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Klima-Streiks – was kann die Jugendbewegung auslösen?
Aus Forum vom 31.01.2019.
abspielen. Laufzeit 56:14 Minuten.
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Bringen die Klima-Proteste der Jugendlichen etwas?

Nach dem Vorbild der schwedischen Klima-Aktivistin Greta Thunberg protestieren Schüler und Schülerinnen in der Schweiz für ein Umdenken in der Umweltpolitik. Aber können ihre Klima-Proteste tatsächlich etwas bewirken?

«Es gibt keinen Planeten B»: Schweizer Schülerinnen und Schüler rufen den Klima-Notstand aus und gehen dafür auf die Strasse. Sei es in Zürich, Basel, Genf, Luzern oder St. Gallen. Dabei skandieren sie: «Wem sini Zuekunft? Öisi Zuekunft!» Rund 22'000 Schüler und Schülerinnen protestierten laut den Organisatoren letzte Woche in 15 Schweizer Städten.

Vorbild ist die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg. Die 16-jährige Schwedin demonstriert seit dem letzten Sommer jeden Freitag vor dem schwedischen Parlament für ein Umdenken in der Klimapolitik.

Jugendliche beziehen in der Sendung «Forum» Position

Warum nehmen junge Menschen hierzulande an Klima-Protesten teil? Können ihre Proteste etwas bewirken? Und entwickeln sich diese Proteste zu einer Jugendbewegung? Darüber diskutieren Jugendliche und Experten in der Sendung «Forum»:

  • Kim Rast ist 18 Jahre alt. Sie ist Gymnasiastin in Luzern und Co-Präsidentin des Jugendparlaments – und hat sich nicht am Klimastreik beteiligt: «Die Jugend soll sich mit Themen aktiv befassen, Tatsachen realisieren und eigene Meinungen bilden können», sagt sie. «Das Streiken aber hilft der eigentlichen Partizipation der Jugend an der Politik nicht.»
  • Anderer Meinung ist Jona Studhalter. Der gelernte Koch ist 23 Jahre alt und Mitorganisator des Luzerner Klimastreiks: «Weil es ist ganz klar: Es gibt kein Recht auf 10 Franken EasyJet-Flüge.»
  • Tamara Bertschi aus Hausen am Albis kommt gemeinsam mit ihrem 14-jährigen Sohn Kai in die Sendung. Er bringt diesen Samstag im Jugendparlament Zürich einen Vorschlag zum Klimaschutz ein. Seine Mutter erzählt, wie sich die Klimadebatte auf die Familie auswirkt.

Für Politologe Tobias Arnold zeigen die Proteste vor allem eines klar auf: «Welche Bedeutung soziale Medien für die Mobilisierung heutzutage haben. Um politischen Erfolg zu haben, wird man aber nicht um die klassischen politischen Institutionen herumkommen.»

59 Kommentare

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  • Kommentar von Stephanie von Walterskirchen  (SVW)
    zur Ergänzung: Schüler könnten von den Schulen fordern dass nicht jedes Kind seine eigenen Bücher/Laptop haben muss, dass diese von Jahr zu Jahr geliehen und zurück gegeben werden an die Schulen. Schüler können Kleider kaufen die sie lange tragen können während sie wachsen. Was ist daran ökologisch vegan zu essen das aus der ganzen Welt her geschifft wird. Frachtschiffe sind Drecksschleudern. Ist es nicht überlegenswert traditionelle Lebensmittel zu verwenden inkl. Gewürze in den Kantinen?
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  • Kommentar von Daniel Schmidlin  (Queren life)
    Dort wo man sich dann selbst belügt, bringt es nichts.
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  • Kommentar von David Arnold  (darnold)
    Die Klimastreiks können die Bevölkerung und Politik vielleicht etwas sensibilisieren, was sehr zu befürworten wäre. Das Klima wird sich deshalb aber kaum ändern. 1. sind unsere Technologien halt einfach (noch) nicht besser, 2. (vor allem) besteht aber kein wirkliches Interesse daran: wir alle sind froh über z.b. billigen Sprit, die Petrol-branche sägt nicht an ihrem Ast - und langfristig Denken in unserer schnelllebigen Gesellschaft? Lol.
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