UBS will Boni von Devisenhändlern zurückfordern

Wer sich der Währungsmanipulation schuldig gemacht hat, soll seinen Bonus zurückzahlen. Das will die UBS erwirken. Auch andere Banken wollen die fehlbaren Banker zur Kasse bitten.

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Milliarden-Busse

Die Aufsichtsbehörden hatten am Mittwoch sechs grossen Geldhäusern Strafen von insgesamt 4,3 Milliarden Dollar aufgebrummt. Die UBS muss mit 774 Millionen Franken die höchste Zahlung leisten.

774 Millionen Franken – so viel muss die Schweizer Grossbank UBS wegen Manipulationen am Devisenmarkt bezahlen. Nun will sie, dass fehlbare Devisenhändler ihre Boni zurückzahlen. Eine UBS-Sprecherin bestätigte einen entsprechenden Bericht der Zeitung «Financial Times».

Auch vier weitere verurteilte Banken wollen demnach Boni in Millionenhöhe zurückzufordern: die HSBC, die Royal Bank of Scotland, JPMorgan Chase und die Citigroup. JPMorgan lehnte eine Stellungnahme ab, während die anderen Banken laut Bericht zunächst nicht erreichbar waren.

Finma eröffnete Verfahren gegen elf UBS-Mitarbeiter

Hintergrund sind Manipulationen im Devisenhandel. So hatte die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma festgestellt, dass Mitarbeitende der Bank wiederholt und über eine längere Zeitperiode hinweg zumindest versucht hatten, Devisenreferenzwerte zu manipulieren. Gegen elf ehemalige und gegenwärtige UBS-Mitarbeitende eröffnete die Finma ein Enforcementverfahren.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Unbelehrbare Banker

    Aus 10vor10 vom 12.11.2014

    Erneut werden Grossbanken mit Millionenbussen belegt. Allein die UBS muss 774 Millionen Franken zahlen. Die Finma spricht vom schwersten je bekannt gewordenen Fall von Marktmanipulationen. Veröffentlichte Chat-Protokolle von involvierten Bankern zeigen, wie dreist und arrogant gegen das Gesetz verstossen wurde.

  • Hohe Busse für UBS

    Aus Tagesschau vom 12.11.2014

    Wegen jahrelanger Devisen-Manipulationen muss die UBS 774 Millionen Franken Busse bezahlen. Betroffen sind auch Banken wie die Citigroup und JP Morgan aus den USA und HSBC und die Royal Bank of Scotland aus Grossbritannien. Die gesamte Strafgeld-Summe aller gebüssten Banken beläuft sich auf über 4 Milliarden Franken. Einschätzungen dazu live von SRF-Wirtschaftsredaktor Christian Kolbe.

  • UBS mit höchstem Strafbetrag im Devisenskandal

    Aus Tagesschau vom 12.11.2014

    Wegen manipulierten Devisenkursen sind erste Strafen gegen fünf Grossbanken in Grossbritannien, USA und der Schweiz verhängt worden. Insgesamt bezahlen die Banken 3.28 Milliarden Franken. Die höchste Zahlung muss die UBS mit insgesamt 774 Millionen Dollar leisten. Einschätzungen von Christian Kolbe.