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Wirtschaft Syngenta gibt den Widerstand auf

Lange hatte der Schweizer Agrochemie-Konzern Syngenta Übernahmeangebote von anderen Firmen zurückgewiesen. Ein Blick zurück.

Während mehrerer Jahre hat der Schweizer Agrochemie-Konzern Syngenta Kaufangebote von anderen Firmen abgelehnt. Am Ende beugte sich der Vorstand aber dem Druck der Aktionäre, die dadurch mehr Wachstum und höhere Erlöse erwarten.

Stationen der Entwicklung:

8. Mai 2015: Der US-Konzern Monsanto schlägt Syngenta zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren die Übernahme vor und bietet 449 Franken pro Syngenta-Aktie. Syngenta lehnt jedoch erneut ab: Der Preis sei zu niedrig, die Risiken seien zu gross.

Juni 2015: Gerüchteweise soll der Chemieriese BASF Interesse bekundet haben. Monsanto erhöht sein Angebot, Syngenta bleibt beim «Nein».

26. August 2015: Monsanto gibt die Übernahmepläne auf, der Kurs der Syngenta-Aktie bricht daraufhin ein.

17. Oktober 2015: Eine Gruppe von Anteilseignern fordert eine umfassende Überprüfung der Syngenta-Strategie. Das Management habe «Chancen zur Verbesserung der Wertschöpfung» verpasst.

21. Oktober 2015: Syngenta-Chef Mike Mack tritt zurück.

13. November 2015: Chemchina kommt ins Spiel, es gibt Gerüchte über ein Angebot von 449 Franken je Aktie – so viel wie einst das Angebot von Monsanto. Der Aktienkurs steigt um teils mehr als 10 Prozent.

11. Dezember 2015: Die US-Chemieriesen Dupont und Dow Chemical geben ihre Fusion bekannt, der Konsolidierungsdruck in der Branche steigt.

22. Dezember 2015: Syngenta-Verwaltungsratschef Michel Demaré sagt, man führe Gespräche mit Chemchina, Monsanto und weiteren Konzernen.

3. Februar 2016: Syngenta und Chemchina verkünden den Übernahmeplan. Der Syngenta-Verwaltungsrat empfiehlt den Aktionären die Annahme.

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