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Der Übernahmekampf
Aus 10 vor 10 vom 19.02.2015.
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Wirtschaft Wer ist die Firma, welche die Sika übernehmen will?

Der französische Riesenkonzern Saint-Gobain will den Schweizer Bau-Chemikalien-Hersteller Sika übernehmen – trotz allen Widerständen. Diese werden sich legen, wie der Chef von Saint-Gobain überzeugt ist.

Seit Wochen tobt ein Übernahmekampf um Sika, das traditionsreiche Schweizer Bauchemie-Unternehmen. Die Gründerfamilie hat ihre Anteile an Sika hinter dem Rücken von Verwaltungsrat und Management verkauft. Die Sika-Spitze wehrt sich nun mit juristischen Mitteln gegen die Übernahme.

Neuer Besitzer von Sika soll der französische Konzernriese Saint-Gobain werden, eines der grössten Unternehmen Frankreichs.

Wir sind nicht hier, um das Unternehmen zu restrukturieren, sondern um gemeinsam zu wachsen.
Autor: Pierre-André de ChalendarChef von Saint-Gobain

Der Chef von Saint-Gobain, Pierre-André de Chalendar, bekräftigt die Kaufabsichten: «Natürlich werden wir kaufen. Denn es ist ein wunderbares Unternehmen.» Doch – im Wissen um die grosse Verunsicherung bei Sika – sagt de Chalendar auch: «Ich möchte alle Kadermitglieder und Arbeitnehmer beruhigen. Das Ziel von Saint-Gobain ist es, das Geschäft zu entwickeln. Wir sind nicht hier, um das Unternehmen zu restrukturieren, sondern um gemeinsam zu wachsen.»

Der Hauptsitz von Saint-Gobain
Legende: Die Wurzeln von Saint-Gobain gehen über 350 Jahre zurück. Hier der Hauptsitz in Courbevoie. Reuters

Die Schweiz sei für Saint-Gobain ein sehr wichtiges Land. Auch wenn Saint-Gobain in der Schweiz nicht sehr bekannt sei – ihre Firmen seien es. «Wir sind seit 80 Jahren in der Schweiz», sagt de Chalendar. Saint-Gobain beschäftigt hierzulande 2000 Arbeitnehmer.

Dennoch: Die geplante Übernahme der Sika stösst auf heftige Kritik. Hat Saint-Gobain Fehler gemacht? «Ich habe vielleicht zu wenig genau erklärt, was Saint-Gobain ist», gibt der 57-Jährige zu. Er spricht auch von Verständigungsschwierigkeiten zwischen der Familie und dem Verwaltungsrat. «Das wird sich regeln. Ich mache mir keine Sorgen. Ich bin absolut zuversichtlich, dass das alles in Ordnung kommen wird.»

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4 Kommentare

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  • Kommentar von R.P. Meier , Zug
    Den Managern von Sika geht es einzig um ihre grossen Saläre und Boni. Eine Frechheit, was die veranstalten.
    1. Antwort von A. Wettstein , rohrdorf
      Hier gehts um die GRÜNDERFAMILIE, die den grossen Reibach macht... VR und Management sind GEGEN die Übernahme...
    2. Antwort von Corinna Lorenz , Hoher Spielberg 4
      ...die Sika Manager haben angst. Dem Unternehmen wird die Führung durch Saint Gobain gut tun. Die Manager führen sich auf als würde ihnen das Unternehmen gehören. Beim Sika Management muss ganz dringend aufgeräumt werden....
    3. Antwort von M. Geissbühler , Root
      @ Meier: Ihre Behauptung zeugt von wenig Kenntnis und verdient selber das Prädikat Frechheit. Wenn es dem Sika-VR und Management um persönliche Boni und Saläre ginge, hätten sie sich längst von Saint Gobain vergolden lassen. Ich kann ihnen aber versichern, dass es der Gründerfamilie und wohl auch Saint Gobain um Gewinnmaximierung geht. Das ist an- und für sich nichts illegales, in ihrem Fall aber einen Verrat an den Werten ihrer erblassenden Eltern und an denen von Sika und ein Wortbruch.