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Eine reich gedeckte Brunchtafel.
Legende: Eine reich gedeckte Brunchtafel lädt zum Verweilen ein, so kann das gemütliche Beisammensein schon mal bis in den Nachmittagsstunden dauern. unsplash / Jessy Smith
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Genussvoll & stressfrei So gelingt der Sonntagsbrunch

Beim Brunch sind der kulinarischen Kreativität keine Grenzen gesetzt. Diese Tipps bringen Abwechslung auf den Brunchtisch und erleichtern Gastgebern das Leben.

Gut vorbereitet ist halb gewonnen

Überlegen Sie sich zunächst, wie viele Gäste Sie erwarten und wie viel Aufwand Sie betreiben möchten. Stellen Sie Ihren Brunch dementsprechend zusammen. Wichtig für einen gluschtigen Brunch ist die Vielfalt: Kombinieren Sie leichte und reichhaltige, süsse und salzige, kalte und warme Speisen.

Konzentrieren Sie sich aufs «Pièce de Resistance»

Ein guter Kompromiss, wenn die Zeit knapp ist: Tischen Sie als Herzstück des Brunchs eine selbstgemachte Köstlichkeit auf, für welche Sie Zeit investieren. Für den Rest des Brunchs auf Gekauftes zurückgreifen.

Ein Motto bringt Farbe ins Brunch-Einerlei

Ein kulinarisches Motto für den Brunch zu wählen, hilft beim Planen. Es beflügelt die Fantasie beim Auswählen der Gerichte und sorgt dafür, dass der Brunch aus einem Guss daherkommt. Überraschen Sie Ihre Gäste zum Beispiel mit einer bayrisch, skandinavisch oder orientalisch inspirierten Brunchtafel.

Mitbringsel managen

Wenn Gäste etwas mitbringen, kann das den Gastgeber entlasten. Es besteht aber auch Fettnäpfchen-Potenzial: Gäste, die spontan die Kücheninfrastruktur der Gastgeberin überbeanspruchen oder mit einem spektakulären Mitbringsel den Gastgeber in den Schatten stellen, machen sich unbeliebt. Deshalb: Frühzeitig besprechen, was und wie viel mitgebracht werden soll – das vermeidet Doppelungen und viele Resten. Zum Mitbringen eignen sich Gerichte, die gut vorbereitet und transportiert werden können: Birchermüesli, Kuchen, Säfte, Aufläufe oder Quiches beispielsweise passen perfekt.

Machen Sie auch aus den Resten das Beste

Ein üppiger Brunch ist wunderbar – doch was tun, wenn die Gäste nicht so fleissig essen wie geplant? Bereits in Scheiben geschnittenes Brot eignet sich perfekt für French Toast, einen Brotauflauf oder Croutons am nächsten Tag. Aus den Resten der Käse- und Aufschnittplatte wird ein wunderbarer Hörnli-Gratin: Klein geschnitten wird das Fleisch unter die Teigwaren gemischt – und die kleinen Reste der verschiedenen Käse sind gerieben perfekt zum Überbacken des Gratins.

Wie der Brunch die Schweiz eroberte

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Köchinnen schöpfen jungen Männern Rösti und Spiegeleier.
Legende:Der 1. August-Brunch auf dem Bauernhof (hier 2001 in Aarberg) zieht jedes Jahr hunderttausende Besucher an.Keystone / Lukas Lehmann

Ursprünglich in England Ende des neunzehnten Jahrhunderts erfunden, tauchte der Brunch in den fünfziger Jahren erstmals in der Schweiz auf – in Inseraten für Frühstücksgetränken und Wärmeplatten. Rasch hält der Brunch in den sechziger und siebziger Jahren auch in immer mehr Restaurants Einzug. Üppige Buffets und ausgefallene Mottos («Brunch nach Seemannsart», «Western-Sonntagsbrunch à la Buffalo Bill») waren besonders beliebt.

Schweizweit im grossen Stil etabliert ist der Brunch spätestens seit den neunziger Jahren. 1993 luden die Schweizer Bauern erstmals zum 1. August-Brunch ein – und aus der Aktion wurde ein Grosserfolg: Jahr für Jahr pilgern seither hunderttausende Schweizerinnen und Schweizer am Nationalfeiertag auf den Bauernhof – für den mittlerweile gutschweizerischen Brunch.