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Legende: Audio «Forum» – die ganze Sendung zum Nachhören abspielen. Laufzeit 54:37 Minuten.
54:37 min, aus Forum vom 03.01.2019.
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Radio SRF 1 Skifahren – Schnee von gestern?

In der Beliebtheitsskala steht Skifahren in der Schweiz an vierter Stelle. Gleich nach Wandern, Radfahren und Schwimmen. Die Preise, der Schneemangel und das Wetter sind die grössten Spassbremsen beim Skifahren. Stirbt das Skifahren langsam aus? Die Diskussion in der Sendung «Forum».

Zur Online-Diskussion

Skilager waren bis in die 1980er-Jahre eine Selbstverständlichkeit. Kinder, die aus Nichtskifahrerfamilien kamen, hatten so die Möglichkeit, die Sportart auf günstige Art und Weise zu erlernen. Heute sind Skilager oder Skiferien keine Selbstverständlichkeit mehr. Und wenn doch, dann sind es Wintererlebnistage. Denn Schlitteln, Langlauf, Schneeschuhwandern oder Winterwandern laufen dem Skifahren langsam aber stetig den Rang ab.

Skifahren strapaziert das Budget
Skiferien muss man sich leisten können. Die Kosten für Ausrüstung, Skiabo, Unterkunft und Essen läppern sich zusammen. Warum also nicht für weniger Geld in den Süden fliegen und sich ans Meer legen? Eine Alternative, die es früher nicht gab.

Das Klima setzt den Skigebieten zu
Schneesichere Winter sind keine Selbstverständlichkeit mehr. Die kleinen Voralpenlifte sind seit Jahren in Bedrängnis oder wurden geschlossen. Aber auch hochgelegene Skigebiete setzen auf künstliche Beschneiung, damit man früh in die Saison starten und über Weihnachten/Neujahr mit guten Schneeverhältnissen punkten kann.

Grösser, schneller, mehr
Breitere Pisten, schnellere und komfortablere Bergbahnen und Beschneiungsanlagen sind heute in den Skistationen eine Selbstverständlichkeit. Lohnen sich diese Investitionen noch, wenn die Zahl der Skifahrerinnen und Skifahrer abnimmt?

Legende: Video Skifahren zum Discountpreis: Umstrittener Preiskampf am Berg abspielen. Laufzeit 08:40 Minuten.
Aus Rundschau vom 21.02.2018.

Ist Skifahren ein Auslaufmodell? Oder sollten wieder alle Kinder Skifahren lernen? Gehört Skifahren zu den Kulturtechniken wie Schwimmen oder Radfahren: Muss man es einfach können?

Im Studio diskutierten diese Gäste mit Hörerinnen und Hörern:

  • Therese Lehmann Friedli, stellvertretende Leiterin Forschungsstelle Tourismus Uni Bern
  • Urs Pfenninger, Tourismusdirektor Adelboden-Lenk-Kandersteg

11 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Senn (Loetschy)
    Eine gewisse Mitschuld trägt auch die Tourismuswerbung. Wenn ich mit meinen 77 Jahren noch skifahren will, finde ich kaum jemanden in meinem Alter der mitkommt. D.h. die Werbung für das Skifahren hat es versäumt die "Alten" bei der Stange zu halten und richtet sich nur an ein junges Publikum. Das ist schade, hat doch unsere "Russi"-Generation das Skifahren zur aktuellen Bedeutung gebracht. Zudem fahren Senioren meist unter der Woche und sind ausgabefreudig. Schade um dieses Marketing Segment!
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  • Kommentar von peter reber (p.reber)
    Mit dem Skifahren setzen wir dem Klima auch zu und sind weder fähig noch willens die Passiven der Bilanz zu begreifen (Piste herstellen, An- und Rückreiseverkehr, Landschaftsverunstaltung, Zweitwohnungsbau, Ausrüstung, Abfallbewirtschaftung, Rettungsaktionen, Unfälle, Invalidität und Tod, der ganze Stress für die Natur, etc.). Wenn das alles 1zu1 zu bezahlen wäre vom Skifahrer, es wäre sofort Schluss damit.
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  • Kommentar von R. S. (R.Sch.)
    Ja, das ist tatsächlich der Fall. Der Pistensport ist in den letzten Jahren sehr teuer geworden, so dass sich normalverdienende Familien (unter 100'000 Jahreslohn) dies kaum mehr leisten können. Aber mich stört das eigentlich nicht mehr. Ökologisch kann man diese Aktivitäten ja schon lange nicht mehr verantworten. Dass die "Reichen" sich das halt einfach länger "erlauben" ist Prinzip unserer Politik verankert: Wer Geld hat, kann sich halt das "Recht" kaufen, die Natur zu zerstören. Kapitalismus.
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