Darum geht es: Seit Beginn der aktuellen Hitzewelle verzeichnen Detailhändler bei Ventilatoren und mobilen Klimageräten eine deutlich erhöhte Nachfrage. Bei Media Markt liegen die Verkäufe in diesen Wochen fast 300 Prozent höher als im Vorjahr. Die Galaxus-Kundschaft kaufte über das ganze Jahr gerechnet knapp 50 Prozent mehr Klimageräte als im Vorjahr. Bereits 2025 wurden Rekorde gebrochen.
Diese Geräte gibt es: Neben Standventilatoren sind auch sogenannte Luftkühler gefragt. Diese funktionieren ähnlich wie gewöhnliche Ventilatoren, enthalten aber zusätzlich einen Wassertank. Die tatsächliche Raumtemperatur wird allerdings auch damit kaum gesenkt. Anders ist das bei klassischen Klimaanlagen. Der Unterschied zu einem Luftkühler oder Ventilator ist, dass eine Klimaanlage Wärme nach aussen abgibt.
Das sind die Trends: Media Markt spürt ein wachsendes Interesse an Geräten mit sogenannter «Smart-Home-Anbindung» – sie lassen sich mit verschiedenen Geräten im Haushalt vernetzen. Zudem sind sie per App steuerbar, auch wenn man nicht zu Hause ist. Ein weiterer Trend seien mobile Split-Klimaanlagen. Diese gelten als besonders wirkungsvoll, weil das Innengerät im Raum die Luft kühlt und das Aussengerät gleichzeitig Wärme abgibt.
Der Faktor Preis: Das teuerste Gerät muss nicht immer das beste sein. Im Test von Kassensturz hat der zweitgünstigste unter den geprüften Standventilatoren am zweitbesten abgeschnitten. Die Preisunterschiede sind enorm. Ein Standventilator kostet, je nach Marke und Anbieter, zwischen 25 und 150 Franken.
Die Verfügbarkeit: Bei einzelnen Modellen beobachtet Media Markt aktuell punktuelle Ausverkäufe. Lange Wartezeiten müssen Kundinnen und Kunden aber nicht befürchten. Die Lieferketten seien gesichert. Einzig wenn die Hitzewelle noch länger anhalten würde, könnten Engpässe bei besonders stark nachgefragten Modellen nicht mehr ausgeschlossen werden.
Die rechtliche Situation: Ventilatoren und Luftkühler sind erlaubt. Bei Klimaanlagen ist es komplizierter. Die erwähnten Split-Klimaanlagen haben ein sichtbares Aussengerät. Dieses ist in der Regel, wie alle anderen baulichen Anpassungen an der Ausrüstung von Gebäuden, bewilligungspflichtig. Für ein mobiles Klimagerät braucht es hingegen meist keine Bewilligung. Der Nachteil: Für diese braucht es deutlich mehr Strom.
Das sind Alternativen: Mit richtigem Lüften und geeigneter Bettwäsche, aber auch mit auf den ersten Blick etwas abstrakteren Methoden wie speziellen Raumdüften, die zu thermischem Wohlbefinden führen sollen, lässt sich das Raumklima auch ohne die Anschaffung eines Klimageräts angenehm gestalten.