Swatch muss Konkurrenz weiter umfangreich beliefern

Der Uhrenkonzern kann die Lieferung von Uhrwerken reduzieren. Andere wichtige Komponenten darf die sie der Konkurrenz aber nicht vorenthalten.

Ein Uhrwerk der Marke Bulgari. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auch Bulgari bezieht Komponenten für die innere Mechanik ihrer Uhren von Swatch. Keystone

Der weltgrösste Uhrenkonzern will den Verkauf von Schlüsselkomponenten an die Konkurrenz einschränken. Mit andern Worten, jene Teile, ohne die keine mechanische Uhr tickt (Uhrwerk, Unruhspirale und Hemmung) will Swatch nicht mehr oder sehr reduziert an die Konkurrenz veräussern. Dem stimmte die Weko ursprünglich zu. Nun macht sie einen Rückzieher.

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Viele grossen Marken verwenden unter dem Ziffernblatt die Technik der Swatch. Die Marken rechnen in der mittleren Preisklasse mit 50 bis 100 Prozent höheren Kosten, wenn sie die Komponenten bei einer der wenigen Konkurrenzfirmen kaufen müssten.

Die Weko ist zwar damit einverstanden, dass Swatch die Lieferung von mechanischen Uhrwerken stufenweise reduzieren kann, hält dies aber bei Unruhspirale und Hemmung für verfrüht.

Die Weko macht die «Marktverhältnisse sowie die unsichere weitere Entwicklung in diesem Bereich» geltend.

Swatch-Chef Nick Hayek ist enttäuscht: Es sei erstaunlich wie wenig Interesse die Schweizer Uhrenindustrie seit Jahren zeige, Neues zu schaffen oder unabhängiger von Swatch Group zu werden.