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Ferienwohnungen erleben Boom
Aus Tagesschau vom 05.12.2020.
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Tourismus Ferienwohnungen sind auch im Winter gefragt

Während Hotels in Berggebieten über ausbleibende Gäste klagen, boomen Ferienwohnungen trotz Corona.

Corona-Einschränkungen für Seilbahnen hin oder her: Schweizerinnen und Schweizer zieht es dem Vernehmen nach auch diesen Winter in die Berge. Übernachten werden viele aber nicht in Hotels, sondern in Chalets und Ferienwohnungen.

Darauf weisen zum Beispiel die Buchungszahlen von e-Domizil hin, der nach eigenen Angaben grösste Vermittler von Ferienwohnungen in der Schweiz. Daniel Koller, der das Schweizer Geschäft von e-Domizil leitet, verzeichnet schon jetzt ein Buchungs-Plus von 20 Prozent über die ganze Wintersaison – und das, obwohl im Moment fast nur Schweizer Gäste Ferien buchten.

Ferien in den Bergen statt am Südseestrand

«Normalerweise sind 20 Prozent der Feriengäste in der Schweiz Ausländer, die fallen faktisch komplett weg», so Koller. Profitieren können die Vermieter von Ferienwohnungen aber von den daheimgebliebenen Schweizerinnen und Schweizern. «Es gibt ganz viele Gäste, die wären ins Ausland gefahren, können aber nicht und verbringen die Ferien jetzt in der Schweiz», so Koller.

Weniger rosig ist die Situation der Hotels. Einer aktuellen Umfrage des Branchenverbands Hotellerie Suisse zufolge rechnen 76 Prozent der Hotels in Berggebieten mit einem schlechteren Geschäft als im Vorjahr. Damit setzt sich im Winter ein Trend fort, der auch schon im Sommer und im Herbst sichtbar war.

Während Hotels zu den Corona-Verlierern zählen, gehören Ferienwohnungen zu den Corona-Gewinnern. Nahmen Hotelübernachtungen im dritten Quartal um fast ein Drittel auf rund 9,2 Millionen Übernachtungen gegenüber dem Vorjahr ab, verbuchten Ferienwohnungen mit 2,6 Mio. Logiernächten im gleichen Zeitraum ein Plus von fast 20 Prozent gegenüber 2019 – Tendenz steigend.

Nicht überall läuft es gleich gut

Auch in Davos sind Ferienwohnungen momentan mehr gefragt als Hotelzimmer, aber von einem Boom ist man weit entfernt. «Im Moment sind wir bei den Ferienwohnungen etwa 30 Prozent im Hintertreffen gegenüber dem Vorjahr, bei den Hotels 50 Prozent», schätzt Reto Branschi, Direktor von Davos Klosters Tourismus.

Der Grund laut Branschi: Davos sei besonders von ausländischen Gästen abhängig. Deshalb treffen Reiseeinschränkungen den Ort besonders hart. Noch können Schweizer Gäste hier die fehlenden Besucher aus dem Ausland nicht aufwiegen, auch nicht in den Ferienwohnungen.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Joao Müller  (medstud)
    Habe eine Ferienwohnung in Tromso, Norwegen gemietet. 450Fr für 12 Nächte. Die einzige freie Ferienwohnung unter 1000. Bei denen ist fast alles über die Festtage ausgebucht. Die Schweizer Coronapolitik treibt mich weg. Kann gut sein, dass ich dort meine Assizeit ableisten werden und die Schweiz ein weiterer Mediziner an die Skandinavier verliert. Besserer Lohn, schöner, Polarlicht und man hat das Recht alle 10 Jahren den Vor und Nachnamen zu ändern.
    1. Antwort von christian drack  (Chregel)
      Naja, sichere eine schöne Gegend, aber braucht ein bisschen lang bis das Wasser im See warm ist zum Baden. Ganz schlecht ich dich weiter Corona Politik nicht, aber man sollte endlich die Hände desinfizieren bevor man Einkaufswagen berührt!
    2. Antwort von Josef Kreuzer  (Claudandus)
      Alles Gute wünsche ich Ihnen. Ich finde Ihr Verhalten hoch Anständig. Sie geben dem Land welches Ihnen ein Studium ermöglicht und ziemlich sicher auch mitfinanziert hat so enorm viel zurück. Lassen Sie wieder mal von sich hören und bleiben Sie.
      Gesund, versteht sich.
    3. Antwort von Cora Francis  (Cora)
      Norwegen ist bestimmt schön, mir wäre es aber zu kalt und zu dunkel...

      Arbeitsmigration unter Medizinern ist verbreitet... ihr Platz wird befüllt mit einem Deutschen, dessen Platz mit einem Tschechen, dessen Platz etc und in die ärmsten Länder gehen dann wieder Ärzte aus reicheren Ländern, als Entwicklungshilfe...
  • Kommentar von christian drack  (Chregel)
    Es ist 22:30 Uhr und die Themen von 10 vor 10 Uhr sind hier nicht publiziert? Warum? Somit gibt es dazu auch keine Kommentarfunktion ☹was soll das SRF¿_?
    1. Antwort von SRF News  (SRF) (SRF)
      @christian drack Die Sendung «10vor10» wird seit dem Jahr 1990 von montags bis freitags gesendet. Beste Grüsse, SRF News
    2. Antwort von christian drack  (Chregel)
      Mag sein, aber das was ich gesehen habe, hat ausgesehen wie ein verspätetes zehn vor zehn
    3. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      @Chregel. Vor dem Reklamieren wäre es eventuell sinnvoll, sich etwas intensiver mit dem Programm von SRF auseinander zu setzen. Das hilft allgemein.
  • Kommentar von Esther Jordi  (Esther Jordi)
    Könnte sein, dass Ferienwohnungen nicht trotz, sondern wegen Corona boomen.