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Das Contact Tracing Center in Aarau verfolgt Infizierungen.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 07.05.2020.
abspielen. Laufzeit 03:47 Minuten.
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Zweiter Lockerungsschritt Im Aargau startet am 11. Mai ein «Contact Tracing Center»

  • In Aarau nimmt am Montag ein Contact Tracing Center den Betrieb auf. Dieses ist für die Nachverfolgung, Begleitung und Betreuung von Personen in Selbstisolation und Selbstquarantäne zuständig.
  • Das Center wird vom Kantonsärztlichen Dienst betrieben. Bis zu 20 Mitarbeitende werden im Einsatz stehen.
  • «Mit dem Contact Tracing wollen wir die Infektionskette möglichst rasch unterbrechen», sagte Kantonsärztin Yvonne Hummel.
  • Hausärztinnen und Hausärzte sowie Labore werden neue COVID-19-Infektionen an das Center melden. Dieses kontaktiert die Betroffenen und ihre engsten Kontakte der letzten 48 Stunden.

Die infizierte Person und ihre Kontakte müssen anschliessend zu Hause bleiben. Es müssen also auch Kontakte in Quarantäne, die keine Symptome zeigen. Dies geschieht, wenn man als enger Kontakt gilt, «wenn man im selben Haushalt lebt zum Beispiel, oder wenn man länger als 15 Minuten mit weniger als 2 Metern Abstand Kontakt hatte», erklärt die Aargauer Kantonsärztin Yvonne Hummel gegenüber SRF.

Die Mitarbeiter des Contact Tracing Centers rufen täglich an, erkundigen sich nach dem Gesundheitszustand, aber auch danach, ob man wirklich zu Hause ist. Diese Selbstisolation basiert auf dem Epidemiengesetz und wird angeordnet, ist also nicht freiwillig, hält die Kantonsärztin fest. Im Team des Centers arbeiten Personen aus dem Kantonsärztlichen Dienst, Angestellte der Lungenliga oder des Zivilschutzes. Sie alle haben mehrheitlich eine medizinische Ausbildung, hält der Kanton fest.

Dauert Contact Tracing 18 Monate lang?

Die Investitionskosten für das neue Center betragen 230'000 Franken, für den Betrieb (Personal, eigene Software, etc.) muss bis Ende Jahr mit einer Million Franken gerechnet haben, sagten die Verantwortlichen an der Medieninformation. Man habe sich für eine eigene Software und ein Center entschieden, weil das alles noch lange dauern könnte.

«Wir haben in diversen Gesprächen mit dem Bundesamt für Gesundheit entsprechende Signale erhalten. Es könnte Monate dauern», sagt Yvonne Hummel, Kantonsärztin im Aargau. Der Kanton Aargau plant das Contact Tracing für 6 bis 18 Monate, deshalb lohne sich die eigene Organisationseinheit. Man hoffe, die Neuansteckungen weiterhin tief zu halten. Mit den Lockerungen, dem Pendeln, den Restaurantbesuchen müsse man aber auch damit rechnen, dass man die Fallzahlen nicht unbedingt auf Null reduzieren könne.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 12:03 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Jean Piere Grano  (J.-P. Grano)
    Nach aktuellen Zahlen ergeben nur rund 5% aller Tests, welche bei möglicherweise von positiv Gesteten infizierten Personen durchführt wurden, ebenfalls ein positives Ergebnis. Also: Eine Person muss 20 Mal für jeweils 10 Tage (= 200 Tage, das sind die Arbeitstage fast eines ganzen Jahrs) in Quarantäne, aber nur ein Mal ist sie tatsächlich infiziert und hat dann in den meissten Fällen nur leichtere Symptome. Wer zahlt die Lohnkosten dieser 200 Tage? Wie finanzieren Selbständige das?