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Streit um Strafzölle Nördlicher US-Nachbar schlägt zurück

  • Die neuen Sonderzölle der USA auf Stahl und Aluminium auf Importe der EU, Mexiko und Kanada sind am Freitag in Kraft getreten.
  • Kanada hat dagegen Klage bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingereicht.
  • Zuvor hatte schon die Europäische Union diesen Schritt gemacht.
Metallrollen
Legende: Die Strafzölle auf Stahl- und Aluimporte in die USA will Kanada nicht akzeptieren. Symbolbild. Keystone

Auf Stahlimporten erheben die USA neu eine Zollgebühr von 25 Prozent, auf Aluminiumimporten sind es 10 Prozent.

Wie kanadischen Medien berichten, hat sich Kanada entschieden, ebenfalls Klage gegen diese Zusatzzölle der USA bei der WTO einzureichen.

Kanadas Aussenministerin Chrystia Freeland argumentierte, die US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium seien «illegal» und stünden im Widerspruch zu den Regeln der WTO.

Kanada will Gegenzölle erheben. Die kanadische Regierung will die Gebühren auf US-Waren im Wert von 16,6 Milliarden Dollar aufschlagen. Die kanadischen Zölle sollen am 1. Juli in Kraft treten und unter anderem Joghurt, Kaffee und Waschmaschinen aus den Vereinigten Staaten treffen.

WTO bestätigt Eingang der EU-Klage

Die WTO in Genf liess verlauten, der Antrag auf Konsultationen im Rahmen eines Streitschlichtungsverfahrens sei eingegangen. Zudem will die EU zusätzliche Zölle auf eine Reihe von US-Importen erheben. Zum Eingang der Klage aus Kanada hat sich die Welthandelsorganisation noch nicht geäussert.

Japan hat noch keinen Entscheid gefällt

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Japan hat sich noch nicht entschieden, ob es der EU und Kanada folgt und bei der WTO gegen die US-Entscheidung für Importzölle auf Stahl- und Aluminiumlieferungen klagt. Dies sagte Finanzminister Taro Aso am Rande des G-7-Gipfels im kanadischen Whistler.

Aso bedauerte den Entscheid der USA und sagte, US-Finanzminister Steven Mnuchin habe sich schwergetan, die Entscheidung zu begründen. Mnunchin habe seine G-7-Kollegen vielmehr aufgefordert, sich direkt an US-Präsident Donald Trump mit ihren Klagen zu wenden. «Das ist nicht mein Ding», habe er gesagt. Laut Medienberichten sagte Aso dazu: «Ehrlich gesagt: Er hat mir leidgetan.»

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Manfred Sommer (FrediSommer)
    Vielleicht wäre zu klären in wie weit die genannten Industrien von den Staaten unterstützt werden, wie z.B. Airbus um günstigere Preise anbieten zu können. Deutsche Fahrzeuge seien in den USA billiger als in Deutschland selbst. Warum ist dies so?
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    1. Antwort von Silvio Silla (Silla)
      Warum, Herr Sommer, sind die meisten Schweizer Medikamente im Ausland viel billiger als bei uns? Viel billiger! Diese Preisdifferenzen haben wir auch. Das ist nicht nur in den Staaten so.
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  • Kommentar von Franz NANNI (igwena ndlovu)
    Bravo Canada...
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  • Kommentar von Thomas Tanneler (ipool)
    Das was Trump macht widerspricht der freien Marktwirtschaft und dem von den USA gelobten Kapitalismus. Kapitalismus wäre, wenn die amerikanische Wirtschaft ohne Staatshilfe am Markt bestehen kann. Ganz offensichtlich ist dies nicht der Fall. Nun da die meisten Staaten und die EU dies nicht einfach so hinnehmen, wird vor allem die amerikanische Wirtschaft abgestraft, nur um eine Industrie zu schützen, die eigentlich nicht mehr überlebensfähig ist.
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    1. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      Nachdem die USA im zweiten Weltkrieg die Restwelt gegen Deutschland und Japan erfolgreich hochgeruestet hat, wird die US-Wirtschaft in einem sanierten Umfeld wieder top; wenn sie wieder von globalen Spinnereien wie Freihandel mit Zwangsarbeits- und Lohndoempingwaren befreit wird. Die Globalisierung ist nicht vom Himmel gefallen, sondern wurde von deren Profiteuren organisiert. Man kann sie auch wieder ausknipsen, insbesondere wenn die staerkste Macht dabei pfadet....
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