Swissmem-Chef: Löhne einfrieren

Die Löhne der Arbeitnehmer hierzulande sollten über Jahre auf dem derzeitigen Niveau stagnieren. Sonst gehe die Konkurrenzfähigkeit gegenüber Firmen aus dem Ausland noch weiter verloren, meint Swissmem-Präsident Hans Hess.

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Bildlegende: Mit Blick auf den Konkurrenzdruck fordert Swissmem-Chef Hess ein stabiles Lohnniveau über Jahre. Keystone

Swissmem-Präsident Hans Hess spricht sich angesichts des internationalen Wettbewerbs gegen höhere Löhne in der Schweiz aus. «Wir sollten die Löhne auf dem heutigen Niveau halten», sagte Hess gegenüber der «Schweiz am Sonntag».

Angriffe ausländischer Konkurrenten

Der Konkurrenzdruck ausländischer Firmen mache dies notwendig, sagt der Chef des Verbandes der Schweizerischen Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie weiter. «Unsere Preise und Löhne dürfen gegenüber dem Ausland nicht noch mehr zunehmen», fügt Hess hinzu.

Ansonsten griffen ausländische Konkurrenten die Firmen und Jobs in der Schweiz noch härter an. Hess lehnt aber auch tiefere Löhne ab, weil dies für niedrigere Lohnklassen aus seiner Sicht nicht zumutbar wäre.

«  Ich versuche, unseren Sozialpartnern diese Strategie zu erklären »

Hans Hess
Swissmem-Präsident

Die Inflation sollte Hess' Ansicht nach ebenfalls stabil bleiben. Diese Stabilität bei Löhnen und Preise «sollten wir einige Jahre diszipliniert durchhalten, damit unsere Lohnkosten international wieder wettbewerbsfähig werden.»

Falls die Lohnkosten in China und Osteuropa weiter stiegen, werde so die Differenz zur Schweiz rasch deutlich kleiner. So könne die Schweiz «ohne Einschnitt» konkurrenzfähig werden bei den Löhnen und damit Jobs sichern. «Ich versuche, unseren Sozialpartnern diese Strategie zu erklären», fügt Hess hinzu.