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Bucherer streicht Stellen
Aus Schweiz aktuell vom 12.08.2020.
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Wegen Coronakrise Bucherer baut 370 Stellen ab

  • Der Uhren- und Schmuckverkäufer Bucherer spürt die Folgen der Coronakrise und baut Stellen ab.
  • Insgesamt sollen 370 der weltweit 2'400 Arbeitsplätze der Gruppe verloren gehen, rund 220 davon in der Schweiz.

Bucherer sei stark von der Krise im Tourismus betroffen, sagt Marketingleiter Jörg Baumann: «Bereits seit Ende Januar fehlen uns Kunden, vor allem Reisegruppen aus Asien. Das führt dazu, dass allein in Luzern 90 Prozent des Umsatzes weggebrochen sind.» Auch mit der Wiedereröffnung der Boutiquen im Mai habe sich das Geschäft kaum erholt.

Sozialplan in Arbeit

Bis zu 170 Stellen will Bucherer deshalb am Hauptsitz und im Laden in Luzern abbauen. Weitere 50 Arbeitsplätze gehen in den restlichen Geschäften in der Schweiz verloren. Insgesamt beschäftigt Bucherer in der Schweiz rund 1'100 Mitarbeitende.

Betreffen werden diese Sparmassnahmen alle Bereiche, vor allem jedoch den Verkauf, sagt Jörg Baumann. «Genaueres ist Gegenstand der Gespräche mit den Sozialpartnern.» Das Konsultationsverfahren dazu sei eingeleitet worden. Das Ziel sei es, möglichst wenige Kündigungen aussprechen zu müssen.

Bei der Stadt Luzern ist man betroffen, habe aber mit einer solchen Hiobsbotschaft gerechnet, sagt Finanzdirektorin Franziska Bitzi: «Die Firma Bucherer ist ein sehr prominentes Beispiel, wir gehen aber davon aus, dass das nicht die letzte negative Nachricht gewesen sein wird.»

Düstere Aussichten

Gemäss dem Unternehmen bleiben die Aussichten im internationalen Tourismus düster. Und es drohe eine Rezession, die die Luxusgüterbranche besonders hart treffen werde, heisst es bei Bucherer. Vor 2023 verspricht sich das Unternehmen daher keine wesentliche Verbesserung der Geschäftslage.

Das im Jahr 1888 in Luzern gegründete Familienunternehmen betreibt 36 Läden in Europa, davon 17 in der Schweiz und 10 Niederlassungen in Deutschland. In den USA führt die Gruppe unter der Marke Tourneau 32 Geschäfte.

Regionaljournal Zentralschweiz, 12.08.2020, 12:03 Uhr/17:30 Uhr;

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Konrad Arnold  (Konrad-Paul)
    Das ist jetzt nun aber sicher der absolute Beweis.
    Wie viel Geld braucht ihr damit ihr zufrieden sein könnt?
    Wenn eine Unternehmung wie Bucherer nun Leute entlässt ist das schlicht nicht zu verstehen.
    Wir "die Stadt Luzern" haben die ganze Fluht von Menschen die durch die schöne Stadt strömen ertragen und Euch den Reichtum ermöglicht. Nun kommt eine kleine Kriese und Ihr entlässt treue Mitarbeiter.
    Wenn Ihr noch einen Funken Gewissen habt - macht das bitte sofort rückgängig!
    Danke.
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    1. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Sie äussern sich in einer Fünfer und Wegglimentalität, ohne Chinesen kein Umsatz, ohne Umsatz keine Arbeitsplätze und keine Steuern - ganz einfach! Das Stämpfele wird nicht weiterhelfen - sondern zeigt eigentlich nur auf, wie wenig vom Gesamtzusammenhang man begriffen hat! Es ist einfach über die Chinesen am Schwanenplatz zu fluchen, aber wenn man mit deren Geld millionenschwere Velotiefgaragen finanziert, sollte man das vielleicht bleiben lassen!
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Viele unschuldige Arbeitskräfte werden entlassen, Wasserträger jener, die reich abgarniert haben. Die reiche Chefetage feiert weiterhin Feste mit Fünfstern-Whisky und Kaviar. So sieht es an vielen Orten der neoliberalen Wirtschaftsordnung aus. Refeudalisierung in „modernem“ Gewand.
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    1. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Es ist immer wieder erstaunlich wie gut gewisse Personen wissen, wie Unternehmer so funktionieren. Es stellt sich die Frage, ob mit diesen Unterstellungen etwas zum Unternehmer gesagt wird, oder eher zum Charakter des solche Dinge Schreibenden! Unternehmer in diesen Zeiten zu sein, mit NULL Umsatz und grossen Kosten erscheint mir ziemlich herausfordernd. Kein echter Unternehmer und dazu zähle ich die Besitzer, entlässt gerne Mitarbeiter. Es zeigt wie kritisch die wirtschaftliche Situation ist!
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    2. Antwort von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Rechi)
      Herr von Känel, waren Sie bei diesen Festen dabei, oder woher wissen Sie von diesen Festen?
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    3. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Gerechterweise muss angefügt werden , dass jahrzehntelang die besagte Firma sehr gute Geschäfte machte und im Gegensatz zu manch anderer Firma trotz des Lockdown über die Runden kommen wird.
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  • Kommentar von Peter Zuber  (Hä nuuh)
    Buchderer hat über die Jahre Milliarden verdient. 1 halbes Jahr Flaute und schon fliegen die Mitarbeiter raus. Aber was will man von einem Milliardär erwarten der nicht einmal beim Coiffeur Trinkgeld gibt.
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    1. Antwort von Stefan Gisler  (Stefan Gisler)
      Gebe ich ihnen vollkommen Recht, auch Bucherer ist eines dieser Unternehmen das seit Jahren grosse Gewinne macht und wenn es mal nicht mehr rund läuft werden sofort Mitarbeiter entlassen. Schlimm ist zudem dass Bucherer z.B. in Luzern von der Stadt begünstigt wurde mit Bussen am Schwanenplatz und die Horden von Chinesen die Stadt überfluteten und das zum Leidwesen der Einwohner.
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    2. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      Aiai, diese globalen Grosskonzerne mit ihren inhumanen Praktiken.... ahm... oder wie jetzt?
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    3. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Dürfte ein bisschen schwierig werden mit den Milliarden, bei einem geschätzten Umsatz von knapp 1.2 Milliarden … oder glauben Sie, dass die Gewinnspanne bei dieser Art des Geschäfts bei über 80% liegt?
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