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Die Angst vor Einbrechern geht um
Aus HeuteMorgen vom 28.10.2019.
abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
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Trotz rückläufiger Einbrüche Das Geschäft mit der Sicherheit boomt

  • Die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Häuser ist in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen.
  • Erreichte die Statistik 2012 mit rund 60'000 Einbrüchen einen Höchststand, sank die Zahl der Einbrüche bis 2018 auf knapp 30'000.
  • Trotzdem läuft das Geschäft mit Schutzmassnahmen auf Hochtouren.

Kameras, Alarmanlagen, Bewegungsmelder: Sie alle sollen Einbrechern Angst einjagen. Zuerst aber füllen sie die Kassen von spezialisierten Sicherheitsfirmen. Sie setzten im letzten Jahr etwa 190 Millionen Franken mit Alarmanlagen und Videokameras um.

Häufigkeit der Einbruchs- und Einschleichdiebstähle in der Schweiz im Jahr 2018.
Legende: Häufigkeit der Einbruchs- und Einschleichdiebstähle in der Schweiz im Jahr 2018. Bundesamt für Statistik

Auch weniger teure Geräte sind gefragt. Beim Online-Händler Digitec etwa sind die Umsätze mit einfachen Überwachungskameras in den letzten Jahren kräftig gewachsen; alleine im letzten Jahr um etwa einen Fünftel.

Die meisten Menschen haben keine eigenen Erfahrungen mit Kriminalität.
Autor: Dirk BaierExperte für Kriminalprävention

Auch dieses Jahr rechnet Digitec-Sprecher Rico Schüpbach mit Zuwächsen. Denn es gebe ständig neue Geräte wie etwa «Anwesenheitssimulatoren»: «Sie simulieren Stimmen und Geräusche oder schalten das Licht ein und aus», erklärt Schüpbach. Die Kundschaft habe grosses Interesse an solchen Geräten. Auch, um sie einfach mal auszuprobieren.

Einbruchsschutz als neue Normalität

Dabei ging die Zahl der Einbrüche in den letzten Jahren zurück. Konsumentinnen und Konsumenten werden aber nicht etwa gelassener, im Gegenteil: Dirk Baier ist an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften Experte für Kriminalprävention und hat das Ungleichgewicht wissenschaftlich untersucht.

Dämmerung in Wohnviertel
Legende: Besonders jetzt, wo mit der Winterzeit die Dämmerung früher anbricht, haben Sicherheitsgadgets Hochsaison. Keystone

Die meisten Menschen hätten keine eigenen Erfahrungen mit Kriminalität, auch nicht aus ihrem Umfeld, sagt Baier: «In der Regel kommt ihre Einschätzung aus der Medienberichterstattung».

Und davon liessen sie sich leiten, wenn sie ihr Sicherheitsequipment kaufen: «Man hat etwas gemacht, Geld investiert und meint, dass man dadurch sicherer ist.» Das sei nicht nur schlecht, sagt Baier: Denn ein Gefühl von Sicherheit sei viel Wert.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von frank müller  (frankysrf)
    man könnte es auch anders sehen: weil so viel in überwachungen und sicherheit worden ist, geht die einzahl der einbrüche zurück...
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Mit Panikmache, lässt sich am besten Geld machen. Sars, Vogelgrippe und ich weiss nicht an wie vielen Pandemien ich schon in den letzten 20 Jahren gestorben bin. Aber vor den Keimen in den Spitäler wo letztes Jahr ca. 2000 Menschen daran starben oder vor der Grippe wo letztes Jahr ca. 1500 Menschen verstorben sind haben wir keine Angst. Der Mensch sollte oftmals Nachdenken und sich nicht von der Angst verführen lassen. Doch die Pharma freut es und hier auch die Sicherheitsfirmen.
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    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Wenn Sie im Grenzgebiet wohnen würden, sehe Ihr Kommentar
      anders aus Herr Röthenmund.
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  • Kommentar von Werner Gerber  (Emmentaler1)
    viele haus-wohnungsbesitzer glauben, dass eine alarmanlage einen einbruch verhindern würde. das ist falsch. sie meldet diesen lediglich akustisch, oder still an eine zentrale. mechanische sicherungen zb. an fenstern, türen, kellerschächten erschwert es den einbrechern massiv. ein einbruch muss lautlos und sekundenschnell vor sich gehn. ein typ. die polizei hat speziell ausgebildete fachleute, die auch beratungen zuhause durchführen
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