Zum Inhalt springen

Wirtschaft Swatch mit Gewinneinbruch im 1. Halbjahr

Die Geschäfte bei sind bei Swatch im ersten Halbjahr schlecht verlaufen. Der Gewinn brach um satte 52 Prozent und der Umsatz um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Grund sind rückgängige Touristenzahlen in Europa.

Nick Hayek vor einem Swatch Logo.
Legende: Der Chef der Swatch Group, Nick Hayek, hat im Moment nichts zu lachen. Keystone / Archiv

Es ist ein Schrecken mit Ankündigung: Der Gewinn der Swatch Group brach im Vergleich zur Vorjahresperiode um 52 Prozent auf noch 263 Millionen Franken ein, wie Swatch mitteilte. Der Betriebsgewinn lag mit 353 Millionen Franken 54 Prozent unter dem Niveau vom letzten Jahr. Der Umsatz betrug 3,7 Milliarden Franken, ein Minus von 11 Prozent.

Swatch hatte bereits vergangenen Freitag vor dem Ergebniseinbruch gewarnt. Betriebs- und Konzerngewinnen würden um 50 bis 60 Prozent zurückgehen, der Umsatz um 12 Prozent, hiess es damals.

Kein Stellenabbau trotz Verkaufsrückgang

Das Unternehmen leidet unter einem Rückgang der Touristenzahlen in Europa nach den Attentaten in Frankreich und Brüssel. Dadurch werden weniger Uhren verkauft. Allerdings ist der Verkaufsrückgang nicht die einzige Ursache für die schwachen Zahlen.

Ein Grund sei auch, dass man die Mitarbeiter weiter beschäftige, obwohl zahlreiche Bestellungen annulliert worden seien, hiess es in der Mitteilung. Gemäss der Tradition und Philosophie der Swatch Gruppe betrachte man die Mitarbeiter nicht als blossen Kostenfaktor. Damit will der Konzern das Know-how an Bord halten.

Bereits an der Generalversammlung im Mai hatte Verwaltungsratspräsidentin Nayla Hayek gesagt, dass auch in Krisenzeiten ein Stellenabbau bei Swatch kein Thema sei. Dies war ein Seitenhieb auf die Genfer Konkurrentin Richemont, die bis Ende April in der Schweiz rund 500 Stellen abbaute. Das sind ungefähr 5 Prozent der Belegschaft.

3 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Swatch ist trotz allem eine stolze und standfeste Gruppe. Es kann nicht immer nur aufwärts gehen, das wissen auch die "Besitzer". Genau dahin sollten sich in Zukunft alle Unternehmen entwickeln. Einmal etwas Gewinn, das nächste mal etwas Verlust. Wer damit umgehen kann, schaut in eine rosige realistische Zukunft. Auch in einer Familie braucht es nicht immer mehr und mehr.... Man spart wenn es einem gut geht für die Zeit wenn es mehr braucht!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Andreas Hildbrand (AH)
      Wenn ich ergänzen darf. Es ist ja kein Verlust sondern weniger Gewinn und der beträgt ja immer noch 353 Millionen!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    "in Krisenzeiten Stellenabbau kein Thema" Hoffentlich wird dies mit einer baldigen Erholung des Umsatzes belohnt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen