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KMU in Not: Welche Hilfe gibt es für Coiffeur oder Wirtin?
Aus Forum vom 19.03.2020.
abspielen. Laufzeit 53:44 Minuten.
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Schweizer KMU in Not Welche Hilfe brauchen Coiffeure und Wirte jetzt?

Viele Schweizer Kleinbetriebe geraten wegen der Corona-Krise in finanzielle Not: Welche Hilfe braucht es jetzt?

Seit Montagnacht steht die Schweiz quasi still. Märkte, Läden, Restaurants, Bars, Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe sowie Coiffeursalons und Kosmetikstudios müssen bis mindestens 19. April schliessen. Mit massiven Folgen für die betroffenen Betriebe.

Von einem Tag auf den anderen brechen Einkünfte weg

Die Schweiz lebt von den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Der Shutdown trifft das KMU-Land Schweiz mitten ins Herz. Sie machen 99 Prozent aller Betriebe aus und beschäftigen zwei Drittel aller Arbeitnehmenden. Viele dieser Betriebe geraten nun in finanzielle Not. Das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco und die Kantone werden von Hilfsanfragen betroffener Betriebe überschwemmt.

SECO Infoline für Unternehmen

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Tel: +41 58 462 00 66 (Montag bis Freitag von 07:00 Uhr bis 20:00 Uhr)

Informationen erhalten Sie auch per E-Mail, Link öffnet in einem neuen Fenster oder auf der Webseite, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Welche Hilfe braucht es jetzt? Oder welche kreativen Lösungen haben Sie vielleicht schon gefunden? Schildern Sie uns Ihre Situation in den Kommentaren.

Die Gäste in der Sendung

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Christoph Brutschin, Präsident der Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren

Nicole Barandun, Präsidentin des Gewerbeverbands Stadt Zürich (GVZ)

Diese Massnahmen hat der Bundesrat bereits beschlossen:

  • Betroffene Unternehmen können Anträge auf Kurzarbeit stellen. Dafür stehen bis 8 Milliarden Franken bereit. Das Seco prüft zudem eine Ausweitung des Anspruchs auf Kurzarbeitsentschädigung auch auf Angestellte mit befristeten und temporären Verträgen.
  • Für besonders betroffene Unternehmen prüft der Bundesrat eine finanzielle Unterstützung im Sinne einer Härtefallregelung bis zu 1 Milliarde Franken. Die Genauen Kriterien dafür sind noch nicht bekannt.
  • Ab sofort stehen bis 580 Millionen Franken für verbürgte Bankkredite für Unternehmen mit finanziellen Engpässen zur Verfügung. Die mittels Bürgschaft erhaltenen Bankkredite müssen zurückbezahlt werden.
  • Für den Sport- und Kulturbereich will der Bundesrat ebenfalls zusätzliche Mittel bereitstellen.

Was ist Kurzarbeit?

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Um Arbeitsplätze zu erhalten, können Firmen die Arbeitszeit der Mitarbeitenden vorübergehend reduzieren oder ganz einstellen. Für den Arbeitsausfall erhalten Betroffene eine Kurzarbeitsentschädigung. Diese beträgt 80 % des wegfallenden Lohns. Damit soll verhindert werden, dass infolge kurzfristiger und unvermeidbarer Arbeitsausfälle Kündigungen ausgesprochen werden.

Yvonne Hafner

10 Kommentare

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  • Kommentar von Roger von Arx  (Roiecken63)
    Als Gastwirt bin ich direkt von der Krise betroffen – seit dem 9.3.2020 befinden sich meine Mitarbeiter in Kurzarbeit – seit Montag, 16.03.2020 / 14:00 ist unser ganzer Betrieb geschlossen.

    Die von uns gescholtenen Chinesen haben Wuhan am 23.01.2020 bei 1000 Erkrankten abgeriegelt – wir warten weiterhin zu und hoffen auf ein Wunder. Wir hatten über 60 Tage Zeit uns vorzubereiten – geschehen ist nicht all zu viel. "gouverner, c'est prévoir"
    Der Bundesrat hat versagt - leider!
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  • Kommentar von Roger von Arx  (Roiecken63)
    Führung braucht das Land
    Corona bringt die Welt an den Abgrund und wir halten noch immer am Kantönligeist fest. In Krisensituationen ist konsequente Führung gefragt. Am 27.02.2020 sagte Bundesrat Berset «Wir sind gut vorbereitet», sagt Alain Berset. «Auch für schwierige Situationen.»
    Einige Bundesräte sollten zum Wohle des Landes sofort zurücktreten – wir können Corona nicht aussitzen und auf Besserung hoffen – nein, wir müssen das Undenkbare zur Not auch umsetzen – rasch mit aller Kraft.
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  • Kommentar von Daniel Wenger  (Daniel Wenger)
    Mit den Chemikalien für die Produktion unserer Güter weit über 100'000, den Pestiziden und antibakteriellen Mitten, haben wir die Insekten stark dezimiert. Vor allem die Vielfalt. Auch die Bienen sterben. Genauso - das zumindest ist anzunehmen - ergeht es den Mikroben. Leben aber ist auf Überleben programmiert, kämpft, passt sich an. So können harmlose Bakterien und Viren auch zu einer Gefahr werden. Längerfristig sollten wir das anschauen.
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