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Fibermaxxing Die Himbeere – ein Superfood aus der Region

Beeren sind immer wieder als Superfoods im Gespräch – meist solche, die von weit herkommen. Dabei können auch einheimische Himbeeren gut mithalten.

Das Schöne an Beeren: Sie liefern viele Nährstoffe – und haben im Verhältnis dazu weniger Zucker als Früchte. Deshalb gelten Beeren grundsätzlich als gesund. Die Himbeere zählt – nebst etwa Brombeeren und schwarzen Johannisbeeren – zu den Sorten, die sich besonders hervorheben.

Reife Beeren an einem grünen Zweig.
Legende: Sehr beliebt: Himbeersträucher wachsen in vielen Schweizer Gärten. Depositphotos

2026 steht foodtrendmässig im Zeichen des «Fibermaxxing». Will heissen: Man nimmt ganz bewusst viele Nahrungsfasern zu sich, um das Mikrobiom zu stärken. Und im Hinblick auf Nahrungsfasern schneidet die Himbeere hervorragend ab.

In der Schweizer Nährwertdatenbank ist sie mit 4,3 Gramm Nahrungsfasern pro 100 Gramm gelistet. Bei der Kirsche liegt dieser Wert bei gerade einmal 1,6 Gramm, bei Karotten bei 2,7 Gramm. Gut schneiden auch die Brombeere mit 5,2 Gramm oder die schwarze Johannisbeere mit 5,8 Gramm Nahrungsfasern pro 100 Gramm ab.

Sogenannte Superfoods punkten oft auch mit hohen Gehalten an Antioxidantien, die eine wichtige Aufgabe für die Zellgesundheit übernehmen, weil sie freie Radikale abfangen. In den vergangenen Jahren ist die Açaí-Beere aus dem Amazonasgebiet hip geworden. Dank ihrer sehr dunkelvioletten Farbe weist sie einen hohen Gehalt an antioxidativen Pflanzenstoffen auf.

Dunkle Beeren aus der Schweiz schneiden hierbei gut ab. Auch die Himbeere enthält Antioxidantien – da sie nicht ganz so dunkel ist, etwas weniger als schwarze Johannisbeeren.

Seit Kindheit auf Himbeere getrimmt

Während die schwarze Johannisbeere den Massengeschmack nicht ganz trifft, auch wenn sie eine treue Fangemeinde hat, ist die Himbeere prägend für viele klassische Zubereitungen in der Schweizer Küche. Wohl auch, weil wir schon als Kinder auf diesen Geschmack geprägt werden.

Bei Kindersirup hat die Himbeere sozusagen ein Monopol. Warum? Schon früher wurden Himbeeren, weil sie schnell verderben, zu Saft oder Konfitüre verarbeitet. Und: Das Himbeeraroma im Labor herzustellen, ist im Vergleich zu vielen anderen Aromen relativ einfach. Ein Hauptmolekül suggeriert bereits den typischen Geschmack.

Wohl wegen dieses so klaren Aromas konnten sich Gerichte wie «Heisse Liebe» – Vanilleglace mit warmen Himbeeren – als Klassiker durchsetzen. Auch Himbeertiramisu hat sich zu einem Standard in Schweizer Küchen gemausert. Himbeeren lassen sich zudem hervorragend in herzhaften Gerichten einsetzen, etwa in Sossen oder Salaten.

Neuinterpretation von Tomaten-Mozzarella-Salat

Besonders gut passen Himbeeren zu Tomaten: Beide bringen sensorisch eine fruchtig-blumige Aromatik mit und ergänzen sich. So lässt sich auch der italienische Klassiker Tomaten-Mozzarella-Salat wunderbar mit Himbeeren ergänzen.

Man zerdrückt einen Teil der Himbeeren und rührt sie mit Öl und Essig zu einem Dressing an. Die restlichen Beeren gibt man auf den Teller. Die fruchtige Komponente kann man zusätzlich mit Pfirsichschnitzen betonen – und angerichtet mit grünen Blättern von Pfefferminze oder Basilikum entsteht geschmacklich und optisch ein kleines Feuerwerk auf dem Teller.

Radio SRF 1, A Point, 3.7.2026, 11:45 Uhr

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