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«Enorme Schwankungen spiegeln Zuckungen an Finanzmärkten»
Aus SRF 4 News aktuell vom 31.10.2018.
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Wegen Frankenaufwertung Nationalbank mit Milliardenverlust

  • Die Schweizerische Nationalbank (SNB) weist für die ersten neun Monate einen Verlust von 7,8 Milliarden Franken aus.
  • Grund dafür ist zum einen die Frankenaufwertung wegen des Streits um das italienische Staatsbudget und zum anderen der Handelskonflikt zwischen den USA und China.
  • Zudem gab auch der Goldpreis nach, was den Wert der Goldanlagen der SNB schmälerte.

Die Quartalsabschlüsse der SNB gleichen einer Art Berg- und Talfahrt: Im ersten Quartal hatte noch ein Verlust von sieben Milliarden resultiert, im zweiten Quartal dann ein Gewinn von zwölf Milliarden. Jetzt – im dritten Quartal – gab es wieder einen happigen Verlust. Über die ganzen neun Monate betrachtet ergibt sich ein Verlust von 7,8 Milliarden Franken.

Diese enormen Schwankungen von Quartal zu Quartal spiegeln die Zuckungen an den Finanzmärkten. Sie bestimmen jeweils, wie viel Wert die milliardenschweren Reserven der Nationalbank gerade haben. So ist zum Beispiel der Goldpreis in den ersten neun Monaten gesunken.

Ausschüttung an Kantone noch nicht zu beziffern

Dadurch hat der Wert der Goldreserven um über dreieinhalb Milliarden Franken abgenommen, obwohl die Nationalbank noch immer gleich viele Goldbarren besitzt. Ähnlich lief es bei den Fremdwährungs-Positionen: Dort fiel ein Bewertungsverlust von über fünf Milliarden Franken an.

Wie viel Geld allenfalls Bund und Kantone für das laufende Geschäftsjahr von der Nationalbank bekommen werden, ist noch nicht klar. Das wird wegen der grossen Schwankungen des Ergebnisses erst Ende Jahr festgelegt.

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Vogt  (bru.vogt)
    Hier wird von Gold und Frankenaufwertung gesprochen, lächerlich! Der Anteil Gold an der aufgeblähten SNB-Bilanz hat kaum mehr einen Einfluss. Der Franken hat sich in den letzten Wochen gegenüber dem Dollar nur abgeschwächt und gegenüber dem Euro seitwärts tendiert. Viel wichtiger wäre es wenn man sich die Dow Jones Börsenwerte anschaut, denn da ist die Notenbank gross drin im Geschäft und diese Kurse haben in den letzten Wochen extrem eingebüsst, mit allem Risiko das dies für uns beinhaltet.
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Sie haben offenbar vergessen zu bedenken, dass die Angabe im Artikel für die ersten 9 Monate 2018 gilt, also die Bewegungen die Sie anführen und spezifizieren als "in den letzten Wochen" noch gar nicht enthält, da Ihr Zeithorizont offensichtlich der Oktober ist. Denn im Artikel endet der Betrachtngszeitraum Ende September.
  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Die Kantone solle jetzt auch diesen "Verlust" mit der Bank teilen. Bei Gewinn wollen ja auch immer alle so viel wie möglich. Oder sehe ich da ein Lebensprinzip falsch?
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Sie sehen vor allem Falsch, dass die Kantone nicht am Ergebnis per Ende September partizipieren. Zuerst muss das Jahr fertig werden, dann wird abgerechnet.
  • Kommentar von Jürg Brauchli  (Rondra)
    Solche Headlines sind nicht korrekt. Vor das Wort "Milliardenverlust" gehört das Wort "buchmässigen"! Alles Andere ist unseriös und leitet in die Irre.
    1. Antwort von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
      Naja, fake ist halt "in".