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Legende: Video Die EZB stellt mögliche Massnahmen für September in Aussicht abspielen. Laufzeit 01:57 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.07.2019.
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Unveränderte Geldpolitik EZB belässt Leitzins auf Rekordtief

  • Der Leitzins im Euroraum bleibt auf dem Rekordtief von null Prozent.
  • Das entschied der Rat der Europäischen Zentralbank an seiner turnusmässigen Sitzung in Frankfurt.
  • Auch der sogenannte Einlagesatz bleibt bei minus 0.4 Prozent – Banken müssen also weiterhin Strafzinsen zahlen, wenn sie ihr Geld bei der Zentralbank hinterlegen.

Wegen der verschlechterten Konjunkturaussichten stellt die Europäische Zentralbank die Weichen allerdings in Richtung Zinssenkung. In ihrem Ausblick deuteten die Währungshüter die Möglichkeit noch tieferer Zinsen bis Mitte 2020 an. Bisher wollte die EZB in ihren Prognosen nicht an den Zinssätzen rütteln.

Zudem beauftragt die Notenbank ihre Ausschüsse, alle Optionen zu prüfen, darunter Staffelzinsen sowie erneute Anleihenkäufe. Eine Abkehr von der ultra-lockeren Geldpolitik – wie sie vor allem in Deutschland gefordert wird – rückt damit in immer weitere Ferne.

Negativer Einlagesatz

An den Börsen wird bereits fest damit gerechnet, dass die Währungshüter den sogenannten Einlagensatz im September weiter in den negativen Bereich drücken. Schon seit 2014 müssen Geldhäuser auf ihre Einlagen bei der EZB Strafzinsen zahlen. Aktuell liegt der Satz bei minus 0.4 Prozent.

EZB-Chef Mario Draghi hatte schon im Juni eine weitere Lockerung der Geldpolitik signalisiert, sollte die Inflation nicht anziehen. Zinssenkungen und Massnahmen, um unerwünschte Nebenwirkungen der Negativzinsen einzudämmen, gehörten zu den Möglichkeiten. Es gebe auch Spielraum für weitere Anleihenkäufe.

Keine Einwände gegen Lagarde

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Keine Einwände gegen Lagarde

Die EZB hat keine Einwände gegen die Ernennung von IWF-Chefin Christine Lagarde zur Nachfolgerin von EZB-Präsident Mario Draghi. Lagarde habe Erfahrung mit den Themen Geldpolitik oder Banken.

Draghis achtjährige Amtszeit läuft im Oktober ab. Lagarde war Anfang Juli von den EU-Staats- und Regierungschefs als seine Nachfolgerin nominiert worden.

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26 Kommentare

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  • Kommentar von martin blättler  (bruggegumper)
    Der Anteil Dienstleistung am gesamten BIP ist schlicht zu hoch.
    Es wird zu wenig produziert und und zuviel davon in Billiglohn-
    ländern.Jahrelang konnten wir gut mit den Differenzgewinnen
    leben und Wohlstand generieren.Es wäre wieder angesagt,die Arbeit
    hier zu erledigen und nicht jeden HI(Halbintelligenzler)durch ein
    "Studium" zu drücken,weil die Schule den Wert vermittelt,wer mit den
    Händen arbeiten muss,ist per se ein Versager.
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Hauptsache die "aufgebaute Fassade" glänzt weiterhin....mondäne superteure Monster-Geäude....
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  • Kommentar von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
    Er kann doch den Zins gar nicht erhoehen sonst gehen im Euroraum 15% der Firmen pleite, weil die 15% nur vom Gratisgeld leben. Es würde zu Massenarbeitslosigkeit führen. Wie lange dieses Spiel noch weitergehen kann ist allerdings fraglich.
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    1. Antwort von Peter Müller  (PeRoMu)
      @ P. Schoenenberger: Wie recht Sie haben! Es ist das berühmt berüchtigte fragile Kartenhaus, das in sich zusammenfällt, wenn die falsche Karte gezogen wird. Und EZB-Draghi und Co. werden sich hüten, die Abwärtsspirale in Gang zu bringen resp. dafür verantwortlich gemacht zu werden.
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