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Legende: Audio «Forum» – die ganze Sendung zum Nachhören abspielen. Laufzeit 56:05 Minuten.
56:05 min, aus Forum vom 06.06.2019.
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Diskussion im «Forum» Mit Atomkraft den Klimawandel stoppen?

Nach dem Reaktorunfall 2011 in Fukushima, war der Ruf der Atomkraft definitiv ruiniert. Die Schweiz beschloss drei Monate nach der Katastrophe von Fukushima den Atomausstieg. Kein Jahrzehnt später treten neue Forschende auf den Plan und möchten mit neuer Nukleartechnik das Klima retten. Geht das?

Zur Online-Diskussion

Revival der Atomkraft?

«Nuclear for climate» heisst die Initiative von jungen Forschenden, die in der Atomkraft einen wichtigen Pfeiler in der Energieversorgung sehen. Sie traten auch bei Uno Klima Konferenzen in Paris oder dieses Jahr in Katowice (Polen) auf.

Klimaaktivistin Greta Thunberg sorgt für Wirbel

Als die Klimaaktivistin Greta Thunberg in einem Facebook-Post schrieb: «Ich persönlich bin gegen Atomkraft, aber nach dem IPCC (Weltklimarat) könne sie tatsächlich ein kleiner Teil einer großen, neuen Co2-freien Energielösung sein», hagelte es von allen Seiten Kommentare. Kreise, die in der Atomkraft eine Zukunft sehen, bekamen von ungewohnter Seite Zuspruch.

Greta Thunbergs Post zur Atomkraft

Morgenröte für AKWs?

Obwohl die Schweiz den Atomausstieg beschlossen hat, fliesst weiterhin Geld in die Nuklearforschung. Zuviel, finden Kritiker, dieses Geld würde man besser in die Forschung für nachhaltige Energien stecken, sagen sie.
Befürworter wiederum sind der Meinung, dass sich die Schweiz nicht von der Nukleartechnik verabschieden sollte.

In der Sendung «Forum» diskutierten zwei Forschende mit dem Publikum über folgende Themen:

  • Mit Atomkraft den Klimawandel stoppen?
  • Gibt es das in Zukunft: Sichere AKW’s?
  • Erneuerbare Energie: Ist sie unsere Zukunft?

Die Gäste in der Sendung sind:

  • Léonore Haelg, Chemieingenieurin und Energiewissenschaftlerin
    Sie setzt sich für erneuerbare Energie ein
  • Petros Papadopoulos, Nuklearingenieur
    Er ist aktiv bei der Initiative «nuclear for climate»

