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Wirtschaft Sulzer in Fusions-Gesprächen

Der Schweizer Industriekonzern Sulzer verhandelt mit dem amerikanischen Maschinenbau-Unternehmen Dresser-Rand über eine mögliche Fusion. Laut Quellen sollen die Gespräche weit fortgeschritten und eine baldige Fusionsverkündung in Sicht sein.

Gebäude der Sulzer
Legende: Laut mehreren Quellen könne die Fusion zwischen Sulzer und Dresser-Rand bereits im Oktober angekündigt werden. Keystone

Der Konzern befände sich in «nicht-exklusiven Gesprächen» mit Dresser-Rand, bestätigte Sulzer. «Es kann nicht garantiert werden, dass die Gespräche zu einer Transaktion führen.» Sulzer beabsichtige nicht, Näheres zu kommentieren, bis eine Vereinbarung getroffen werde. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa wollte sich Dresser-Rand nicht zu den Gesprächen äussern.

Unter Berufung auf mehrere Quellen berichtete die «Handelszeitung» detaillierter über die geplante Milliardenfusion. Demnach seien die Verhandlungen offenbar weit fortgeschritten. Bereits im Oktober soll die Fusion angekündigt werden. Der Abschluss soll im ersten Quartal 2015 erfolgen – falls die Prüfung der Bücher überraschungsfrei vonstatten geht. Auf Sulzer-Seite würden die Einsparungen durch Synergien auf 150 Millionen Franken veranschlagt.

Dem Bericht nach steht auch eine Personalie schon fest: Der neue Verwaltungsratspräsident des geplanten Industriegiganten soll Sulzer-Präsident und Ex-Siemens-Chef Peter Löscher werden. In vergangenen Monaten war in den Medien wiederum von einer Übernahme von Dresser-Rand durch Siemens die Rede. Auch der Münchner Industriekonzern soll am amerikanischen Unternehmen interessiert gewesen sein.

4 Kommentare

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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Wer die Hardware aus den Händen gibt , wird bald auch die Software verlieren , warum müssen wir wieder für die USA Entwicklungshelfer sein ? Wo ist der einst weltbeste CH -Maschinenbau geblieben ? Diese Herren werden nach 100 Jahren Aufstieg des Schweizer Maschinenbau nach und nach für ein Butterbrot das wertvolle Know - how verscherbeln . Denn die USA hat erkannt , dass mit reinem Konsum keine Weltmacht zu erhalten ist - wie dumm muss man sein so einen Trumpf aus der Hand zu geben ? NzFass!
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Wenn die beiden von Sulzerr gebauten Vierwaldstättersee-Dampfschiffen "Schiller " und "Uri" wüssten, was mit ihrer Geburtsstätte nun geschehen soll, würden sie wohl einen demonstrativen, ohrenbetäubenden Mordspfiff loslassen. Und - wie hiesse eigentlich der neue Gigant????????????
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    1. Antwort von W. Pip, Züri
      Fluffebo, Rapunsix oder ähnlich? Irgend ein Kunst-Murks halt. Was anderes fällt Managern nicht ein.
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  • Kommentar von Alex Kramer, ZH
    Das ist das Ende von SULZER. Wenn an sich zuerst Finanz-Manager ins Boot holt, welche nur abbauen und sich danach andere Manager ins Böötchen holt, die nichts mehr damit anfangen können. Adieu, Schweizer Industriekultur. Ihr habt es nicht anders gewollt, sprich gekonnt.
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