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Fleischbranche ist trotz Pandemie mit den Verkaufszahlen zufrieden
Aus SRF 4 News aktuell vom 12.08.2021.
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Top und Flop auf Fleischmarkt Entrecôte im Preishoch – Corona wirbelt Fleischkonsum durch

Die Corona-Pandemie hat den Fleischmarkt heftig durcheinander gewirbelt: Schlagartig war viel zu viel Fleisch vorhanden, weil die Restaurants wegen der Pandemie schliessen mussten. Trotz allem ist die Fleischbranche bislang insgesamt gut durch die Pandemie gekommen. Das zeigt sich auch in den jüngsten Geschäftszahlen des Fleischverarbeiters Bell.

Bell macht mehr Gewinn im ersten Halbjahr

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Nach dem Gegenwind durch die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr hat Bell im ersten Halbjahr 2021 auf allen Ebenen zugelegt. Der Fleischverarbeiter konnte Umsatz und Gewinn steigern.

Der Umsatz wuchs um 3.1 Prozent auf 2.02 Milliarden Franken, wie das zu Coop gehörende Unternehmen in einem Communiqué bekanntgab. Der Betriebsgewinn EBIT verbesserte sich um 8.9 Prozent auf 64.7 Millionen Franken.

Dabei erhielt Bell Rückenwind von der Entwicklung der Fremdwährungen, die im Vorjahr noch für ein Minus gesorgt hatten. Unter dem Strich erzielte das Unternehmen einen Reingewinn von 50.0 Millionen Franken nach 34.9 Millionen vor einem Jahr. Damit hat Bell die Analystenerwartungen der ZKB und von Research Partners beim Umsatz und Reingewinn übertroffen.

«Der Ladenverkauf war top, aber Verkäufe für die Gastronomie und Ausserhaus-Verpflegung waren in vielen Bereichen eher flop», betont der Direktor des Schweizerischen Fleisch-Fachverbandes, Ruedi Hadorn. Denn die Restaurants waren zweimal für mehrere Wochen geschlossen. Das führte kurzfristig zu einem Überangebot an Fleisch.

Ein Teil davon wurde umgehend eingefroren und später schrittweise verkauft. Trotzdem sind die Fleischpreise insgesamt nicht eingebrochen – im Gegenteil: Der Appetit auf Rindfleisch, Wurstwaren und Poulet ist während der Pandemie merklich gestiegen, sodass die Fleischproduzenten von einer guten Marktsituation sprechen. Am deutlichsten zeigt sich das bei edlen Fleischstücken. Das Entrecôte hat seine Höchststände erreicht und kostet inzwischen fast 80 Franken pro Kilo – so viel wie noch nie.

Nasser Sommer könnte Situation trüben

Der Branche entgegengekommen sind auch die zeitweise geschlossenen Grenzen. Denn die Schweizer Bevölkerung hat im Detailhandel eifrig zugegriffen, wie Hadorn weiter erklärt: «Es hat vorübergehend vergleichsweise zu hohen, teilweise sehr guten Umsätzen geführt. Als dann die Grenzen wieder aufgingen, wurde mir von Mitgliedern berichtet, dass man das innerhalb von Stunden sehr gut gemerkt hätte, dass die Leute wieder über die Grenze zum Einkaufen gegangen sind.» 

Inzwischen finden in der Schweiz wieder mehr Anlässe statt, bei denen Bratwurst, Geschnetzeltes und Spiesschen konsumiert werden: Konzerte, Hochzeiten oder Vereinsanlässe sind ebenfalls wichtige Verkaufskanäle für die Fleischbranche. Getrübt wird deren Situation einzig durch den nassen Sommer, der bislang kaum zum Grillieren eingeladen hat.

 

SRF 4 News, 12.08.2021, 08:00 Uhr

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57 Kommentare

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  • Kommentar von Steven Baumgartl  (Steven B.)
    Ich möchte nur sagen, dass jeder wer möchte ganz genau wissen könnte, woher sein Fleisch stammt und was es für Futter bekommt. Sehen Sie, in der Aglo Bern gibt es vermehrt Bauern die den Direktvertrieb anbieten, es gibt Metzger die mit den Bauern zusammen geschäften und das Fleisch so deklarieren, dass Bürger der Region erkennen, dass es vom "Hausberg" Rindern stammt. Ein wenig genauer hinschauen und es bewusst zu machen, würde uns sicher schon weiterhelfen.
  • Kommentar von adrian christen  (adrian christen)
    @ ben dover: das sind nur ausreden, damit man beim konsum von tierischen produkten kein schlechtes gewissen haben muss, aber das was sie da schreiben hat mit der realität rein gar nichts zu tun! das futtermittel für die tiere wird entweder auf flächen produziert wo auch nahrungsmittel für die menschen produziert werden könnte oder es wird urwald gerodet. für die fleischproduktion brauch es 10x mehr wasser als für hülsenfrüchte, ein bruchteil von der landfläche, 5x weniger CO2, etc. etc. etc.
    1. Antwort von Andy Gasser  (agasser)
      Nicht ganz korrekt. 1/3 der weltweiten Ackerfläche eignet sich nicht für den Anbau von Getreide oder Gemüse sondern nur zur Viehhaltung. Diese Fläche alleine deckt zwar nicht den Fleischbedarf, kann aber für Milch und Fleischerzeugung aich weiter genutzt werden.
  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    Nachtrag: wir hier essen übrigens NIE Importfleisch. Stammt alles aus den beiden örtlichen Coops, der Migros und dem Denner - gelegentlich auch aus dem örtlichen Lidl. Wir haben die unfähigste Gemeindeverwaltung der zivilisierten Welt, aber die Bevölkerung ist punkto "Klimaschutz" 1A+!....;-))
    1. Antwort von Bernhard Zwahlen  (B.Zwahlen)
      In meinem örtlichen Coop und der örtlichen Migros gibt es viel Importfleisch. Klar kann man auch schweizerfleisch in diesen Läden einkaufen, aber alleine in den örtlichen Läden einzukaufen löst die Thematik mit dem Importfleisch nicht.
      (Herkunft des Fleisches steht auf der Verpackung...)
      Ach ja und bei dieser Angabe steht leider -noch- nicht, woher das Futter für die Tiere gekommen ist.