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Wirtschaft Syngenta-Aktie bricht ein

Will ChemChina den Schweizer Pflanzenschutzkonzern doch nicht übernehmen? Zumindest verzichtet ChemChina vorläufig auf Zugeständnisse bei Kartellwächtern. Die Aktie von Syngenta ist zwischenzeitlich um 8 Prozent gefallen.

Gebäude, das mit Syngenta und chinesischen Buchstaben angeschrieben ist.
Legende: Seit März ist offiziell, dass ChemChina das Schweizer Unternehmen Syngenta übernehmen möchte. Jetzt kommen Zweifel auf. Reuters
Nach dem morgendlichen Tiefflug verbucht die Syngenta-Aktie derzeit ein Minus von XY Prozent.
Legende: Nach dem morgendlichen Tiefflug verbucht die Syngenta-Aktie derzeit ein Minus von 5,6 Prozent. swissquote

Der chinesische Chemieriese ChemChina verzichtet auf Zugeständnisse, um die Bedenken von EU-Wettbewerbshütern bei der Übernahme des Schweizer Pflanzenschutzkonzerns Syngenta zu zerstreuen.

Nun kann die EU-Wettbewerbsbehörde die Transaktion entweder ohne Auflagen durchwinken oder aber eine vertiefte Untersuchung einleiten.

Die Syngenta-Aktien fielen um 10.20 Uhr bei klar überdurchschnittlichen Volumen um 8,3 Prozent auf 386,80 Franken zurück.

Sorge der Anleger gewachsen

Zwischenzeitlich stieg das Papier wieder an, am frühen Nachmittag wird die Aktie aber dennoch mit einem Minus von 5,6 Prozent gehandelt. Mit der Nachricht sei die Sorge gewachsen, dass die Syngenta-Übernahme scheitern könnte, hiess es.

ChemChina hatte im März das offizielle Kaufangebot vorgelegt und bietet 465 Dollar in bar je Syngenta-Namensaktie. Bereits Mitte August hatte der Ausschuss für ausländische Investitionen in den USA (CFIUS) den Deal freigegeben.

Die Syngenta-Aktien waren daraufhin um 10 Prozent in den Bereich von 420 Franken nach oben geschossen, in welchem sie sich bis am Freitag bewegt hatten.

SMI unter 8000 Punkten

Der Schweizer Leitindex SMI steht unter Druck: Weil nebst der Syngenta-Aktie auch die Papiere der Pharmaschwergewichte schwächeln, fällt er am Montag Nachmittag unter die 8000-Punkte-Marke. Diesen Wert hat er letztmals im Sommer unterschritten.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von K. Räschter (K. Räschter)
    Finde es gut, dass Syngenta nicht in die Hände des Chinesischen Staates fällt. Denn ChemChina gehört ja dem Staat China. Denn mit der Zeit würden alle Arbeitsplätze nach China übergehen und die Produktions-Kontrollen dadurch auch immer schwieriger werden. Syngenta hat es ja heute schon schwierig mit den Kontrollen ihrer Produkte.
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  • Kommentar von Walter Schwarb (Schwarb Walter)
    Na, Schneider-Ammann, immer noch überzegt, dass es eine gute Sache ist, Schweizer Firmen an die Chinesen zu verschachern?
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    1. Antwort von Dietmar Logoz (Universaldilettant)
      Wird ein Unternehmen an eine chinesische Firma verkauft so ist es verstaatlicht, durch China. Xi Jinping hat erst kürzlich wieder mal klar gemacht, dass die Parteizentrale das letzte Wort auch in wirtschaftlichen Fragen hat. Weshalb können Verfechter der "freien Marktwirtschaft" solche Verkäufe zulassen? Vielleicht wegen des kurzfristigen Profits?
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