Zum Inhalt springen

Header

Audio
Butter homemade
Aus A point vom 01.03.2022.
abspielen. Laufzeit 4 Minuten 26 Sekunden.
Inhalt

In 20 Minuten fertig So macht man Butter selber: Schütteln, schütteln, schütteln!

Der Zopf? Selbstgebacken. Und die Butter? Ja, auch die können Sie ganz einfach selber machen. Wie zeigen, wie das geht.

Was unsere Grossmütter mit Hilfe eines «Butterfässli» noch ganz selbstverständlich selber gemacht haben, erledigen heute Milchverarbeiter wie Emmi, Cremo oder Fuchs für uns. Über 38'000 Tonnen Butter wurden 2020 in der Schweiz produziert. 5,3 kg frische Butter essen wir hierzulande pro Kopf und Jahr.

Maja Brunner

Maja Brunner

Foodredaktorin, Radio SRF 1

Personen-Box aufklappen Personen-Box zuklappen

Maja Brunner arbeitet als Foodredaktorin bei Radio SRF 1 und ist verantwortlich für die kulinarische Rubrik «A Point». Die Sendung wird von Montag bis Freitag um 11.40 Uhr auf Radio SRF 1 ausgestrahlt.

Porträt Maja Brunner

Wobei, ganz, ganz so frisch ist das Frischeprodukt Butter auf unserem Brot nicht. Im Schnitt dauert es eine bis drei Wochen vom Melken der Kuh bis zu dem Zeitpunkt, wo Sie dann die Butter aufs Brötli schmieren. «Was?», sagen Sie jetzt vielleicht, «So lange? Geht das nicht schneller?» Klar geht das! Butter «Homemade» halt. Das geht dann ruckzuck, zackzack. Oder sagen wir mal in etwa 20 Minuten haben Sie aus frischem Rahm ein Mödeli Butter gemacht.

Und so machen Sie Butter selber:

Für ein 100-Gramm-Mödeli benötigen Sie nur gerade 2 dl zimmerwarmen Vollrahm und ein sauberes, mit einem Deckel gut verschliessbares Konfitüren-Glas.

Ein Krüglein mit Vollrahm und ein leeres Konfitüren-Glas.
Legende: Vollrahm und ein Glas – Für selbstgemachte Butter braucht es nur wenig Equipment. SRF

Den Rahm geben Sie ins Glas und verschliessen dieses.

Jemand giesst aus einem kleinen Krug Rahm in eine Konfitüren-Glas
Legende: Das Glas zu etwa zwei Dritteln mit Rahm füllen. SRF

Jetzt brauchen Sie ihre Muckis. Schütteln* ist angesagt:

(Wer nicht schütteln will, schlägt den Rahm mit Hilfe eines Handrührwerks zu Butter. Das funktioniert auch.)

Jemand schüttelt das zu zwei Dritteln mit Rahm gefüllte Konfitüren-Glas.
Legende: Schütteln, schütteln, schütteln...! SRF

Sie schütteln so lange und so intensiv, bis aus dem Rahm Schlagrahm wird. Jetzt ist sozusagen Halbzeit beim Buttern. Sie schütteln flott und unbeirrt weiter und schon bald trennt sich wie von Zauberhand die Butter von der Buttermilch.

Die Butter hat sich im Glas von der Buttermilch getrennt.
Legende: Nach einigen Minuten heftigen Schüttelns hat sich die Butter von der Buttermilch getrennt SRF

Die Buttermilch leeren Sie durch ein Sieb ab und fangen Sie auf. Die Butter kneten Sie in einer grossen Schüssel mit Eiswasser (oder unter fliessendem kaltem Wasser gut zusammen und drücken die letzten Tropfen Buttermilch aus der Butter.

(Buttermilch ist übrigens ein herrlich erfrischendes Getränk. Geniessen Sie sie nature oder angereichert mit pürierten Früchten.)

Die Butter in einer grossen Schüssel mit Eiswasser kneten.
Legende: Die letzten Tropfen Buttermilch aus der Butter pressen. SRF

Jetzt geben Sie die frische Butter in ein Buttermodel oder formen ein Mödeli oder eine Butterrolle und stellen die frischgebutterte Butter zum Festwerden in den Kühlschrank. Und ja, vergessen Sie dann bloss nicht, sich ein feines Butterbrötli zu gönnen.

Eine Butterrolle und ein Butterbrötli.
Legende: Feine selbstgemachte Butter zum selbstgebackenen Brot – Das schmeckt! SRF

Butter und Brote: Simpel, aber fein

Box aufklappen Box zuklappen
  • Ein Butterbrötli und dazu ein Schoggistängeli – schmeckt garantiert heute noch genauso gut wie in Ihrer Kindheit.
  • Streichen Sie grosszügig Butter auf ein Stück Brot und geben Sie dann feingeschnittene Radieslischeiben drauf. Ein wenig Salz darüberstreuen und geniessen.
  • Für Sardellen-Fans: Butter aufs Brot streichen. Ein oder zwei Sardellenfilets auf die Butter geben. Herrlich!
  • Und wie wäre es mit Grossvaters Zuckerbrötli? Dick Butter auf frisches Brot streichen und grosszügigig Zucker drüberrieseln lassen. Gewiss, eine Kalorienbombe, aber man gönnt sich ja sonst nix!

Radio SRF 1, Sendung «A point», 28.2.2022

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

verfügbar sind noch 500 Zeichen

Mit dem Absenden dieses Kommentars stimme ich der Netiquette von srf.ch zu.

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

  • Kommentar von Verena Schär  (DOREMIFASOLATIDO)
    16 jährig arbeitete ich in einem Altersheim am Genfersee.
    Wir hatten riesigen Milchtansen in der Küche. Morgens schöpften wie den Rahm ( der schwimmt immer oben ) ab.
    Nach 2/3 Tagen wurde der kalte Rahm geschlagen. Glücklicherweise bereits damals mit der Maschine.
    Sobald sich das Milchfett klumpenweise vom Rest getrennt hatte wurde dieses zusammengeknetet (mit gewaschenen Händen). Dieser Butterballen wurde nochmals in kalten Wasser gewaschen um das Milcheiweiss zu entfernen.
    Mmhhh
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Das war vor 50 Jahren schon so usus in Great Britain und zwar auf dem Land.
    Da trafen sich abends ua "Farmer-Ladies" im "Pub", genehmigten sich 1, 2 "Drink's", plauderten und schüttelten Rahm in Glasbehältern.
    Wenn sie nach Hause gingen, hatten sie Butter in den Gefässen.
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten