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US-Notenbank Der Leitzins bleibt unverändert

  • In den USA lässt die Notenbank ihren Leitzins vorerst unverändert bei 2 bis 2,25 Prozent.
  • Der nächste Zinsschritt wird erst im Dezember erwartet.
Sitz der US-Notenbank.
Legende: Die US-Notenbank Fed legt nach mehreren Zinserhöhungen in diesem Jahr eine Pause ein. Reuters

Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins bei der Sitzung ihres Offenmarktausschusses am Donnerstag unangetastet gelassen. Die sogenannte Federal Funds Rate, der Zinssatz, zu dem sich Banken gegenseitig über Nacht Geld leihen, bleibt demnach weiterhin in einem Korridor zwischen 2,0 und 2,25 Prozent.

Die Federal Reserve hat nach Ende der Finanzkrise im Jahr 2015 damit begonnen, die Phase des ultrabilligen Geldes zu beenden und den Leitzins von praktisch Null graduell zu erhöhen.

Trump versucht zu bremsen

Im Jahr 2018 hatte es bereits drei Zinsschritte der Fed gegeben, jeweils um moderate 0,25 Prozentpunkte, der letzte erfolgte im September. Experten erwarten einen vierten Schritt im Dezember – entsprechende Signale sandte die Notenbank auch am Donnerstag aus.

Die US-Regierung um Präsident Donald Trump hatte die Notenbank und ihren Chef Jerome Powell zuletzt kritisiert. Trump sähe lieber ein langsameres Vorgehen, um das Wirtschaftswachstum maximal zu unterstützen. Experten befürchten jedoch bei einem zu vorsichtigen Kurs der Fed ein Überhitzen der US-Wirtschaft – mit entsprechend negativen Folgen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Simon Weber (Weberson)
    Das billlige Geld fliesst vorallem in Form von allerlei Finanzspekulationen in der Welt herum. In der Wirtschaft ist es erst zu einem kleinen Teil angekommen. Die weltweite Verschuldung ist seit der letzten Finanzkrise um ein vielfaches gestiegen. Man merkt es gar nicht so richtig, aber es bilden sich hier gewaltige Blasen. Die Erhöhung des Leitzinses wäre ein gefährliches, aber notwendiges Spiel - in Europa noch eher als in der USA.
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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Stellt man sich das Finanzsystem als Wasser vor dann kennen wir nur das Mittelmeer, aber eigentlich handelt es sich um den Pazifik. Der Pazifik aus Devisen- und Derivathalndel ist jedoch an Daten geknüpft, somit ist das normale Netz nur so gross wie das Mittelmeer, den Pazifik sehen wir fast nie. Die Geldsorgen/Freuden der normalen Menschen finden also nur im Mittelmeer statt, den Pazifik ist sozusagen unterirdisch.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Der amerikanischen Wirtschaft scheint es unter D. Trump nach wie vor sehr zu gefallen. Auch die Kriegseinsätze, welche noch unter B. Obama ihren Höhepunkt erreichten, sind de facto nicht mehr da. Selbst mit Nordkorea hat sich die Lage zum Wohle der Erde erheblich entspannt. Das war beim Friedensnobelpreisträger B. Obama noch ganz anders.
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    1. Antwort von Simon Weber (Weberson)
      Herr Kerzenmacher, mit der Lage im Iran und im eigenen Land sieht es aber nicht so entspannt aus. Und übrigens hat damals Obama die Macht übernommen als es weltweit wegen der geplatzten Blase am kriseln war. Trump konnte nun einfach die gute Vorlage übernehmen und will sogar noch jetzt den Leitzins tiefhalten. Man kann Probleme auch auf später verschieben.. Dass unter Obama alles gut war, will ich nicht behaupten. Dass unter Trump alles besser ist, genau so wenig.
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