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Unrechtmässige Klauseln Millionenstrafe gegen Amazon in Frankreich

  • Das französische Handelsgericht hat eine Rekordstrafe von vier Millionen Euro gegen den Online-Händler Amazon verhängt.
  • Das Pariser Gericht hält es für erwiesen, dass der US-Konzern Anbieter auf seinem «Marktplatz» im Internet benachteiligt.
  • Nach Angaben der Abteilung für Betrugsbekämpfung im Pariser Wirtschaftsministerium ist es die höchste Strafe, die in einem solchen Fall in Frankreich bisher verhängt wurde.
Legende: Video Aus dem Archiv: 25 Jahre Amazon abspielen. Laufzeit 02:23 Minuten.
Aus Tagesschau vom 05.07.2019.

Das Gericht urteilte, Amazon habe in seine Verträge mit den Händlern unrechtmässige Klauseln eingebaut. Amazon nahm sich laut dem Gericht das Recht heraus, die Verträge mit den Anbietern kurzfristig zu ändern, kürzere Lieferzeiten zu verlangen oder Lieferungen zu blockieren. Diese Klauseln müssten entfernt werden, urteilte das Gericht weiter. Ansonsten müsse Amazon eine zusätzliche Strafe von 10'000 Euro pro Tag zahlen.

Über die weltweit tätige Plattform vertreiben in Frankreich rund 10'000 kleine und mittlere Unternehmen ihre Waren.

Das Wirtschaftsministerium hatte Amazon bereits vor einigen Jahren zusammen mit Online-Anbietern wie Expedia aufgefordert, seine Verträge zu ändern. Nachdem der US-Konzern dem nicht nachkam, zog die Anti-Betrugs-Abteilung 2017 vor Gericht.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Egger  (Martin Egger)
    Solche Konzerne, die wie Amazon praktisch keine Konkurrenten haben, haben freie Bahn bei der Gestaltung unserer Welt. Man kann sie nur mit Hilfe des Staates noch bremsen. Dieses Beispiel aus Frankreich zeigt, dass man diesen Unternehmen genau auf die Finger schauen muss.
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  • Kommentar von Jeanôt Cohen  (Jeanot)
    Da habe gewissen Leute einer neue Geld Quelle entdeckt. Ähnlich wie bei der Mafia wo man Schütz Gelder bezahlt, gibt es hier Busse die mit, an der Haare herbei gezogen juristischer Tricks Busse. Und ich Frage mir, was passiert mit dem Geld?
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    1. Antwort von E Hitz  (Amigo_Home)
      @Cohen Rhetorische Frage Wie wird man der reichste Mensch der Welt ?
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    2. Antwort von Stefan Renevey  (weissdassichnichtsweiss)
      Ich freue mich, wenn wenn solche riesigen Multis von Rechtsstaaten in den Allerwertesten getreten werden.
      Was spricht dagegen?
      Wo die Kohle hinfliesst, ist klar. Nicht zu Ihnen und nicht zu mir. Aber auch da sind wir selber schuld. Müssen halt die richtigen Personen für Ämter und Politik wählen. Rechts ist da keine Alternative...Mehr Vertreter die den Reichtum auf mehr Menschen verteilen wollen wären wohl die Richtigen.
      Aber ich hör schon die Schreie, da will einer den Sozialismus. Nonsens!!
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    3. Antwort von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
      Ich würde eher fragen was wichtiger ist: der Schutz des milliardenschweren beinahe - Monopolisten sowie dessen Besitzer der sich im Geld badet oder der einheimischen Gewerbler die bei Amazon nicht verkaufen können wodurch der Markt zu Gunsten anderer Milliardenunternehmen zerrissen wird und KMU im den Ruin getrieben werden.
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