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Legende: Audio Internationale Energieagentur: Investitionen in Kohle wieder gestiegen abspielen. Laufzeit 01:50 Minuten.
01:50 min, aus HeuteMorgen vom 14.05.2019.
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Trotz Pariser Klimazielen Klimakiller Kohle bleibt hochaktuell

Erstmals seit 2012 ist letztes Jahr wieder mehr in Kohle investiert worden. Aber auch Öl und Gas legten deutlich zu.

Die weltweite Energieversorgung müsste radikal umgestellt werden. Nur so ist es realistisch, dass die vom Menschen verursachte globale Erwärmung eingedämmt werden kann, wie das die Pariser Klimaziele vorsehen. Der neue Bericht der Internationalen Energieagentur IEA zu den Energieinvestitionen zeigt ein anderes Bild.

Pariser Klimaziele in weiter Ferne

So wurden im vergangenen Jahr weltweit 80 Milliarden Dollar in die Kohleenergie investiert. Das sind zwei Prozent mehr als 2017. Im Öl- und Gasgeschäft nahmen die Investitionen gar um vier Prozent zu. Mit ein Grund dafür ist, dass sich Öl zuletzt wieder verteuert hat. Entsprechend lohnen sich Investitionen in diesem Bereich.

Gleichzeitig verharrten die Investitionen in saubere Energie bei rund 620 Milliarden Dollar. An den gesamten Energieinvestitionen machen die Investitionen in erneuerbare Energie nur gut einen Drittel aus.

Weniger Investitionen in Fotovoltaik und Wind

Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, müsste dieser Anteil bis ins Jahr 2030 auf gegen zwei Drittel steigen. Eine solche Verschiebung ist aber nicht in Sicht. Im Gegenteil. Schaut man nur auf die erneuerbaren Energien, also etwa Fotovoltaik und Windkraft, waren die Investitionen im vergangenen Jahr gar rückläufig.

Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Produktionskosten gerade im Bereich der Solarzellen in den letzten Jahren stark gesunken sind. Vor diesem Hintergrund sind die reinen Investitionssummen nur bedingt aussagekräftig.

Weitere Fortschritte bei Erneuerbaren nötig

Allein bei den Solarzellen haben sich die Kosten seit 2010 um 75 Prozent reduziert. Bei der Windkraft sind es 20 Prozent und bei der Energiespeicherung in Batterien 50 Prozent. Der Rückgang der Investitionen in erneuerbare Energien ist bis zu einem gewissen Grad also auch mit den gesunkenen Kosten zu erklären.

Dennoch hält die Internationale Energieagentur unmissverständlich fest, dass weltweit nach wie vor zu wenig in saubere Energie investiert werde. Es gebe nur wenig Hinweise darauf, dass sich die Investitionsströme in diese Richtung verschieben würden.

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67 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
    @SRF: "Klimakiller Kohle".... werte Journalisten des SRF, bitte überlegt mal zuerst Eure Schlagzeilen. Sie haben als von allen zwangsbezahlten Sender neutral zu berichten und Schlagwortjournalismus à la Blick können Sie dem Ringier-Verlang überlassen.
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    1. Antwort von Steven Hill  (LevelsHint)
      Dass Kohle den Klimawandel massiv mit antreibt ist ein Fakt und dies auszusprechen hat nichts mit Neutralität zu tun.
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  • Kommentar von Gallus Schlegel  (Hinterfrager)
    Polemik und blinder Aktionismus hilft nicht, lassen wir doch die Fakten sprechen:
    Gramm CO2 pro Kwh Strommix aus der Steckdose: CH: 25, Schweden 50, Deutschland: 510, EU Durchschnitt: 520, USA 700, Polen 1000, China 800-1000. Damit belegt die CH einen Spitzenrang! Einer Kwh Strom setzt soviel Gramm CO2 frei:
    Wasser: nahe 0, Wind: 7, Solarstrom: ca.100 je nach Studie und Alter der Module, (Wind & Solar: CO2 fällt bei der Herstellung an, auf die Lebensdauer umgerechnet), Gas: 500, Kohle 800.
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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Man sagt Holz sei CO2 neutral, aber stimmt das. Wenn gleich viel CO2 verheizt wird wie gleichzeitig nachwächst und die Transport und Bearbeitungswege kurz sind dann schon, dazu wenn die Blätter noch zu Erde umgewandelt werden ist es eine der saubersten CO2 Binder und Energiequellen. Schweizer Holz zu fördern macht sicherlich Sinn. Da Kohle in so grossen Mengen und überall vorkommt müssten die Verbrennungswerke verbessert werden. Nur mit Terra Pretta bring man das CO 2 in die Erde zurück.
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    1. Antwort von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
      Dass Holz CO2-neutral sein soll, ist eine Mär. Ein Baum generiert 80% seiner Nährstoffe aus dem Boden, sprich aus fossilen Hinterlassenschaften. Holz zu verbrennen kommt dem Verbrennen fossiler Brennstoffe (fast) gleich. Es gibt ein paar wenige Pflanzen (etwa Miscanthus), die infolge ihres C4-Metabolismus eine besonders hohe Biomasse-Leistung haben, sprich sich etwa für die Herstellung von Biogas eignen.
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