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Steigende Prämien Schuldenfalle Krankenkasse: Brauchts mehr Prämienverbilligungen?

Die Gesundheitskosten steigen und steigen. Immer mehr Menschen in der Schweiz können die Krankenkassenprämie nicht mehr bezahlen und landen auf der Schuldenberatung. Braucht es Prämienverbilligungen für noch mehr Haushalte oder ist das Pflästerlipolitik? Die Diskussion in der Sendung «Forum».

Legende: Audio «Forum» – die ganze Sendung zum Nachhören abspielen. Laufzeit 56:49 Minuten.
56:49 min, aus Forum vom 07.02.2019.

Die Krankenkassenrechnungen sind für viele Haushalte eine grosse Belastung. Vor allem Familien mit Kindern, Alleinerziehende und Pensionierte kommen wegen der steigenden Prämien finanziell an den Anschlag. Die Schuldenberatungen schlagen Alarm, weil immer mehr Menschen die Krankenkassenprämien nicht mehr bezahlen können.

Legende: Video Krankenkassenprämien treiben immer mehr Haushalte in die Schulden abspielen. Laufzeit 02:16 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.02.2019.

Auch Mittelschicht leidet

Betroffen ist zunehmend auch die untere Mittelschicht. Kein Wunder ist die Belastung durch die Krankenkassenprämien in der Schweiz weit oben auf der Sorgenliste. Sébastien Mercier, Geschäftsleiter der Schuldenberatung Schweiz, zeigte sich gegenüber der Sonntagszeitung alarmiert:

Die Prämien nehmen kontinuierlich zu, viel rascher als die Löhne. Personen mit kleinem Einkommen bis weit in die Mittelschicht werden dadurch jedes Jahr ärmer. Die Schmerzgrenze ist für viele Haushalte überschritten.
Autor: Sébastien MercierGeschäftsleiter Schuldenberatung Schweiz

Initiativen gegen steigende Prämien

Linke Parteien fordern deshalb Prämienverbilligungen für noch mehr Haushalte. Ab Ende Februar sammelt die SP Unterschriften für ihre Prämienentlastungsinitiative. Die Partei will, dass kein Haushalt in der Schweiz mehr als 10 Prozent des verfügbaren Einkommens für die Krankenkassenprämien ausgeben muss. Alles andere müsse der Staat übernehmen.

Skeptiker hingegen fragen: Woher kommt das Geld? Wer bezahlt die Mehrausgaben? Am Ende bezahle ja doch immer der Mittelstand.

Gäste

  • David Roth - Präsident SP Kanton Luzern
  • Regine Sauter – Nationalrätin FDP, Mitglied der Kommission für Soziale Sicherheit und Gesundheit SGK

60 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Fahrni (tuni)
    Vielleicht sollte man aufhören die Einheitskasse als solche zu benennen. Das kann negativ tönen. Mit "Allgemeine Grundversicherung" würde das nach genau dem tönen was es ist. Der Staat sollte diese verwalten, er schreibt uns ja zwingend eine Versicherung vor, bietet aber keine Alternative. Es wäre seine Pflicht diese zu erschaffen. Für weitergehende Leistungen können dann die jetzigen Kassen das Geschäft weiterführen. So wäre die Diskussion über zu hohe Kosten weg. Wer mehr will bezahlt dafür.
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  • Kommentar von Bruno Schelker (4435Lord)
    Ein anderes Versicherungssystem. Eine Einheitskasse zum Beispiel. Ein paar Millionäre und Lobisten weniger, die wir mit unseren Beiträgen finanzieren.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Die unermessliche Profitgier im gesamten Menschen ausbeuterischen "Gesundheits-Un-Wesen", der Zuständgen der Schweiz, muss ausgemerzt werden! Eine Revision und der Aufbau eines ehrlichen, Sinnn machenden, Menschen vollumfänglich be-achtenden (Körper-Seele-Geist ) Gesundheits-Wesens, ist notwendig!
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