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Streit beigelegt Filme in den USA neu 17 Tage nach Kinostart online verfügbar

  • Die weltgrösste Kinokette AMC und das Filmstudio Universal haben ihren Streit mit einem Deal beigelegt.
  • Filme dürfen bereits 17 Tage nach dem Kinostart in den Online-Verleih gelangen. Bisher waren es einige Monate später.
  • Diese Regelung bringt Kinos weiter unter Druck.
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Aus dem Archiv: Alternativen für Kinos
Aus Tagesschau vom 02.04.2020.
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In diesem Online-Verleih geht es um sogenannte Premium-Angebote, bei denen Filme für umgerechnet 15 bis 20 Franken ausgeliehen werden können – also zum Preis eines Kinobesuchs. Über die Konditionen für Europa soll in den kommenden Wochen verhandelt werden, wie AMC und Universal mitteilten.

Coronavirus-Krise als Entwicklungshelfer

Traditionell werden neue Filme zuerst im Kino gezeigt und stehen erst einige Monate später zum Kauf, zur Ausleihe sowie zum Streaming zur Verfügung. Dieses Zeitfenster ist in den vergangenen Jahren bereits kürzer geworden. Doch die Coronavirus-Krise beschleunigte den Wandel des Geschäfts noch einmal drastisch.

Erbitterter Streit wegen Streaming-Boom

Während Kinos geschlossen blieben, brachte Universal seinen Animationsfilm «Trolls World Tour» im Frühjahr stattdessen in den Online-Verleih. Das zahlte sich aus: In drei Wochen spielte der Film allein am US-Markt knapp 100 Millionen Dollar ein.

Der Chef von NBCUniversal, Jeff Shell, machte daraufhin eine weitreichende Ankündigung: «Wir gehen davon aus, dass wir Filme in beiden Formaten veröffentlichen werden, wenn die Filmtheater wieder öffnen.» Der Filmtheater-Betreiber AMC kündigte daraufhin an, gar keine Streifen des Studios mehr zu zeigen.

Kinos standen angesichts des Streaming-Booms bereits vor der Coronavirus-Krise unter Druck und hielten sich unter anderem dank Blockbustern wie den «Marvel»-Comic-Verfilmungen über Wasser. Universal hat potenzielle Kinohits wie die nächsten Filme der Reihen «Jurassic World», «Fast & Furious» und «Minions» in der Pipeline.

SRF 4 News, 29.7.2020, 01:00 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Huber  (Mark8691)
    Der Druck durch die aktuelle Situation muss Universal wohl veranlasst haben, einen guten Deal anzubieten. Das Fliessband muss schliesslich weiterlaufen. Der neue Bondstreifen ist diesbezüglich das beste Beispiel.
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  • Kommentar von Andy Gasser  (agasser)
    Diese alte "Verwertungskette" von Kino, Verleih, Handel, Pay-TV, Free-TV exisitiert schon lange nicht mehr. Verleih, Handel und Pay-TV gibt es nicht mehr, Free-TV ist unbedeutend geworden. Somit bleibt nur Kino und Streaming. Wieso ein Film exklusiv im Kino sein MUSS macht aber wenig Sinn. Dennoch zementieren Länder wie Frankreich solch unsinnige Verwertungsketten mit Gesetzen. Wer ein Film im Kino sehen will, tut dies auch wenn er gleichzeitig im Streaming verfügbar ist. Wer nicht, wartet.
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