25.05.2021.
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Die Lebenshaltungskosten in der Schweiz lagen im Juli um mehr als die Hälfte (51 Prozent) höher als in Deutschland, wie das Statistische Bundesamt in einer Mitteilung schreibt. «Neben der Schweiz waren auch in den meisten anderen Nachbarstaaten die Lebenshaltungskosten höher als in Deutschland», heisst es weiter.

In Dänemark etwa mussten Verbraucherinnen und Verbraucher 28 Prozent mehr für den Erwerb eines repräsentativen Warenkorbs zahlen, in Luxemburg 25 Prozent mehr. In den Niederlanden betrug der Preisabstand zu Deutschland sieben Prozent, in Belgien und Österreich jeweils fünf Prozent und in Frankreich vier Prozent. In Polen war die Lebenshaltung dagegen 46 Prozent günstiger als in Deutschland, in Tschechien 28 Prozent.

Auch der Vergleich mit weiteren europäischen Staaten zeigt dem Statistikamt zufolge enorme Unterschiede bei den Lebenshaltungskosten: Diese waren in Island 40 Prozent und in Norwegen 30 Prozent höher als in Deutschland. Dagegen waren sie in Bulgarien, Rumänien sowie Bosnien und Herzegowina um rund die Hälfte niedriger.

Teuerung nimmt zu

Die Verbraucherpreise in Deutschland waren im August mit 3.9 Prozent so stark gestiegen wie seit 1993 nicht mehr. Dafür sorgten steigende Energiepreise und ein sogenannter Basiseffekt: Wegen der Coronakrise waren im vergangenen Jahr viele Waren und Dienstleistungen günstiger zu haben, zumal zeitweise auch noch die Mehrwertsteuer gesenkt wurde.

Dieser Effekt kehrt sich nun um. Das Ifo-Institut sagt für dieses Jahr eine durchschnittliche Teuerungsrate von 3.0 Prozent voraus. Einen höheren Wert gab es zuletzt 1993 mit 4.5 Prozent. 2020 lag die Inflationsrate bei lediglich 0.5 Prozent.

SRF 4 News, 16.09.2021, 09:00 Uhr;

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95 Kommentare

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  • Kommentar von Jörg Dieter  (jorgd)
    @Herr Mongre, Sie haben mich wirklich mit dem statistischen Problem des gefälschten höheren verfügbaren Medianeinkommens in CH interessiert. Ich denke, es geht zusätzlich über Simpson's Paradox (bitte googeln). Während Personen derselben sozialen Gruppe ein relativ geringeres Sparpotenzial haben in CH als in DE, ist der Median höher, da soziale Gruppen unterschiedlich häufig sind, z.B. relativ weniger Bauern in CH. Das letztes hilft jedoch keinen einzelnen Bauer oder nicht-Bauer.
  • Kommentar von Wolfgang Hartmann  (Wolfgang Hartmann)
    Der entscheidende Unterschied sind nicht die Lebenshaltungskosten, sondern die Höhe des Lohnes. Wer gut verdient kann sich immer etwas leisten. Wir leben nicht in kollabierten Ländern wie dem Libanon. Im Schnitt ist das Verhältnis von Lohn zu Lebenshaltungskosten in D schlechter als in der CH. Dies aus langjähriger Erfahrung. Die Löhne sind in der Schweiz um die Hälfte höher, man hat deshalb keine Nachteile, wenn man den RAV Rat an D befolgt: Nicht zu geringen Lohn verlangen, wegen der Kosten.
  • Kommentar von Wolfgang Hartmann  (Wolfgang Hartmann)
    @SRF Sehr geehrte Redakteure
    Ist es möglich noch etwas zur Kaufkraft in den verschiedenen Ländern mitzuteilen? Oder wurde in dieser Studie nichts dazu geschrieben? Im Saldo, wo Länder vorgestellt werden, ist nicht das Interessante wieviel etwas umgerechnet kostet, sondern wieviel jemand verdient. Danke.