Peach Weber ist eine feste Grösse in der Schweizer Comedy-Szene, ein Meister des Wortspiels und begeistert sein Publikum seit Jahrzehnten. Doch hinter dem Komiker steckt ein Leben voller unerwarteter Wendungen und skurriler Fakten – ein wenig wie der Künstler selbst. Fünf Anekdoten zum Schmunzeln.
1. Wie Peach Weber seine Gags festhält
Wenn der Komiker auf der Bühne steht, feuert er Gag um Gag ins Publikum. Ihren Ursprung nehmen die Witze ganz «old school» auf einem mit Bleistift beschriebenen Stück Papier.
Später zückt er sogar seine 35-jährige Schreibmaschine und tippt die Witze auf Karteikarten ab. «So kannst du nicht einfach schnell etwas löschen», meint Peach Weber. Und wenn er doch mal eine Pointe ausbessern muss, kommt das Tipp-Ex ins Spiel.
2. Seit 40 Jahren nicht mehr beim Friseur
Wer Peach Weber kennt, weiss: Der 73-Jährige ist kaum ohne Baseball-Cap auf dem Kopf anzutreffen. Ob seine Frisur der Grund dafür ist? Im Gespräch mit SRF offenbart der gebürtige Aargauer, dass sein letzter professioneller Haarschnitt inzwischen 40 Jahre zurückliegt. «Wenn ich zum Coiffeur ginge, müsste ich noch einen Finderlohn zahlen.»
Stattdessen macht er kurzen Prozess und schneidet sich das lange weisse Haar einfach selbst: «Ich kann mit der Schere links und rechts ein Stück abhauen und mir die 40 Franken sparen.»
3. Als Komiker im Einwohnerrat
Was viele von Peach Weber nicht wissen: Der Kabarettist war auch politisch aktiv. Statt einer Partei beizutreten, gründete er in seiner Wohngemeinde Wohlen (AG) eine eigene Ein-Mann-Liste namens «Euse Maa». Mit 25 Jahren wurde er damit in den Einwohnerrat (Lokalparlament) gewählt und blieb insgesamt zwölf Jahre im Amt.
Aus der ursprünglichen Liste entwickelte sich später die Gruppierung «Eusi Lüüt», die schliesslich acht Mitglieder im Parlament zählte. «Wenn du bekannt bist, kommst du rein, ohne dass du schaurig gut bist», meint der 74-Jährige.
4. So entstand das Lehrer-Gen
Der gebürtige Aargauer ging in Wohlen zur Schule. In seiner Klasse sassen damals über 50 Schülerinnen und Schüler. Weil der Bursche jeweils relativ schnell mit der Rechenprüfung fertig war, durfte er die Kärtchen seiner Kameraden korrigieren.
Später bildete sich Peach Weber selbst zum Lehrer aus. «Wenn ein Kind etwas nicht begreift und du kannst es mit zwei Mal erklären dorthin bringen, dass es Klick macht – das ist das schönste am Lehrerberuf», schwärmt der Vater einer erwachsenen Tochter.
5. Im Stahlwerk das Sackgeld aufgebessert
Ein Karriereweg à la Peach Weber? Beginnt bodenständig. Als Bursche wusch er für seinen Vater das Auto, holte ihm die Lieblingszigaretten aus dem nächsten Dorf und bekam dafür ein paar Batzen.
Später verdiente er sich während der Ferien in einem Stahlwerk und in einem Gartenbetrieb sein Sackgeld. «Ich habe gelernt: Wenn man etwas will, muss man etwas dafür tun.» So erarbeitete er sich auch das Geld für sein erstes Halbrennvelo selbst.