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Weihnachten und Konsum «Heiligabend sollte für alle ein schöner Abend sein»

Legende: Audio In vielen Städten findet am 24. Dezember kein Sonntagsverkauf statt. abspielen. Laufzeit 01:48 Minuten.
01:48 min, aus HeuteMorgen vom 23.12.2017.

Trotz dem besinnlichen Läuten der Kirchenglocken ist die Stimmung in der Berner Innenstadt nicht festlich. Hektisch trifft es besser. In Bern sind die Geschäfte morgen Sonntag geschlossen. Sie tun das freiwillig, wie in den meisten anderen Städten der Schweiz, zum Beispiel in Zürich, Basel, Luzern und St.Gallen.

Das sei richtig so, sagt die junge Frau, die vor den Lauben eine Zigarettenpause macht. «Sonntagsverkauf an Heiligabend ist keine gute Idee, denn auch die Angestellten sollten die besinnliche Zeit geniessen können. Es sollte für alle ein schöner Abend sein.»

Angestellte sollten entscheiden können

Für einen Romand Mitte Vierzig sollten die Angestellten die freie Wahl haben, ob sie arbeiten wollten oder nicht. Doch oft hätten die Angestellten keine Wahl, heisst es bei den Gewerkschaften. Bei der Unia Zürich-Schaffhausen sagt Co-Leiter Lorenz Keller: «Oft werden die ständigen Öffnungszeiten als grösstes Problem in einer Branche genannt, in der die Löhne sehr tief sind. Das ist ein klares Signal, dass man aufhören muss, die Frage der Ladenöffnungszeiten auf dem Buckel der Angestellten auszutragen.»

Die grossen Detailhändler Migros und Coop haben einen Mittelweg gewählt. Die meisten ihrer Filialen bleiben morgen geschlossen. Coop-Mediensprecher Ramon Gander sagt: «Wir möchten, dass unsere Mitarbeiter Heiligabend mit ihren Familien verbringen können, deshalb haben die meisten Läden geschlossen. Es gibt aber Ausnahmen, an Bahnhöfen, in grossen Zentren oder in Tourismusregionen. Da haben einzelne Supermärkte geöffnet.»

Dasselbe gilt für die Migros. Somit bleiben also heute Samstag letzte Einkäufe möglich. In den Schweizer Innenstädten aber wird nach der Hektik die Ruhe einkehren.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Es lebt die Heuchlerei! Man ist mit den Armen, doch man verfolgt sie mit Bespitzelung weil er ein Schmarotzer sein könnte. Mann trauert um Tote in Kriegen oder Ertrunkene im Mittelmeer, doch ihnen einen warmen Platz, Essen Trinken und Kleider zu geben, Nein, da stempelt man sie lieber mal ab als Wirtschaftsflüchtlinge oder mögliche Terroristen. Sonntage und Feiertage werden geopfert dem Ego zu liebe, man fühlt mit den Arbeitern, um die Langeweile doch in den Geschäften zu verbringen!
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  • Kommentar von Werner Blatter (blatti)
    Wofür unsere Väter & Mütter gekämpft haben..... Feiertage und div. anderes wird heute mit Füssen traktiert..... Für dieses benehmen gibt es nur ein Wort..... Sauerei!
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Sämtliche Geschäfte sollten an Weihnachten geschlossen bleiben, ausser einige Apotheken und Drogerien in Bahnhöfen. Es ist den Angestellten zu gönnen, dass auch sie sich in aller Ruhe auf das Fest einstimmen können, ohne Stress und Last minute Ein- und Verkäufe. Diesmal fällt der Heiligabend auf einen Sonntag und der soll stressfrei sein.
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