Zum Inhalt springen
Inhalt

Radio SRF 1 «Scheisse, ich machs nomal»: Pannen am «Tatort»-Set

Vor einem «Tatort»-Dreh lernt Stefan Gubser seine Texte fast vier Wochen in einem stillen Kämmerchen. Mit den Texten intus, kann er den Luzerner Ermittler Reto Flückiger spontan wirken lassen – Lachanfälle am Set lassen sich jedoch nicht vermeiden. Ein Gespräch mit dem Schweizer «Tatort»-Darsteller.

Legende: Video «Outtakes» am Schweizer «Tatort»-Set abspielen. Laufzeit 02:10 Minuten.
Aus Radio SRF 1 vom 10.11.2016.

Wenn die Dreharbeiten für einen Schweizer «Tatort» beginnen, dann ist der Stefan Gubser schon lange eingetaucht in diese Welt. Mit etwa vier Wochen investiere er in die Vorbereitung fast soviel Zeit wie für die Dreharbeiten selber. Sein Arbeitsort in dieser Zeit: ein Tisch in seinem Gästezimmer, wo er ungestört ist. Ausser einem Bett und diesem Tisch sei das Zimmer leer.

Dass wir uns vor Lachen nicht mehr halten können, das passiert in jedem Dreh einmal
Autor: Stefan Gubser«Tatort»-Schauspieler
Legende: Video Lustige «Tatort»-Szenen abspielen. Laufzeit 01:10 Minuten.
Aus Radio SRF 1 vom 10.11.2016.

Um seine Texte zu lernen, hat der Schauspieler eine eigene Methode entwickelt: Nachdem er die Geschichte kennt, lese er im Drehbuch das, was sein Dialogpartner in der Szene sagt. Was er als Reto Flückiger sagt, deckt er ab und überlegt sich, wie der Kommissar antworten würde. «Das Spiel mache ich so lange, bis das, was im Buch steht und das, was in meinen Kopf ist, kongruent und übereinstimmend ist», so Stefan Gubser.

Von Lachanfällen und Krimi-Träumen

Drehverzögerungen gibt es aber auch bei guter Vorbereitung – im besten Fall wegen Lachanfällen: «Dass wir uns vor Lachen nicht mehr halten können, das passiert in jedem Dreh einmal», erzählt der gebürtige Winterthurer. «Oft wenn man übermüdet ist oder wenn jemand eine Stelle hat, über die er nicht kommt weil er sich immer wieder verhaspelt. Dann kommt man an diese Stelle, der eine beginnt zu lachen, dann der andere. Das passiert sehr häufig und macht auch Spass».

Reto Flückiger ist ein Einzelkämpfer, ein Naturbursche, mit einem grossen Gerechtigkeitssinn. Da sind wir uns sehr nah.
Autor: Stefan Gubser«Tatort»-Schauspieler

Der gebürtige Winterthurer mag den Kommissar Reto Flückiger, den er im «Tatort» verkörpert: «Er ist ein Einzelkämpfer, ein Naturbursche, hat einen sehr grossen Gerechtigkeitssinn und lehnt sich auch gegen Vorgesetzte auf. Da sind wir uns im Grunde genommen sehr nah.»

Ansonsten könne er sich gut abgrenzen. Wenn er in intensiven Zeiten vom «Tatort» träumt, könne er dies sogar positiv nutzen: «Oft weiss ich am Morgen noch, was ich geträumt habe. Und manchmal kann das dann sogar ein Beitrag sein für die Figur.»

1000. «Tatort»-Folge

1000. «Tatort»-Folge

Am Sonntag 13. November kommt die 1000. Folge «Tatort» am Fernsehen. Die Jubiläumssendung schliesst den Bogen zur allerersten Folge «Taxi nach Leipzig» aus dem Jahr 1970. Fakten zum Kult-Krimi. Fakten zum Kult-Krimi

Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Teilen Sie Ihre Meinung... anwählen um einen Kommentar zu schreiben

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

Bitte beachten Sie unsere Netiquette verfügbar sind noch 500 Zeichen

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

Es wurden noch keine Kommentare erfasst. Schreiben Sie den ersten Kommentar.