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Pflege für Pflanzen Wellness-Tipps gegen Winterstress für Zimmerpflanzen

Trockene Heizungsluft und Lichtmangel im Winter stressen Zimmerpflanzen. Fünf Wellness-Tipps für gesunde Pflanzen.

Sprühen, Giessen, Baden

Bei trockener Heizungsluft leiden viele Pflanzen: Blätter werden braun, junge Blätter und Blütenknospen fallen ab.

  • Luftbefeuchter aufstellen (ideale Luftfeuchtigkeit ca. 50%), zugluftempfindliche Pflanzen wie Birkenfeige oder Efeutute geschützt stellen.
  • Pflanzen täglich mit kalkarmem Wasser besprühen – das Wasser sollte zimmerwarm sein.
  • Bei ausgetrockneter Erde hilft ein wöchentliches Wasserbad: Topf für eine Stunde in Schüssel mit lauwarmem, weichem Wasser stellen. Besonders blühende Orchideen profitieren davon.
  • Leitungswasser unter 15°fH verwenden, sonst Wasser abkochen oder filtern (Infos auf trinkwasser.ch).

Sanftes Reinigen

Staub und Kalkablagerungen auf den Blättern schränken die Photosynthese ein – Pflanzen kümmern und verlieren an Glanz. Eine sanfte Reinigung kann helfen, dass die Zimmerpflanzen unbeschadet durch den Winter kommen.

  • Kleinere Zimmerpflanzen mit glatten Blättern (Baumfreund, Glücksfeder) in die Dusche stellen.
  • Topf mit Plastiksack einpacken und zuschnüren, dann mit lauwarmem Wasser abspülen.
  • Grosse Pflanzen (Fensterblatt) feucht abwischen.
  • Pflanzen mit samtigen, weichen Blättern wie Usambaraveilchen oder Zimmer-Alpenveilchen vertragen keine Dusche: Hier mit feinem Pinsel abstauben. Bei Schädlingsbefall durch sanftes Abduschen Insekten wegspülen und klebrige Blätter säubern.

Lichtmangel, Zugluft und kalte Füsse

Die meisten unserer Zimmerpflanzen sind in tropischen oder subtropischen Breitengraden heimisch, wo es keine so kalten und düsteren Winter gibt wie bei uns in der Schweiz. Da lohnt es sich, die Pflanzen während den Wintermonaten ans Fenster zu rücken und vor kalter Zugluft zu schützen.

  • Lichtmangel: Junge Triebe werden dünn, lang und heller als die übrigen Blätter. Stängel beim Zyperngras knicken. Tipp: Pflanze heller stellen und auf Schädlingsbefall kontrollieren: Dünne Triebe werden gerne von Blattläusen befallen. Erst Ende Februar zurückschneiden.
  • Zugluft: Die Birkenfeige lässt bei Zugluft und Temperaturwechseln viele grüne Blätter fallen. Tipp: An geschützten Ort stellen.

Fliegende Schädlinge wegfangen

Schädlinge werden vom Sommeraufenthalt eingeschleppt, beim Lüften hereingeweht oder mit Erde eingebracht. Es ist wichtig, dass man sie frühzeitig bekämpft.

  • Blattläuse: Saugen Pflanzensaft, sondern klebrigen Saft ab. Tipp: Pflanzen abduschen, gelbe Klebefallen aufhängen – erwachsene Insekten fliegen darauf.
  • Trauermücken: Schwarze Mücken legen Eier in feuchte Erde, Larven fressen an Wurzeln. Tipp: Gelbe Klebefallen aufhängen, Erdschicht 3 cm hoch mit Steinchen abdecken.

Nützlinge aussetzen

Bei starkem Befall mit gut versteckten Schädlingen helfen Raubmilben. Diese winzigen Helfer suchen aktiv nach ihrer Beute und saugen sie aus. Raubmilben brauchen über 60 Prozent Luftfeuchtigkeit – deshalb alle zwei Tage die Pflanzen mit kalkarmem, zimmerwarmem Wasser besprühen.

  • Spinnmilben: Nur als winzige Punkte erkennbar, verursachen silbrigweisse Sprenkel auf Blättern. Tipp: Pflanzen erst abduschen, dann spezielle Raubmilben gegen Spinnmilben aussetzen.
  • Thripse: Gegen Thrips-Larven helfen ebenfalls Raubmilben. Tipp: Gartencenter und Onlineshops bieten verschiedene Arten von Nützlingen an.

Radio SRF 1, Ratgeber, 12.1.2025, 11.15 Uhr ; 

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