Trotz Einkaufstourismus: Migros-Umsatz auf Vorjahres-Niveau

Die Migros-Gruppe kann ihren Umsatz halten. Im letzten Jahr stieg der Umsatz um 0,1 Prozent auf 27,4 Milliarden Franken – trotz Frankenstärke und Einkaufstourismus. Im Detailhandel ist die Entwicklung erfreulich. Sinkende Benzin- und Heizölpreise hätten den Gesamtumsatz der Gruppe jedoch gedrückt.

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Migros expandiert in Gesundheitsbranche

3:13 min, aus 10vor10 vom 15.1.2016
Personen gehen an einem Migros-Logo vorbei. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Migros zeigt sich erfreut mit den Entwicklungen im Detailhandel. Keystone/Symbolbild

Der grösste Schweizer Detailhändler Migros hat 2015 einen Umsatz von 27,4 Milliarden Franken erzielt. Das ist nur unwesentlich mehr als im Jahr zuvor. Migros litt insbesondere unter der Frankenstärke, dem Einkaufstourismus sowie Preisnachlässen.

Der Detailhandelsumsatz reduzierte sich denn auch um 0,2 Prozent auf 23 Milliarden Franken. Währungs- und teuerungsbereinigt ergab sich indes ein Wachstum von 3,5 Prozent. Die zehn Genossenschaften, die den mit Abstand grössten Teil zum Umsatz der Migros-Gruppe beitragen, erreichten dank leicht höheren Kundenfrequenzen einen Umsatz von 15,6 Milliarden Franken.

Regionale und nachhaltige Produkte laufen gut

Als erfreulich wertet die Migros in einer Mitteilung am Freitag die Entwicklung bei den nachhaltigen und regionalen Produkten, mit denen über 3,5 Milliarden Umsatz erzielt wurde. Das Migros-Bio/Alnatura-Sortiment verzeichnete gar ein Wachstum von 14,8 Prozent. Im E-Commerce stiegen die Umsätze nominal um 47,4 Prozent (akquisitions-, teuerungs- und währungsbereinigt um 9,0 Prozent).

Negativ entwickelten sich dagegen die Umsätze bei der Energietochter Migrol (-16,3 Prozent auf 1,357 Milliarden Franken), Denner (-0,3 Prozent auf 2,903 Milliarden Franken) und Globus (-3,3 Prozent auf 928,7 Millionen Franken).

Das Verkaufsstellennetz der Migros umfasste Ende 2015 insgesamt 659 Standorte, 11 mehr als im Vorjahr. Die Verkaufsfläche für Supermärkte, Fachmärkte und Gastronomie nahm insgesamt um gut 1 Prozent zu.