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Legende: Audio Peter Spuhler zum Börsengang von Stadler Rail abspielen. Laufzeit 25:49 Minuten.
Aus Tagesgespräch vom 19.03.2019.
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US-Deal beflügelt Stadler Peter Spuhler rollt mit guten Nachrichten in Richtung Börse

Der Grossauftrag aus den USA dürfte Anleger ermuntern beim Stadler-Börsengang in das Bahnunternehmen zu investieren.

Die Thurgauer Zugsherstellerin Stadler Rail hat ihre Weichen offenbar richtig gestellt: Rund 50 Millionen Franken hat das Unternehmen investiert in das neue Werk in der Nähe von Salt Lake City in den USA.

Dort werden nun schon bald die neuen Metro-Züge montiert für den Einsatz zum weltgrössten Flughafen, dem Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport.

Soeben hat Stadler den Zuschlag für diesen Riesenauftrag von 600 Millionen Dollar bekommen. Er umfasst 127 Metro-Züge. Zusätzlich bestehen zwei Optionen für je weitere 25 Züge. Dabei handelt es sich um die grösste Bestellung von Fahrzeug-Einheiten in der Unternehmensgeschichte.

Zuschlag an Bedingung geknüpft

Die Investition in den USA war für Stadler kein einfacher Entscheid: Zwar ist Stadler bereits seit 2002 in den USA aktiv. 2015 erhielt das Unternehmen den ersten Auftrag des Staates. Die Fort Worth Transportation Authority gab acht Flirt-Züge in Auftrag.

Doch weil dafür amerikanische Bundesgelder flossen, musste Stadler gemäss US-Vorschriften auch einen Produktions-Standort in den USA suchen. Zuerst mietete sich Stadler in einem Servicewerk ein, entschloss sich dann aber 2017 zum Bau eines eigenen Werks. Dieses dürfte dank des Grossauftrags also bald ausgelastet sein. Etwa 350 Mitarbeitende werden vor Ort sein.

Stadler kann Spezialwünsche berücksichtigen

Für Stadler ist dies der erste grosse Metro-Auftrag in den USA. Metro-Bahnen von Stadler sind bisher in Barcelona, Berlin, Glasgow, Liverpool und Minsk im Einsatz oder bestellt. Die Metro-Projekte sind aber dennoch unterschiedlich, denn Stadler passt die Züge individuell auf Kundenwünschen an.

Dass Stadler individuelle Anforderungen stark berücksichtigen kann, gehört zu seinen Stärken. Dies dürfte auch beim neuesten Auftrag eine Rolle gespielt haben.

Stadler hat sich mit dem Bau des Werks verpflichtet, 60 Prozent der Wertschöpfung in den USA zu erbringen. Mit diesem Auftrag erfüllt das Unternehmen die Anforderung. Stadler darf also aufatmen.

Zudem ist der Grossauftrag vor dem Börsengang des Unternehmens ein wichtiges Signal: Künftige Investoren dürften dies als weiteren Vertrauensbeweis in einer Erfolgsgeschichte werten, die vor rund 30 Jahren begonnen hat.

Lucia Theiler

Lucia Theiler

Wirtschaftsredaktorin

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Lucia Theiler arbeitet als Wirtschaftsredaktorin bei SRF. Zuvor war sie unter anderem Leiterin der Wirtschaftsredaktion der Nachrichtenagentur sda. Theiler hat Betriebswirtschaft studiert.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Solche Leute, wie Peter Spuhler, die intelligent und vorallem innovativ denken und sind, arbeiten oft in 16-Stunden-Tagen und bieten (auch weltweit) immer mehr Arbeits-Stellen an! Solche Industrie- und Werkbetreiber haben unser rohstoffloses Land zu dem gemacht, was es heute weltweit ist: Eines der wohlhabendsten und wirtschaftlich stabilsten Länder der Welt! Missgunst und Neid sollte auch für uns Lohnabhängige oder Neider für "reiche" Leute, mit solchen leistungsbereiten Leuten, verschwinden!
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  • Kommentar von Max Wyss  (Pdfguru)
    Und noch ein zweites Nitpicking: Die genannten Städte haben Fahrzeuge der METRO-Produktefamilie entweder im Einsatz oder bestellt. Insbesondere kommen die Züge in Glasgow erst dann zum Einsatz, wenn auch die Strecke angepasst und das Sicherungssystem aktualisiert worden ist.
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  • Kommentar von Max Wyss  (Pdfguru)
    Bitte beachten: diese Züge sind NICHT für den Einsatz AM Flughafen bestimmt, sondern sie kommen auf der (S-Bahn-ähnlichen) Zubringerlinie ZUM Flughafen zum Einsatz. MARTA ist ein S-bahn-ähnliches Bahnsystem mit einer Nord-Süd und einer Ost-West Hauptachse.
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