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Umweltproblem verstärkt sich Plastikproduktion steigt rasant an

2050 wird mehr Öl in Kunststoffe gesteckt werden, als für Kraftstoffe verwendet wird. Das schafft neue Probleme.

Legende: Audio Der Kunststoff-Boom schafft neue ökologische Herausforderungen abspielen. Laufzeit 02:37 Minuten.
02:37 min, aus HeuteMorgen vom 05.10.2018.

Die Nachfrage nach Produkten, die aus Erdöl oder -gas gewonnen werden, steigt stark an: Immer mehr Verpackungen, Mobiltelefone, Rotorblätter für Wind-Turbinen oder Elektro-Autos werden weltweit hergestellt.

Petrochemie wächst rasant

Die Internationale Energieagentur (IEA), welche die Energieflüsse rund um den Globus beobachtet, kommt zum Schluss, dass bis 2050 mehr Öl und Gas für diese Chemikalien verbraucht werden als für Kraftstoffe zum Antrieb von Motoren.

Die wachsende Weltwirtschaft, das Wachstum der Bevölkerung und die technologische Entwicklung würden diesen Prozess noch befeuern. So hat unlängst Saudi Aramco, der weltweit grösste Produzent von Erdöl, eine milliardenschwere Kooperation mit dem ebenfalls saudischen Chemieriesen Sàbic angekündigt.

Öltanks, Kamine und Türme.
Legende: Kunststoffe werden immer wichtiger: Petrochemische Produktionsstätte in China. Reuters

Immenser Energieverbrauch

Während die fossilen Brennstoffe in der weltweiten Energie-Diskussion wegen ihrer hohen CO2-Emissionen eine grosse Rolle spielen, fliegen die Petrochemikalien aber weiterhin unter dem Radar.

In Zukunft dürften also weniger fossile Rohstoffe verbrannt, aber deutlich mehr für Kunststoffe verwendet werden. Das bringt eine Reihe von ökologischen Herausforderungen mit sich.

So verbraucht der Chemie-Sektor für die Herstellung der auf Öl und Gas basierenden Produkte laut der IEA etwa so viel Energie wie die Stahl- und Zementindustrie zusammen. Zudem entsteht unter dem Strich eine grosse Menge Abfall.

Recycling muss forciert werden

Deshalb sei es umso wichtiger, dass diese Kunststoffe nach ihrer Verwendung nicht verbrannt, sondern recykliert werden, stellt die IEA fest. Neben Regeln brauche es zum Beispiel finanzielle Anreize fürs Recycling, Marktpreise für die Rohstoffe und einen anderen Umgang mit Abfällen – oder schlicht ein grösseres ökologisches Bewusstsein bei den Konsumentinnen und Konsumenten.

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