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Legende: Audio Nestlé verkauft Hautpflege-Sparte abspielen. Laufzeit 02:20 Minuten.
02:20 min, aus Rendez-vous vom 16.05.2019.
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Verkleinerung des Angebots Nestlé strafft das Sortiment und verkauft die Hautpflege

Eine schwedische Finanzgesellschaft und ein Staatsfonds aus Abu Dhabi übernehmen die Sparte.

Kaffee, Wasser und Babynahrung statt Sonnencreme: Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé setzt auf Wachstum und bessere Margen und will sich von seinem Geschäft mit Hautpflegeprodukten trennen. Der Verkauf dieser Sparte könnte mehr als 10 Milliarden Franken bringen.

Dass Nestlé sein Geschäft von Hautpflegeprodukten verkaufen will, das hat vor allem zwei Gründe. Erstens haben sich die Erwartungen in diesen Bereich für Nestlé nicht erfüllt und zweitens hat das Management andere Prioritäten gesetzt. Es fokussiert auf Essen und Trinken und will keine Cremès für die Haut mehr im Sortiment.

Sonnencrème und andere Crèmes

Nestlé hat den Bereich der Hautpflegeprodukte erst vor ein paar Jahren gekauft und in Nestlé Skin Health gebündelt. Dies sind Marken wie die Sonnencrème Daylong und sowie rezeptpflichtige Crèmes. Sie wirken gegen Hautkrankheiten, Pickel, Ekzeme oder Neurodermitis.

Das Geschäft verlief zunächst harzig. Patente sind ausgelaufen und Nestlé musste in den vergangenen Jahren Stellen streichen. In Egerkingen im Kanton Solothurn zum Beispiel hat Nestlé die Produktion von Spirig Hautcremen geschlossen und ins Ausland verlagert.

Doch inzwischen ist der Bereich wieder profitabel. Bei Nestlé Skin Health arbeiten 5000 Angestellte, der Umsatz liegt bei 2,8 Milliarden Franken. Der Hauptsitz ist in Lausanne.

Neuer Chef setzt neue Akzente

Dass Nestlé das Geschäft dennoch abstossen will, das hat auch mit dem Wechsel im Management zu tun. Vor zwei Jahren hat der neue Chef Mark Schneider die Führung übernommen. Er durchleuchtet den ganzen Konzern, mit all den verschiedenen Marken und Produkten.

Mark Schneider, der Chef von Nestlé, verkauft die einen Bereich des Unternehmens.
Legende: Mark Schneider, der Chef von Nestlé, verkauft die einen Bereich des Unternehmens. Keystone

Der Fokus liegt auf Produkten mit höheren Margen und die auch vom Image her zum Konzern passen. Allein im vergangenen Jahr hat der Konzern Geschäftsbereiche im Wert von 14 Milliarden entweder verkauft oder gekauft.

Nestlé steckt mitten in einem Umbauprozess und dazu gehört auch der angekündigte Verkauf. Das Geschäft der Hautpflegeprodukte wird von einer Finanzgesellschaft aus Schweden und von einem Staatsfonds aus Abu Dhabi übernommen. Dass der Bereich in ein paar Jahren an einen grossen Kosmetikkonzern verkauft wird, ist gut möglich.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Schoenenberger (Beaumont)
    Der vorgehende Beitrag zeigt wie Finanzkapitalismus funktioniert. Das Prinzip, Aktien kaufen, Aktienpreis in die Hoehe treiben. Dazu gibt es viele Methoden aber das Resultat ist dasselbe. Kapitalismus ist gesund weil mit Arbeit und Risikobereitschaft Wert geschaffen wird. Finanzkapitalismus ist ungesund weil er nichts schaft sondern zerstoert.
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  • Kommentar von Paul Schoenenberger (Beaumont)
    Man kann es auch so darstellen. Vielleicht gibt es andere Gründe. Zur selben Zeit ist der amerikanische Finanzkapitalist LOEB mit 5%? bei Nestle eingeastiegen. Er will Geld verdienen. Man hat ja auch Beteiligung an L'OREAL (groester und rentabelster Beauty Konzern der Welt) verkauft. Kursfristig kommt viel Geld. Der Aktienpreis steigt. LOEB hat schon viel Geld verdient Dazu kommen die Dividenden. Man weiss wann alles ausgereizt ist. Also dann verkaufen. Tschüss. Und Nestle ist verkleinert.
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  • Kommentar von Christian Baumann (Christian Baumann)
    Immer diese überdimensionierten Gemischtwarenläden... Dermatologie-Produkte weit weg von Kaffee-Pulver und Blööterliwasser sollte eigentlich rentabel sein. Also: "Alcon 2.0" mit IPO an der SIX und ggf. langfristiges Wachstum im Biotech-Cluster 'Lac Leman' statt 'Staatsfonds Abu Dhabi', der mit der Energiewende sicher nix am Hut hat...
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