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Vermögensstudie von Oxfam Weltweit gibt es 2153 Milliardäre

  • Die gut 2000 reichsten Menschen der Welt haben nach Oxfam-Berechnungen gemeinsam ein grösseres Vermögen als 60 Prozent der Gesamtbevölkerung.
  • Das ist das Ergebnis eines Berichts der in Kenias Hauptstadt Nairobi ansässigen Entwicklungshilfeorganisation, der anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos vorgelegt wurde.
  • Darin wird die Zahl der Milliardäre rund um den Globus mit 2153 genannt. Deren Besitz sei 2019 zusammengerechnet grösser gewesen als der, der ärmsten 4.6 Milliarden Menschen der Erde.
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Aus dem Archiv: Welt wird zunehmend ungerechter
Aus Tagesschau vom 22.01.2018.
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Die Autoren sprechen von einer schockierenden Verfestigung der Ungleichheit. Ihr Augenmerk gilt insbesondere der unbezahlten Arbeit, die Frauen und Mädchen leisten. Deren Ausmass schätzen sie auf 12.5 Milliarden Stunden täglich.

Mit ihrer unbezahlten Versorgungsarbeit trügen Frauen im Jahr 10.8 Billionen Dollar zur Weltwirtschaft bei, rechnet Oxfam vor. Das sei mehr als die dreifache Wertschöpfung der Technologieindustrie weltweit.

Regierungen müssen Steuern von Reichen fordern

«Für uns ist es wichtig hervorzuheben, dass der verborgene Motor der sichtbaren Volkswirtschaft tatsächlich die unbezahlte Versorgungsarbeit der Frauen ist», sagte Oxfams Indien-Chef Amitabh Behar.

«Wenn Sie sich in der Welt umsehen, dann sehen Sie Proteste in mehr als 30 Ländern», so Behar weiter. Dort seien die Menschen nicht mehr bereit, die Ungleichheit zu akzeptieren. Die Regierungen müssten dafür sorgen, dass die Reichen ihre Steuern zahlen.

0.5 % Steuern ergeben 117 Millionen Arbeitsplätze

Die Oxfam-Experten schlagen eine zusätzliche Abgabe für die Wohlhabendsten vor. Wenn nur dieses eine Prozent der Weltbevölkerung in den kommenden zehn Jahren eine Steuer von jeweils 0.5 Prozent auf seine Vermögen zahlen würde, könnten mit dem Geld 117 Millionen neue Arbeitsplätze in Altenpflege, Kinderbetreuung, Ausbildung und Gesundheitswesen geschaffen werden, wie die Autoren ausführen.

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55 Kommentare

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  • Kommentar von Achim Frill  (Afri)
    Was ist schon Besitz? Es ist doch alles nur geliehen. Wir kommen mit nichts und gehen mit nichts. Dazwischen geht es doch nur darum, wie ich mit dem Geliehenen umgehe. Benutze ich es bloss zum eigenen Vergnügen? Gehe ich verantwortungsvoll damit um? Bin ich bereit zu teilen? Völlig wurscht, ob ich Milliarden oder nur ein paar Zehntausend auf der Seite habe. Es betrifft alle.
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  • Kommentar von Adrian Müller  (Andymüller)
    Ich habe nicht viel, aber bin zufrieden mit dem wo ich habe. Ich möchte nicht tauschen, da weiss man nie ob jemand das Geld will oder interessiert an mir als Person ist.
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  • Kommentar von Peter Zurbuchen  (drpesche)
    Kleines Rechenbeispiel: Wenn Herr Zuckerberg seinen etwa 36'000 Angestellten pro Monat 1000 Dollar mehr Lohn zahlen würde und das aus seinem Vermögen bezahlte, hätte der Arme nach 100 Jahren "nur" noch 28 Milliarden. Aber natürlich stimmt die Rechnung nicht, weil er ja gar nichts zahlen müsste, sondern sein Vermögen in diesen 100 Jahren nur weniger stark stiege.
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