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Thiam: Habe nie den Auftrag zur Überwachungsaktion gegeben
Aus HeuteMorgen vom 30.10.2019.
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Trotz Fall Khan CS verdoppelt Reingewinn im dritten Quartal

  • Die Credit Suisse hat den Gewinn im dritten Quartal auf 881 Millionen Franken mehr als verdoppelt.
  • Analysten waren zwar von einem starken Anstieg ausgegangen, die Grossbank übertraf mit ihrem Ergebnis die Prognosen aber noch.

Der Reingewinn stieg auf 881 Millionen Franken nach 424 Millionen Franken im Vorjahr. Vor Steuern waren es 1,14 Milliarden Franken nach 1,30 Milliarden, wie die Bank am Mittwoch mitteilte.

Die Erträge erreichten 5,33 Milliarden nach 4,89 Milliarden im Vorjahr und 5,58 Milliarden im Vorquartal. Bei einem Geschäftsaufwand von 4,11 Milliarden ergibt sich ein Verhältnis aus Kosten und Erträgen (Cost-/Income-Ratio) von rund 77 Prozent.

Prognosen auf allen Ebenen übertroffen

Mit den Zahlen wurden die Prognosen der Analysten auf allen Ebenen übertroffen. Gemäss AWP-Konsens wurde mit einem Gesamtertrag von 5,20 Milliarden gerechnet sowie mit einem Vorsteuergewinn von 1,13 Milliarden und einem Konzerngewinn von 776 Millionen.

Der Bank flossen in der Periode von Juli bis September Nettoneugelder in Höhe von 12,8 Milliarden Franken zu. Die verwalteten Vermögen stiegen damit per Ende September auf 1'482 Milliarden – nach 1'460 Milliarden Ende Juni.

Üblicher saisonaler Rückgang in Q4

Mit Blick nach vorne rechnet die CS für das Schlussquartal mit dem üblichen saisonalen Rückgang, der auf die Feiertage in zahlreichen Regionen weltweit zurückzuführen sei. Zudem geht das Management davon aus, dass die Herausforderungen angesichts der weiterhin schwierigen geopolitischen Lage, insbesondere im Zusammenhang mit dem Handelsstreit zwischen den USA und China sowie dem Brexit, anhalten würden.

Dies wiederum dürfte zu mehr Zurückhaltung bezüglich Investitionsausgaben und Anlagetätigkeit führen, vor allem auch mit Blick auf die kommenden Jahre 2020 und 2021.

Hohe Gewinne trotz «Fall Khan»

Keinen Einfluss auf die Zahlen hatte der sogenannte «Fall Khan». Im Zentrum der Affäre steht Iqbal Khan. Er leitete bis Anfang Juli die internationale Vermögensverwaltung der Credit Suisse (CS) und war Mitglied der Geschäftsleitung.

Im August wurde bekannt, dass er im Oktober zur UBS wechselt und dort Co-Chef der Vermögensverwaltung wird. Später wurde bekannt, dass die CS Khan beschatten liess. Laut Medienberichten offenbar aus Angst, er könnte wichtige Mitarbeitende abwerben. Neben Khan stand zunehmend auch das Verhalten von Urs Rohner, dem Verwaltungsratspräsidenten, und Tidjane Thiam, dem Konzernchef der Credit Suisse, im Fokus.

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Credit Suisse liess Topbanker beschatten
Aus 10 vor 10 vom 24.09.2019.
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8 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Wieviel Tausend Mitarbeitende weltweit müssen daran glauben? 6000 oder waren es 8?
  • Kommentar von Thierry Thurnheer  (Th_hoch2)
    Ich bin kein Experte, aber könnte dieser Gewinn nicht mit den kürzlich eingeführten Negativzinsen zu tun haben?
    1. Antwort von Peter Singer  (P.S.)
      Nicht wirklich. Schon vor einigen Jahren hat die SNB Negativzinsen eingeführt um den Franken zu schwächen. Die Banken zahlen diese Negativzinsen, wenn sie Geld bei der SNB parken, sie haben auch höhere Kosten. Deshalb sind die Banken auch für eine Aufhebung der Negativzinsen.
  • Kommentar von S. Rüegsegger  (SeRu)
    Geld ist ein Tauschmittel. Wie kann man also (legal) Geld mit Geld erschaffen? Offshore Konten, Cum-Ex usw.?...und dem Sparer noch glaubhaft die Negativzinsen erklären? Ist doch alles nur ein Riesen Betrug.