Syngenta: Tiefe Rohstoffpreise trüben Halbjahresergebnis

Der Agrochemiekonzern hat im ersten Semester 2016 deutlich weniger umgesetzt und verdient. Schuld seien der starke Dollar und die niedrigen Rohstoffpreise. Die Übernahme von Syngenta durch ChemChina soll bis Ende Jahr abgeschlossen sein, schreibt der Konzern in einer Mitteilung.

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Bildlegende: Das Werk in Monthey (VS) ist einer der wichtigsten Produktionsstandorte von Syngenta. Keystone

Der Agrarchemiekonzern Syngenta hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres weniger Umsatz und Gewinn erzielt. Die Einnahmen gingen um 7 Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar zurück. Der Reingewinn sank um 13 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar.

Mit der vorgelegten Halbjahresbilanz hat der Konzern mit Sitz in Basel die Markterwartungen nicht erfüllen können.

Wie Syngenta in einer Mitteilung schreibt, sieht sich das Unternehmen mit schwierigen Marktanforderungen konfrontiert – etwa mit niedrigen Rohstoffpreisen sowie einem starken Dollar.

Absicherung gegen den Brexit

Auch zum Brexit-Beschluss bezog das Unternehmen mit Sitz in Basel Stellung – verfügt es doch über grosse Standorte in Grossbritannien. Das durch das Pfund bedingte Risiko für das Ergebnis 2016 werde aber «grösstenteils» durch Absicherungsgeschäfte abgedeckt.

Was die Übernahme von Syngenta durch ChemChina betrifft, zeigt sich der Agrochemiekonzern zuversichtlich: Man führe konstruktive Gespräche mit allen Regulierungsbehörden. Demnach soll die Transaktion bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • USA nehmen Syngenta-Deal unter die Lupe

    Aus Tagesschau vom 17.5.2016

    Die US-Landwirtschaftsbehörde will die geplante Übernahme des Basler Agrokonzerns Syngenta durch ChemChina überprüfen. Ziel ist, die Auswirkungen der Übernahme auf die heimische Lebensmittelsicherheit zu beurteilen.