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May will den harten Brexit
Aus Tagesschau vom 17.01.2017.
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Brexit ohne Kompromisse Was die Schweizer Wirtschaft jetzt erwartet

Das Wichtigste in Kürze

  • Premierministerin Theresa May will einen harten Brexit: raus aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion.
  • Trotz der klaren Worte bleibt vieles unklar – auch für die Schweizer Wirtschaft.
  • Der Schweizer Finanzplatz könnte von der Unsicherheit in London profitieren – doch die Konkurrenz in Frankfurt, Paris oder Singapur ebenfalls.
  • Um die Handelsbeziehungen mit Grossbritannien zu stärken, braucht es ein Freihandelsabkommen. Und das braucht Zeit.

Ungewissheit ist die neue Gewissheit. Seit dem Brexit-Entscheid im vergangenen Juni orakeln die Experten über die Auswirkungen des Austritts Grossbritanniens aus der EU auf die britische, die europäische und die Schweizer Wirtschaft. Weil sie sich lange nicht festlegen wollte, wie der Brexit genau aussehen sollte, wurde die britische Premierministerin auch Theresa «Maybe» genannt.

Nun hat May Klartext gesprochen. Was der aber konkret bedeutet, bleibt unklar. Zum einen muss sich das britische Parlament noch zu Modalitäten des Brexit äussern, zum andern hängt auch vieles von der Reaktion der EU ab.

Die Ungewissheit wird andauern – und sie ist der Schweizer Wirtschaft kaum förderlich.
Der Zürcher Paradeplatz.
Legende: Bricht nach dem Brexit der Boom auf dem Schweizer Bankenplatz aus? Schwer zu sagen. Keystone

Gut möglich, dass beispielsweise die Schweizer Banken unter dem Strich vom Brexit profitieren könnten. Vielleicht aber auch nicht. Zwar leidet der Finanzplatz London bereits heute – Investitionen werden zurückgehalten, doch bleibt offen, ob Banken, die London verlassen, nicht eher nach Paris, Frankfurt oder sogar Singapur ziehen werden.

Ebenso ungewiss ist die Zukunft des Handels. Grossbritannien ist heute der fünftwichtigste Handelspartner der Schweiz. Einmal nicht mehr in der EU, werden britische Unternehmen vielleicht verstärkt mit der Schweiz handeln. Dazu braucht es jedoch ein Freihandelsabkommen.

Ein solches jedoch – das zeigt die Erfahrung der letzten Jahre – wird nicht von heute auf morgen ausgehandelt. Die Ungewissheit wird also andauern – und sie ist der Schweizer Wirtschaft kaum förderlich.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt Meier  (Kurt3)
    Frau May hat Klartetzt gesprochen , was das konkret bedeutet ist aber unklar . Steht im Text . Mehr ist dazu nicht zu sagen .
  • Kommentar von John Doe  (johndoe)
    Warum nicht gleich jetzt starten mit dem Aushandeln eines Freihandelsabkommen? GB ist der 4. grösste Handelspartner der Schweiz also wird man dies früher oder später sowieso tun müssen.
  • Kommentar von Hans Haller  (panasawan)
    Die EU nutzt vor allem und ganz besonders nur Deutschland. Andere Länder haben es da nicht immer ganz so gut. Das darf man keinesfalls übersehen.
    1. Antwort von E. Waeden  (E. W.)
      Stimmt! Nutzniesser in der EU sind hauptsächlich die Deutschen. Wohlverstanden nicht das Fussvolk, sondern Banken, Grossindustrien & viele Politiker.
    2. Antwort von Denise Casagrande  (begulide)
      Die Schweiz hat ausser Holz, als natürliche Ressource, nichts! Daher ist die Schweiz, massiv auf das Ausland angewiesen und damit von jeher abhängig von der Welt!!