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Zollstreit USA-China China kündigt Vergeltung an

US-Präsident Donald Trump hat gegen China Zölle auf Waren im Wert von 50 Milliarden Dollar verhängt. Die Antwort aus China folgte prompt. So kündigte Chinas Regierung ihrerseits Vergeltungszölle an.

Legende: Audio Chinas Reaktion auf die US-Zölle kommt prompt abspielen. Laufzeit 01:30 Minuten.
01:30 min, aus HeuteMorgen vom 16.06.2018.

Auf über 500 verschiedene Produkte aus den USA sollen zusätzliche Zölle in der Höhe von 25 Prozent erhoben werden. Dies gab das chinesische Handelsministerium bekannt.

Die Zölle sollen ab dem 6. Juli eingeführt werden – auf Waren im Wert von 34 Milliarden US-Dollar. Das Datum für die Zölle von über 100 weiteren US-Produkten, werde man später bekannt geben.

China wolle keinen Handelskrieg führen, so das Handelsministerium in einer Pressemitteilung. Die US-Regierung lasse China jedoch keine andere Wahl. Deshalb werde man auf das Vorgehen der USA mit Zöllen im selben Umfang reagieren.

Autoindustrie und Landwirtschaft betroffen

Pekings Zölle zielen auf amerikanische Autos, aber auch auf die amerikanische Landwirtschaft: Betroffen sind unter anderem Sojabohnen, Orangensaft, Whiskey, Fisch und Meeresfrüchte.

Es sind Importe aus US-Regionen, deren Wähler hauptsächlich Donald Trump unterstützen. Auch sind es Produkte, die China aus anderen Ländern beziehen und somit mögliche Versorgungsengpässe minimieren kann.

Vereinbarung vom letzten Monat hinfällig

Dabei schien ein drohender Handelskrieg erst im vergangenen Monat im letzten Moment abgewendet. Die USA nahmen ihre Drohung zurück, Zölle auf chinesische Waren im Wert von bis zu 150 Milliarden Dollar zu erheben. Im Gegenzug kündigte China an, mehr Waren aus den USA zu beziehen – unter anderem Agrarprodukte und Erdgas.

Diese Vereinbarungen, sagte die chinesische Regierung nun, würden mit Trumps neuen Zöllen hinfällig.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    China möchte ja in höhere Lohnklassen aufsteigen, aber in Wirklichkeit würde eher eine Zweiklassengesellschft entstehen. China will gar nicht mehr die Werkbank der Welt sein. Trotzdem braucht sie internationale Märkte, ihre ganzen 5 Jahrespläme scheinen auf willigen Arbeitskräften und offenen Märkten aufgebaut zu sein. Das was jetzt geschieht ist nicht nur negativ. Es kann sogar zu einer gewissen Besinnung führen. Einem innehalten und neuüberdenken.
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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Ich glaube wirklich das wir Menschen die Dinge nicht in der Hand haben. Die Auswirkungen nun abzuschatzen sind gar nicht so einfach. Für wen sind eigentlich Zölle schlecht. Zuerst sieht es so aus als ob der Welthandel ins stocken gerät. Könnte es aber nicht sein, das damit die Binnenwirtschaft gestärkt wird. Dass Grosskonzerne eher Mühe damit haben und Aktionäre nicht unbedingt die Gewinner sind. Analysiert man das genau dann geschieht dadurch nicht nur negatives.
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  • Kommentar von A. Gasser (Alga)
    Ich verstehe nicht wie sie bei diesen Zöllen von Umweltschutz sprechen können. Trump ist der Umweltschutz völlig egal. Sonst hätte er nicht das Klimaschutzabkommen zerrissen.
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