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Krankheiten in der Geschichte

Unter der «Mousseline-Krankheit» wurden im 18. Jahrhundert Erkältungskrankheiten zusammengefasst, weil Frauen den leichten Stoff auch im Winter trugen. Im 19. Jahrhundert gab es die Diagnose «Eisenbahnkrankheit». Betroffen waren Reisende und Mitarbeiter der Eisenbahn. Wegen dem Lärm, Erschütterung und Geschwindigkeit klagten sie über Ohrensausen, Augenflimmern und Entkräftung. 

Wer definiert eigentlich eine Krankheit? Welche Folgen hat es, wenn – zum Beispiel Homosexualität – als Krankheit definiert wird? Und was ist mit Leiden, die von Betroffenen als Krankheit wahrgenommen werden, aber nicht als Krankheit gelten? Diesen Fragen widmet sich der «Treffpunkt».

Gast: Iris Ritzmann, Medizinhistorikerin und Ärztin aus Zürich. Die Professorin befasst sich mit Medizingeschichte aus der Sicht von betroffenen Minderheiten und spezieller Patientengruppen.