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Weko zum BaZ-Deal Tamedia könnte zu dominant werden

  • Die Weko sieht durch den Zusammenschluss in verschiedenen Märkten eine marktbeherrschende Stellung von Tamedia begründet oder verstärkt.
  • Tamedia selbst rechnet weiterhin mit einer Zustimmung der Wettbewerbshüter bis spätestens Ende Jahr.
  • Im Mai hatte Tamedia angekündigt, die BaZ kaufen zu wollen. Laut «NZZ am Sonntag» geht es um einen Deal von rund 60 Millionen Franken.

Die Wettbewerbskommission sieht verschiedene Hindernisse für den Zusammenschluss der beiden Zeitungshäuser: Erstens eine möglicherweise marktbeherrschende Stellung für Inserenten von Stellenanzeigen und Rubrikinseraten in der Deutschschweiz und im Raum Basel.

Zweitens gebe es Anhaltspunkte für die Begründung oder Verstärkung einer kollektiven Marktbeherrschung im Lesermarkt für Tageszeitungen im Raum Basel, im Markt für die Bereitstellung von nationaler Print-Firmenwerbung in der Deutschschweiz sowie in den Märkten für Inserenten in Immobilien-Rubrikanzeigen.

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Weko prüft Übernahme der Basler Zeitung vertieft
01:52 min, aus Regionaljournal Basel Baselland vom 07.08.2018.
abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.

Die Weko will die vertiefte Prüfung des Zeitungsdeals innerhalb der gesetzlichen Frist von vier Monaten abschliessen. Zu Tamedia gehören auch die Zeitungen «Tages-Anzeiger» und «Bund».

Tamedia nennt Weko «weltfremd»

Tamedia-Chef Christoph Tonini hat das Vorgehen der Weko in einem Interview mit dem Onlineportal «persoenlich.com» vom Montag als «weltfremd» bezeichnet.

In einer Medienmitteilung weist Tamedia darauf hin, dass die vertiefte Prüfung auch den Vollzug des Erwerbs der beiden Zeitungen «Tagblatt der Stadt Zürich» sowie «Furttaler/Rümlanger» durch die Zeitungshaus AG verzögere. Diese besitzt die «Basler Zeitung». Dem Verwaltungsrat der Zeitungshaus AG gehört unter anderem Christoph Blocher an.

Über die Integration der «Basler Zeitung» in das Netzwerk von Tamedia und die Nachfolge von Markus Somm werde zu einem späteren Zeitpunkt informiert, schreibt Tamedia weiter. Somm gibt die Chefredaktion der «Basler Zeitung» bis Ende 2018 ab.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Müller  (thomas@mullers.ch)
    Bekannlich kauft Tamedia auch Zeitungen, um sie zu schließen und so unliebsame Konkurrenten loszuwerden.
    Was hat sie wohl mit der BaZ vor?
  • Kommentar von Rolf Bolliger  (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Hoffentlich schiebt die WEKO für einmal "den Riegel" gegen diese totale Marktbeherrschung der Tamedia. Als Politbeobachter scheint mir diese Möglichkeit allerdings eher unwahrscheinlich! Weil der "unbeliebteste Schwergewichts-Politiker" Dr. Christoph Blocher, sehr viel Kapital in der "Basler-Zeitung" investiert hatte, wird die WEKO die Gelegenheit gerne benützen, diesem Blocher "eines auszuwischen"! Fazit: Die Einheits-Medien-Gesinnung wird noch dominanter!
    1. Antwort von Martin Meier  (M.Meier)
      Der links-liberale Medienmainstream beherrscht jetzt schon die Berichterstattung und Meinungsbildung im Lande, auch wenn das vielleicht die Mehrheit gar nicht möchte.
  • Kommentar von René Balli  (René Balli)
    In der "vielfältigen" Schweiz säuselt seit vielen Jahren sowieso nur noch ein Wind der Wirtschaft, da passt es auch wunderbar ins Bild, dass es praktisch nur noch eine Zeitung und eine Meinung gibt.
    1. Antwort von Hans Haller  (panasawan)
      Wir haben bald das was Sie sagen in den Medien. Eine Meinung und Deutungshoheit, unter verschiedenen Labels vermarktet um den Schein der Medienvielfalt zu wahren.