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Übernahmen aus dem Ausland Schärferes Besteck für Fusionskontrollen

Legende: Audio Der Think Tank will bestehende Fusionskontrollen verschärfen abspielen. Laufzeit 01:53 Minuten.
01:53 min, aus SRF 4 News aktuell vom 12.10.2018.
  • Die liberale Denkfabrik Avenir Suisse spricht sich gegen Investitionskontrollen aus.
  • Diese würden zu viele Kosten generieren und Übernahmen verzögern, auch wenn sie durchgewinkt würden.
  • Stattdessen spricht sich Avenir Suisse für eine Verschärfung der bestehenden Fusionskontrolle aus.

Viele Länder kennen Investitionskontrollen bereits. Und auch die EU plant, ein solches Instrument einzuführen. Der Think Tank Avenir Suisse hat berechnet, was es bedeuten würde, wenn die Schweiz bei grenzüberschreitenden Aquisitionen die gleiche EU-Richtlinie anwenden würde.

Zu grosser Aufwand

Resultat: Der Aufwand wäre immens. Fast die Hälfte aller Übernahmen durch ausländische Firmen in 2016 und 2017 wären kontrollpflichtig gewesen, sagt Studienleiter Marco Salvi – insgesamt 180 Fälle.

Avenir Suisse ist deshalb gegen solche Investitionskontrollen. Zudem gehe von China eine eher imaginäre Bedrohung aus. Tatsächlich erfolgten in der Schweiz nur gerade 3 Prozent aller grenzüberschreitenden Transaktionen zwischen 2014 bis 2017 durch chinesische Unternehmen. Der Löwenanteil der Investitionen in Schweizer Firmen stammt aus Westeuropa und Nordamerika.

Salvi glaubt aber grundsätzlich, dass das Risiko für ein Land nicht von der Nationalität der Investoren abhängt.

Bei Fusionen ansetzen

Die wahre Bedrohung sieht Avenir Suisse in der zunehmenden Marktkonzentration in einem Wirtschaftszweig, wenn sich Firmen gegenseitig übernehmen.

Um diese Einschränkung des Wettbewerbes zu verhindern, brauche es wenig, sagt Salvi: «Wir haben eine Fusionskontrolle, aber sie hat nicht so scharfe Zähne. Wir könnten diese schärfen, bevor wir Investitionskontrollen, die in diesem Bereich nichts bewirken, einführen.»

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Jérôme Perret (JPerret)
    Interessant wäre zu wissen, wem die Haltung von Avenir Suisse etwas bringen, wer davon profitieren würde. Kaum die Allgemeinheit.
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    1. Antwort von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
      @Perret: Gründer von Avenir Suisse (vormals „Stiftung Zukunft Schweiz“): 14 international tätige Firmen: ABB, Credit Suisse Group, Groupement des Banquiers Privés Genevois, Jacobs Holding, Kuoni Holding, McKinsey Switzerland, Nestlé, Novartis, Hoffmann-La Roche, SAirGroup, Sulzer AG, Swiss Re, UBS,Zurich Financial Services. Die heutigen Förderer simd auf der Startseite von AS in einem Lauftext ersichtlich. Mal reinschauen lohnt sich, dürfte aufschlussreich sein und ihre Frage beantworten.
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    2. Antwort von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
      @Perret: Teil 2: Besonders interesant und aufachlussreich ist der Name McKinsey. Ihres Zeichen und in meinen Augen Prototyp und Sinnbild der am Shareholder Value orientierten Unternehmensberatungsmodell.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Aus Kosten gründen schaut man lieber zu, wie die Chinesen und andere Ausländer immer mehr und mehr Schweizer Firmen und Hotels aufkaufen. Aber eben, das Geld liegt in ANDEREN Pipelines !!!
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  • Kommentar von Christoph Fischer (Christoph Fischer)
    Diese, durch banken und industrielle finanzierte, propagandafirma bekommt leider zu grosse aufmerksamkeit und medienpräsenz. Eigentlich müssten ihre studienergebnisse im werbeblock ausgestrahlt werden,
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