103 Kommentare

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  • Kommentar von N. Schmid  (Schmid)
    Seit Jahrzehnten wird übrigens jedes Jahr 30 km^2 neu verbaut.
    Wenn 30 km^2 der bereits bestehenden Dachfläche jedes Jahr mit 30 km^2 Photovoltaik-Modulen belegt wird, dann kann damit nach nur 5 Jahren mehr Strom produziert werden, als mit allen 5 Schweizer AKW. Im Gegensatz zu den Milliarden-Investitionen der SNB in ausländische Ölaktien, hilft das nicht nur dem Klima, sondern wird auch viel Schweizer Wertschöpfung geschaffen (Elektriker, Dachdecker stammen nicht aus China oder Arabien).
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  • Kommentar von Erich Zoller  (Erich Zoller)
    Richtig, die Summe aller Hochdruckwerken ist über 10000MW.
    Diese 10000MW sind aber niemals in Minutenschnelle abgerufen. Wechsel vom Pumpen zur Produktion, vom Stillstand zur Produktion,
    Können die Leitungen aus den Alpen diese Leistung überhaupt übertragen.
    Swissgrid meldet 20.Mai 2019: „Alarmstufe Rot im Stromnetz“, Swissgrid kämpfte gegen überhöhten Stromfluss. Blackout knapp verhindert.
    Was ich sagen will: neben den nackten Fakten und Zahlen gibt es auch die Realität.
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    1. Antwort von N. Schmid  (Schmid)
      Speicherwasserkraftwerke können schneller hochfahren als alle thermischen Kraftwerke. Wobei sie nur dann schnell hochfahren müssen, wenn z.B. ein AKW plötzlich vom Netz geht. Wind- Solarenergie ist dank Wettervorhersagen nicht nur gut einplanbar, es tritt auch nie ein plötzlicher, grosser Leistungseinbruch ein (die Sonne geht nicht in einer Sekunde unter oder ein Sturm flaut nicht einer Sekunde ab). Zudem können Wind- und Solarkraftwerke wenn nötig jederzeit ihre Leistung reduzieren.
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    2. Antwort von N. Schmid  (Schmid)
      Es ist zweifelsohne so, dass das Netz in Europa ausgebaut werden muss, um z.B. Offshore Windkraft und flexible Wasserkraft in die grossen europäischen Städte transportieren zu können. Wobei der Ausbau auch wegen dem Widerstand der Stromkonzerne hapert. So haben z.B. die Süddeutschen und Schweizer Stromkonzerne überhaupt kein Interesse daran, dass günstiger Wind- und Wasserstrom (Norwegen) aus dem Norden nach Zentraleuropa transportiert wird, weil sie dann Abnehmer für ihren Strom verlieren.
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  • Kommentar von Erich Zoller  (Erich Zoller)
    @N. Schmid. Bei den BFE-Angaben handelt es sich um die sogenannt installierte (maximal mögliche) Leistung. Die effektiv Leistung ist abhängig vom Wasserstand bei den Flusskraftwerken (im Winter führen die Flüsse oft wenig Wasser) und von Unterhaltsarbeiten, sodass effektiv etwa 1/3 der installierten Leistung zur Verfügung steht. Leider ist es so, dass die LEISTUNGSBILANZ bei Medien, Politikern, BFE kein Thema ist, weil das nicht in die viel beschworene Energiewende passt.
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    1. Antwort von N. Schmid  (Schmid)
      Nochmals Herr Zoller: Die Speicherkraftwerke produzieren nicht nur mehr Energie als die Flusskraftwerke, sie haben auch wesentlich mehr installierte Leistung als die Flusskraftwerke. Während die Flusskraftwerke im Winter tatsächlich kaum 1000 MW maximal liefern können, können die Speicherkraftwerke gemäss BFE Elektrititätsstatistik Tab. 25a stets 11'000 MW maximal liefern (der Füllungsgrad der Speicherseen ist dabei irrelevant). Nehmen Sie doch bitte ausnahmsweise die Fakten zur Hand.
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    2. Antwort von N. Schmid  (Schmid)
      Und wiederholen Sie doch bitte nicht immer die gleichen Unwahrheiten und eröffnen dafür gleich noch neue Threads. Bedenken Sie bitte, dass im Zeitalter des Internets jede Behauptung sofort überprüft werden kann. Lügen haben heute ganz kurze Beine und sind deshalb ausgesprochen lächerlich und peinlich.
      Die Schweizerische Elektrizitätsstatistik 2017 kann man hier runterladen:
      https://www.bfe.admin.ch/bfe/de/home/versorgung/statistik-und-geodaten/energiestatistiken/elektrizitaetsstatistik.html
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    3. Antwort von Thomas Brand  (tomcomm)
      Ich denke was Hr. Zollinger versucht zu vermitteln ist folgender Effekt, welcher Harald Lesch mit einem guten Vergleich visualisiert: Wie bei einer Sprinkler-Anlage muss von einem Moment auf den anderen die gesamte Leistung abrufbar sein (es muss im entscheidenden Moment mit voller Kraft "regnen"). Da spielen max. mögliche Leistung, Durchschnittswerte etc. eine untergeordnete Rolle. Man könnte es als "vorgehaltene" Leistung bezeichnen, sofort und jederzeit in vollem Umfang abrufbar.
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    4. Antwort von N. Schmid  (Schmid)
      Herr Brand, bei einer Pelton- oder Francisturbine von einem Schweizer Wasserkraftwerk wird ein Ventil geöffnet und Zack haben Sie Leistung am Generator, dass die Schwarte kracht. Ein thermisches Kraftwerk ist viel langsamer: Dort muss zuerst der Brennraum bzw. Dampferzeuger aufgeheizt werden, bevor die Dampfturbine mehr Dampf erhält und entsprechend mehr Leistung liefern kann. Ev. ist das Netz ausbaubedürftig aber an schnell verfügbarer, flexibler Leistung fehlt es hier jedenfalls nicht.
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