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Telekommunikations-Anbieter Sunrise-UPC führt massiven Stellenabbau durch

  • Die Zusammenlegung von Sunrise und der Kabelnetzbetreiberin UPC schlägt aufs Personal durch.
  • Der zweitgrösste Telekomkonzern plant einen grossen Stellenabbau. Es geht um hunderte Stellen.

Betroffen davon werden «deutlich weniger als 30 Prozent» der heutigen Mitarbeitenden sein, wie Sunrise-UPC mitteilte. Laut den letzten verfügbaren Zahlen hatte Sunrise Ende September über 1'700 Vollzeitstellen, während es bei UPC mehr als 1'500 Mitarbeitende waren. Das genaue Ausmass des Einschnitts werde später bekannt gegeben, heisst es weiter. Grund für den Stellenabbau seien Doppelspurigkeiten, sagt Konzernchef André Krause zur Nachrichtenagentur AWP.

Abbau im Backoffice und bei Führungspositionen

Derzeit werde die neue Organisationsstruktur erarbeitet und die Selektion für die Führungsebenen vorgenommen. «Dieser Prozess wird voraussichtlich einen Stellenabbau zur Folge haben und bis im April dauern. Danach wird die konkrete Grössenordnung des gesamten Stellenabbaus bis zum Abschluss der Integration bekannt sein», schreibt Sunrise-UPC. Das Konsultationsverfahren wurde eingeleitet.

Frühpensionierungen und Weiterbildungen – der Sozialplan

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Für die Betroffenen gibt es einen Sozialplan, den das Unternehmen mit den beiden Personalvertretungen und der Gewerkschaft Syndicom ausgehandelt hat. «Damit ist sichergestellt, dass die betroffenen Mitarbeitenden nicht nur finanziell unterstützt werden», erklärt Konzernchef Krause gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. So gebe es Übergangsregelungen für Mitarbeiter über 58, die in die Frühpensionierung gingen, Qualifizierungsmassnahmen oder einen Härtefallfonds.

Für diese individuelle Überbrückungsmassnahmen stelle Sunrise-UPC 2.5 Millionen Franken bereit. Zudem würden Entlassene bei der Suche nach einem neuen Job von einem Outplacement-Programm professionell unterstützt.

Der Abbau finde vor allem in den Backoffice-Funktionen und auf den Führungsebenen statt. Sunrise-UPC habe gut 600 Führungskräfte, sagt Konzernchef Krause. Das seien zu viele Manager. Dagegen seien die kundennahen Bereiche weniger von den Einschnitten betroffen. So sei es nicht geplant, Läden zu schliessen. Sunrise habe 95 Shops, UPC rund ein Dutzend. Es gebe nur einzelne Überschneidungen.

Spätestens Ende Juni will Sunrise-UPC für den Grossteil der Mitarbeitenden eine klare Perspektive hinsichtlich ihrer Funktion im kombinierten Unternehmen aufzeigen können. «Der gesamte Integrationsprozess wird, wie bei solchen Zusammenschlüssen üblich, mehrere Jahre dauern», schreibt der Telekomkonzern.

SRF 4 News, 21.01.2021, 11.30 Uhr;

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Hans H. Hirt  (AndromedaAxiomis)
    Für Alle die hier Reklamieren. Man will doch günstige Abos, man will doch gesunden Wettbewerb. Swisscom hat sonst keine Konkurenz. Und sonst kommt da bei uns keine Bewegung im Abophochpreismarkt Schweiz.
    Zudem ist es logisch, dass bei einer Fusion stellen doppelt vorhanden sind und dementsprechend gestrichen werden müssen.
    Also freuen wir uns endlich mal auf einen gesunden Wettbewerb der Telecombranche.
    1. Antwort von Samuel Nogler  (semi-arid)
      Viele wechseln aus anderen Gründen. So wechselte ich vor einigen Jahren von Swisscom zu UPC weil:
      - Kein Empfang an Zweitwohnsitz
      - Überlastung des Handy-Internetnetzes während jeder Sportveranstaltung in meiner Stadt, oder auch schon wenn auf der benachbarten Autobahn Stau war.
      - Werbungsschaltungen in E-Mail-Plattform (Teilweise unter der Gürtellinie)
      und grösstes Problem: Trotz mehrfache Anfrage per E-Mail wegen obigen Problemen, kam nie eine Antwort.
    2. Antwort von Ruedi Birchler  (rubi)
      Da wäre ich mir nicht so sicher. Die beiden Grossen können gut mit dem halben Markt und den gleichen Preisen leben.
  • Kommentar von Benedikt Rosenberg  (Amadeus)
    So lange es Führungspersonen betrifft ist der Schaden meiner Meinung nach nicht so gross. Hat in den Firmen und öffentlicher Verwaltung eh viel zu viele davon. Vielleicht bleibt so ein wenig mehr Geld für die Reinigungskraft übrig.
  • Kommentar von Werner Gürr  (FrMu)
    "Betroffen davon werden «deutlich weniger als 30 Prozent»". Seltsame Formulierung. Deutlich? Was heisst das? 1%, 10%, 30%? Für mich wäre "deutlich" ein Drittel. Weshalb schreibt man dann nicht 'um die 20%'? Die 30% scheint mir darauf hinzudeuten, dass man schlussendlich 25-29,9% der Angestellte kündigen wird. Somit wieder ein Sieg des vielgelobten, angebeteten Neoliberalismus. Die Halter von Aktien freuts, ein Konkurrent ausgeschaltet, für die Arbeitslosen gibts den Staat/RAV. Alles bestens.
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Werner Gürr: Das hat nichts mit Neoliberalismus zu tun, sondern mit normaler Betriebswirtschaft. Telekomfirmen können nur wachsen, wenn sie grösser werden, um die sehr hohen Fixkosten auf mehr Kunde verteilen zu können. Wollen wir das nicht, dann müsste die Wettbewerbskommission solche Zusammenschlüsse verbieten. Mit vielen kleinen Betriebe sind die Durchschnittskosten, und folglich auch die Kundenpreise, höher. Man könnte auch die Geschichte zurückdrehen und Swisscom wieder monopolisieren.