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Wie viel bleibt von Möbel Pfister nach Übernahme?
Aus 10vor10 vom 23.10.2019.
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Verkauf nach Österreich XXXLutz-Gruppe übernimmt Möbel Pfister

  • Möbel Pfister wird nach Österreich verkauft.
  • Die XXXLutz-Gruppe aus dem Nachbarland übernehme die Pfister Gruppe, die damit wettbewerbsfähig bleiben solle, teilten beide Unternehmen mit.
  • Für die Mitarbeiter werde sich nichts ändern. Es komme zu keinen Entlassungen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Im Rahmen des Verkaufs geht nicht nur die Möbel Pfister AG, sondern auch die bisher der Pfister Holding gehörenden Töchter Arco Regio, Pfister Professional sowie die Pfister Vorhang Service AG in den Besitz von XXXLutz über. Angaben zum Kaufpreis wurden in der Mitteilung keine gemacht.

Die bisherigen Markennamen Möbel Pfister, Hubacher, Egger und Svoboda werden beibehalten, heisst es weiter. Die 1800 Mitarbeitenden würden zu den gleichen Konditionen wie bisher weiterbeschäftigt.

«Kompetitives Marktumfeld» als Verkaufsgrund

Als Grund für den Verkauf nannte die F.G. Pfister Holding, dass es für Einrichtungshändler immer anspruchsvoller werde, sich im «zunehmend globalisierten und kompetitiven Marktumfeld weiter zu entwickeln».

Einschätzung von Wirtschaftsredaktor Lorenzo Bonati:

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Mit dem neuen Besitzer glaubt Möbel Pfister, besser gerüstet zu sein für das harte Marktumfeld. Tatsächlich sind die Schweizer Möbelhändler unter Druck – wegen des Einkaufstourismus und der damit verbundenen Rabatt-Schlachten.

In der aktuellen Mitteilung heisst es, Möbel Pfister sei ein gesundes Unternehmen mit schwarzen Zahlen. Damit das so bleibt, sah sich die Pfister Stiftung, der das Unternehmen gehört, aber offenbar veranlasst, das Unternehmen mit seinen schweizweit 20 Filialen in die Hände der österreichischen XXXLutz Gruppe zu übergeben.

Erst vergangenen Monat wurde bekannt, dass der Chef von Möbel-Pfister, Matthias Baumann, das Unternehmen aus persönlichen Gründen verlässt. Baumann ist der Schwiegersohn von Christoph Blocher. Blocher sagte zum Internetportal «SI Online», dass sich Baumann und das Unternehmen nicht mehr einig gewesen seien über die künftige Ausrichtung von Möbel Pfister. Vor dem Hintergrund des nun kommunizierten Verkaufs erscheint diese Aussage in neuem Licht.

Zwar schreibe Möbel Pfister nach wie vor schwarze Zahlen, doch sei der Verkauf an die Österreicher in diesem Umfeld die «bestmögliche Option für die Unternehmen und die Mitarbeitenden», wurde Rudolf Obrecht, Verwaltungsratspräsident der F.G. Pfister Holding zitiert. Die Holding hielt bisher 100 Prozent der Aktien aller ihrer Tochtergesellschaften.

XXXLutz in zwölf europäischen Ländern präsent

Der neue Eigentümer von Möbel Pfister betreibt aktuell 297 Einrichtungshäuser in zwölf europäischen Ländern, beschäftigt gut 22'200 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 4.4 Milliarden Euro.

Erst im September war bei der Möbel Pfister AG Chef Matthias Baumann zurückgetreten – offiziell aus persönlichen Gründen. Derzeit leitet Gruppen-Finanzchef Ivan Bosin das Möbelhaus ad interim.

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39 Kommentare

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  • Kommentar von Marcel Fischer  (M. Fischer)
    Hei, was sind wir toll im Jammern!
    Zuerst im Ausland oder Amazon und Zalando einkaufen... und dann kommt das grosse Jammern.
    Nehmt euch doch an der eigenen Nase und gebt nicht immer der EU die Schuld!
    Wir entscheiden wo wir kaufen!
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  • Kommentar von Peter P. Odermatt  (Peter P. Odermatt)
    Wenn man die Oesterreicher kennt, so weiss man, dass das für Pfister schlecht rauskommen wird. Schade, dass so ein gutes Möbelhaus nun verscherbelt wird und der Stiftungsrat von Pfister seine Aufgaben falsch gemacht hat.
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  • Kommentar von Eric Cerf  (Alpenjonny)
    1887 gründete Johann Jacob Pfister den Möbelladen an der Rheingasse 10 in Basel. Später entstand ein verschachtelte Konzern, am Hauptsitz Suhr.Heute morgen kam der Schlusspfiff aus Suhr, nach 137 Jahren! Ob die Ösis mit dem Billigschuppen XXXL an 100 Jahre Erfolge von Möbel-Pfister anknüpfen können? Bezweifle das stark, der Weg ennet der Grenze in D etwa, zu den Discounter ist für viele Eidgenossen viel zu verlockend. Heute geht es noch um 1800 Arbeitsplätze quer durch die CH! Schlimm..
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