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Schwerpunkt: Was Corona auf dem Immobilienmarkt auslöst
Aus ECO vom 27.04.2020.
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Weniger Nachfrage Corona infiziert die Immobilien-Branche

Wohn- und Geschäfts-Immobilien bleiben von der Krise nicht verschont. Noch sinken die Preise aber nicht überall.

Soll man sich jetzt Wohneigentum leisten? Und wie wirkt sich die Krise auf Büro- und Geschäfts-Immobilien aus?

«ECO» hat sich in der Branche umgehört und zeigt, wer derzeit besonders betroffen ist.

Wohneigentum: Je günstiger, desto stabiler

Die grössten Preisreduktionen werden im Luxusbereich erwartet. Analysten rechnen mit bis zu 15 Prozent.

Makler Niki Thomet, der Luxus-Immobilien am Zürichsee vermittelt, geht davon aus, dass die Analysten richtig liegen: «In konjunkturell schwachen Zeiten ist weniger Liquidität im Markt.» Bisher könne er aber jede Immobilie vermitteln.

Genauso wie sein Kollege Axel Kühn, der vor allem Stadtwohnungen in Zürich anbietet. Beide Makler sehen aber eine sinkende Nachfrage – um 50 Prozent und mehr.

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Zwei Makler, zwei Immobilien und eine geringere Nachfrage
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Im niedrigeren Preissegment in guten Lagen sind die geringsten oder gar keine Korrekturen zu erwarten. Da ist sich die Branche einig.

Dennoch gibt es Anbieter, die bereits jetzt die Preise für Neubauwohnungen reduzieren. Das zeigt das Beispiel der Firma Halter in Neuhausen am Rheinfall.

Geschäftsführer Markus Mettler sagt: «Wenn alle verunsichert sind, haben unsere potenziellen Kunden kein grosses Interesse, zuerst ein mal eine Eigentumswohnung zu kaufen.» Er will durch den Preisnachlass «die Lust an Investitionen wieder wecken».

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Neubauprojekt am Rheinfall: «Wir reduzieren die Preise»
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Büro-Immobilien: Homeoffice lässt Nachfrage einbrechen

Der Druck auf den Wert von Büro-Immobilien wird steigen. Damit rechnen die beiden Banken UBS und Raiffeisen.

Raiffeisen stellt fest, dass unzählige Firmen ihre Homeoffice-Kapazitäten in kürzester Zeit massiv ausgeweitet hätten und die Erfahrung machten, dass dezentrales Arbeiten durchaus positive Aspekte habe.

Das zeigt sich am Beispiel des IT-Unternehmens Adesso. Seit dem Lockdown sind fast alle 300 Mitarbeiter im Homeoffice – eine überraschend positive Erfahrung, sagt Geschäftsführer Hansjörg Süess. Trotz Wachstums seien keine grösseren Büroflächen geplant.

Im Gegenteil: In Zukunft soll Homeoffice öfter möglich sein. Statt 80 Prozent Büropräsenz könnten es künftig nur noch 60 Prozent sein.

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Adesso-Geschäftsführer Hansjörg Süess: Kompensieren Wachstum mit Homeoffice, nicht mit mehr Büroflächen.
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Gewerbe und Verkaufsflächen: Viel Unsicherheit

Am Flughafen Zürich sind fast alle der rund 180 Geschäfte seit Mitte März geschlossen. Und obwohl der Umsatz Null ist – und damit auch die umsatzabhängige Miete – schulden sie dem Flughafen eine Minimum-Miete.

Auf diese verzichtet der Flughafen im Moment. Stefan Gross, Leiter Kommerz vom Flughafen Zürich, sagt: «Wir haben jetzt eine ausserordentliche Situation. Aber deswegen stellen wir unsere Beziehungen zu den Partnern nicht grundsätzlich in Frage».

Flugpassagiere werden noch länger fehlen. Stefan Gross ist aber überzeugt, dass die Zahl der Einkäufer nach dem 11. Mai wieder anziehe.

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Wie Flughafen und Hauptbahnhof Zürich mit den Gewerbe-Mieten umgehen
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Bei der SBB hat rund die Hälfte der über 1000 Geschäftsmieter geschlossen. Als Sofortmassnahme hat die SBB die Zahlungsfrist der Minimum-Miete von 30 auf 90 Tage erhöht.

Bis Mitte Mai soll es für alle eine tragfähige Lösung geben. Mediensprecher Reto Schärli sagt: «In die Details können wir noch nicht gehen. Weil die Beschlüsse noch nicht gefällt wurden. Aber selbstverständlich liegt uns daran, die Mieterinnen und Mieter zu halten».

Was passiert, wenn ein Mieter nach 90 Tagen noch immer nicht zahlen kann? Die Frage könne man heute noch nicht beantworten.

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«Corona wird einmal Vergangenheit sein, Home Office nicht.» Donato Scognamiglio zu Büro- und Gewerbeimmobilien
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ECO, 27.04.2020, 22.25 Uhr

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Teodora Anna  (Teea)
    Wenn es beim Immobilien noch eine Krise geben sollte dann war's!!.
    Die ganze Wirtschaft wird dann einstürzen.
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    1. Antwort von Christian Halter  (Asterix der Gallier)
      Hören sie auf mit der Panikmache und dem Pessimismus. Haben dann etwa alle Leute ihr Fachwissen vergessen (Arbeiter)? Sind dann alle Fabriken, Produktionsmaschinen und Läden verschwunden (Angebot)? Wollen die Leute dann keine Kleider kaufen, Kaffee trinken und sich die Haare nie wieder schneiden lassen (Nachfrage)? NEIN. Angebot, Nachfrage und Arbeiter sowie Infrastruktur sind alle noch vorhanden, genau wie vorher, nur hats halt ein paar vorher schon kriselnde Läden "gelupft"/korrigiert.
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    2. Antwort von marc rist  (mcrist)
      @TA: Mitnichten. Dann kehrt lediglich bei einigen Zeitgenossen hierzulande, die den Rachen in all den Jahren nicht voll genug bekommen konnten, so etwas wie Realitätssinn ein. Meine weiteren Überlegungen erspar ich Ihnen (sie würden vermutlich zensiert).
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