Zum Inhalt springen

Wirtschaft Swatch muss Konkurrenz weiter umfangreich beliefern

Der Uhrenkonzern kann die Lieferung von Uhrwerken reduzieren. Andere wichtige Komponenten darf die sie der Konkurrenz aber nicht vorenthalten.

Ein Uhrwerk der Marke Bulgari.
Legende: Auch Bulgari bezieht Komponenten für die innere Mechanik ihrer Uhren von Swatch. Keystone

Der weltgrösste Uhrenkonzern will den Verkauf von Schlüsselkomponenten an die Konkurrenz einschränken. Mit andern Worten, jene Teile, ohne die keine mechanische Uhr tickt (Uhrwerk, Unruhspirale und Hemmung) will Swatch nicht mehr oder sehr reduziert an die Konkurrenz veräussern. Dem stimmte die Weko ursprünglich zu. Nun macht sie einen Rückzieher.

Die Weko ist zwar damit einverstanden, dass Swatch die Lieferung von mechanischen Uhrwerken stufenweise reduzieren kann, hält dies aber bei Unruhspirale und Hemmung für verfrüht.

Die Weko macht die «Marktverhältnisse sowie die unsichere weitere Entwicklung in diesem Bereich» geltend.

Swatch-Chef Nick Hayek ist enttäuscht: Es sei erstaunlich wie wenig Interesse die Schweizer Uhrenindustrie seit Jahren zeige, Neues zu schaffen oder unabhängiger von Swatch Group zu werden.

3 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Es gibt auch in der freien Marktwirtschaft gewisse Regeln. In den USA zum Beispiel darf ein 'Hersteller' einen 'Kunden' nicht einfach 'nicht mehr' mit einem bislang angebotenen Produkt beliefern, wenn der Kunde dem Lieferanten keinen fundamentalen Anlass dazu gibt, also z.B. Rechnungen nicht bezahlt. Hat etwas mit dem ANTI-TRUST Gesetz zu tun. Die Kartell-Komission in der Schweiz hat teilweise ähnliche Gesetze zur Hand, um die übermässige 'Ausnützung' von 'Monopolpositionen' zu 'verhindern'.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Mit dem Markennamen "Swatch" wurde eben eine unüberbietbares Imperium geschaffen. Da kann man nun eben nicht mehr so leicht mithalten. (nothing compares!)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von h. anni, zürich
    Kann mir jemand erklären, wieso es einem privaten Konzern nicht erlaubt ist, zu verkaufen, oder eben NICHT zu verkaufen, was er will? Ich verstehe da nur Bahnhof.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen